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Champions League: Borussia Dortmund verliert gegen Piräus

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Dem BVB droht das frühe Aus in Europa

20.10.2011, 13:11 Uhr | t-online.de

Champions League: Borussia Dortmund verliert gegen Piräus. Neven Subotic ist die Enttäuschung anzusehen.  (Quelle: dpa)

Neven Subotic ist die Enttäuschung anzusehen. (Quelle: dpa)

Aus Piräus berichtet Patrick Brandenburg

Pleite und Griechenland - dieser hässlichen Wortkombination muss man nun den Begriff Borussia Dortmund hinzufügen. Denn nach der klaren 1:3-Niederlage bei Olympiakos Piräus droht dem Deutschen Meister in der Champions League das frühe Aus. Wie schon beim Remis gegen Arsenal London und der deftigen Pleite bei Olympique Marseille zeigte sich das Team von Trainer Jürgen Klopp auch gegen das bis dahin punktlose Schlusslicht der Gruppe F nicht reif für Europa.

Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Robert Lewandowski (26.) war viel zu wenig, um den höchst biederen Griechen gefährlich zu werden. Jose Holebas (8.), Rafik Djebbour (40.) und Francois Modesto (78.) trafen für Piräus, das am 1. November auch nächster Gegner des BVB ist. Dann geht es vor heimischen Publikum für die Dortmunder wohl nur noch darum, wenigstens noch im Rennen um Rang drei zu punkten.

Klopp ändert die Startelf

Rechtzeitig vor dem großen Spiel in der Gruppe F hatten sich beim BVB die beiden Außenverteidiger Marcel Schmelzer und Lukasz Piszczek fit zurückgemeldet. Shinji Kagawa rückte nach seiner schöpferischen Zwei-Spiele-Pause wieder ins zentrale offensive Mittelfeld. In der defensiven Schaltzentrale entschied sich Trainer Klopp im Stadion "Georgios Karaiskakis" für die mutigere Variante der Doppelsechs: Youngster Ilkay Gündogan an der Seite von Sven Bender anstelle des Routiniers Sebastian Kehl - eine Fehlentscheidung, wie sich später herausstellen sollte. Bei Olympiakos musste Trainer Ernesto Valverde gleich auf drei Stammspieler verzichten: Nach Vasilios Torosidis und Yeste fiel auch noch David Fuster aus. 

Trotzdem erwischten die Dortmunder vor gut 33.000 wilden Olympiakos-Fans einen furchtbaren Start. Nur acht Minuten dauerte es, bis die Hütte bebte. Der frühere 1860-München-Spieler Holebas nutzte ein Abstimmungsproblem zwischen Schmelzer und Mats Hummels gnadenlos aus und köpfte zur frühen Führung der Gastgeber ein. Dabei hatte der BVB zuvor selbst zwei Großchancen durch Kagawa liegen lassen. Neues Spiel, altes Leid für den Deutschen Meister, der ähnlich fahrlässig auch gegen Arsenal und in Marseille ins Hintertreffen geraten war.

Weidenfeller mimt den Neuer 

Im Gegensatz zum Spiel in Frankreich meldete sich der BVB aber wieder zurück - jedenfalls kurzzeitig. Nach einem Olympiakos-Angriff machte Torwart Roman Weidenfeller auf Manuel Neuer und leitete mit einem präzisen Abschlag einen klasse Konter ein. Nach einem Doppelpass mit Mario Götze ließ sich Robert Lewandowski die Chance nicht entgehen und setzte den Ball trocken ins linke Eck zum 1:1 (26.). 

Doch weil die Borussia erneut weitere Möglichkeiten durch Götze (24.), Kagawa (29.) und Ivan Perisic (35.) ausließ und die Abwehr sich erneut nicht reif für die Königsklasse zeigte, hielt der schwarz-gelbe Jubel nur kurz. Denn noch vor der Pause antwortet Rafik Djebbour mit dem 2:1 für den 38-maligen griechischen Meister. Vorausgegangen waren zwei Patzer von Neven Subotic in der Innenverteidigung. Immerhin musste der BVB nicht noch vor der Pause den K.o. hinnehmen - auch das war möglich: Nach einem Konter gegen nun ungeordnet stehende Dortmunder zielte erneut Djebbour nur denkbar knapp am Tor vorbei.

Straßenschlachten in Athen

Zur Pause waren die gut 800 Dortmunder Fans, die sich trotz aller Widrigkeiten auf den Weg nach Griechenland gemacht hatten, bedient. Weitere 800 Fans hatten auf den Trip ins Streikzentrum Athen ganz verzichtet. Eine gute Entscheidung, denn einige der mutigen Dortmunder, zu denen auch BVB-Mitarbeiter gehörten, saßen tagsüber stundenlang in ihrem Hotel in der Nähe des Parlamentsgebäudes fest. Dort hatten sich radikale Demonstranten und die Polizei eine Straßenschlacht geliefert.

Dortmunds Europatour vor dem Ende 

Nach gut einer Stunde reagierte Klopp auf das immer schlechter werdende Spiel seiner Mannschaft und brachte den Youngster Moritz Leitner für Gündogan. Ein klares Misstrauensvotum gegen den Jung-Nationalspieler, der die Partie nicht in den Griff bekam. Außerdem kam Jakub Blaszczykowski für Kagawa. Doch der Pole stand dem Japaner in Nichts nach und versemmelte kurz nach seiner Einwechslung die größte Dortmunder Chance im zweiten Durchgang. Völlig frei vor Keeper Franco Costanzo traf er nicht einmal das Tor. Kurz davor hatte Francois Modesto die Entscheidung zugunsten der Gäste verpasst. Zwölf Minuten vor dem Ende machte es der Olympiakos-Verteidiger aber besser, als er einen Freistoß unhaltbar zum 3:1 ins Tor bugsierte. Ein Debakel für den Deutschen Meister, der Gefahr läuft, sich in Europa seinen Ruf zu ruinieren.

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