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Borussia Dortmund entdeckt den Ergebnisfußball

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Champions League - Gruppe F  

Der Meister entdeckt den Ergebnisfußball

02.11.2011, 06:46 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund entdeckt den Ergebnisfußball. Nicht schön, aber erfolgreich: Die Elf von Jürgen Klopp holt den Sieg gegen Olympiakos Piräus. (Foto: dpa)

Nicht schön, aber erfolgreich: Die Elf von Jürgen Klopp holt den Sieg gegen Olympiakos Piräus. (Foto: dpa)

Aus Dortmund berichtet Patrick Brandenburg

Dem Meistertrainer stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Mit einem Grinsen so breit wie ein leeres Fußballtor absolvierte Jürgen Klopp nach dem 1:0-Zittersieg über Olympiakos Piräus das lästige Pflichtprogramm "Rede und Antwort“. Der erste Saisonsieg von Borussia Dortmund in der Champions League nach drei vergeblichen Anläufen, Klopps erstem überhaupt als Trainer in der Königsklasse, hatte ihn befreit von der Last und der Kritik der vergangenen Wochen.

Nachdem der 44-Jährige zuletzt in Europa viel Kreide fressen musste, konnte der ehrgeizige Coach endlich wieder in den Angriffsmodus schalten: "Das heute war Ergebnisfußball. Wer etwas anderes erwartet hätte, dem kann ich nicht helfen."

"Ohne Glück geht es nicht"

Spät, aber womöglich nicht zu spät, hat sein Team in Europa in die Spur gefunden und aus Fehlern gelernt. Denn zusätzlich zum spektakulären Harakiri-Fußball führt die Borussia seit dem Olympiakos-Rückspiel nun auch auf europäischer Ebene den guten, alten Arbeitssieg im Repertoire. "Wir haben heute brutal hart gearbeitet für den ersten Dreier“, sagte Klopp und freute sich vor allem darüber, dass seine Defensive erstmals keinen Treffer in der Champions League zuließ. Das war angesichts der starken Gäste aus Griechenland zwar manchmal von Fortuna begünstigt. Nach dem frühen Dortmunder Treffer durch Kevin Großkreutz - natürlich stilecht durch einen Kracher aus der zweiten Reihe - hatte Piräus wesentlich mehr vom Spiel, kam zu vier Großchancen und trauerte zudem einem nicht gegebenen Handelfmeter hinterher. Aber genau so wie dem mutigen Team von Gästetrainer Ernesto Valverde war es zuletzt ja immer der Borussia ergangen. "Ohne Spielglück geht es nicht“, sagte Klopp lapidar. "Zuletzt hat uns das gefehlt. Jetzt waren wir mal dran Wir hatten es verdient.“

Mit neuem System zum Erfolg

Aber das Glück kann man ja auch zwingen. Dazu hatte der Trainer sein Dortmunder Elf stabiler ausgerichtet als zuletzt. Die Mannschaft sollte nicht erneut vor lauter Spielfreude naiv ins Verderben rennen. "Wir haben unser System umgestellt. Wir wollten defensiver ans Spiel herangehen. Das hat relativ gut funktioniert“, sagte Klopp. So spielte die Borussia bei gegnerischem Ballbesitz eine Art 4-4-1-1 mit dichtem Mittelfeld anstelle des klassischen 4-2-3-1. Ohne Risiko war das alles nicht. Zwar ließ sich Kevin Großkreutz immer wieder wirkungsvoll von der Außenposition in die Schaltzentrale fallen, um Moritz Leitner und Kapitän Sebastian Kehl zu unterstützen. Aber Ivan Perisic, der andere Flügelflitzer, hielt sich nicht streng an seine Abwehraufgaben und kassierte prompt einen Rüffel vom Trainer. Vor allem aber feierte der erst 18-Jährige Leitner sein Startelfdebüt in der Königsklasse. Doch weil Leitner ähnlich viel Meter machte wie der verletzte Marathonmann Bender und dabei auch Übersicht bewies, ging das Experiment gut. "Dafür, dass wir es nur 30 Minuten im Training getestet haben, haben wir es gut gemacht“, lobte Klopp.

Nicht nur zum Shoppen nach London

Da das Experiment erfolgreich ausging, muss sich der BVB nicht länger um ein Ersatzprogramm für die kommende Partie bei Arsenal bemühen. "Sonst wären wir nur zum Shoppen nach London gefahren“, ätzte Klopp. Durch den lang ersehnten Sieg liegt der Deutsche Meister nun nicht nur gegenüber Olympiakos im Rennen um Rang drei vorne, der den Trostpreis Europa League sichern würde. Auch Rang zwei und damit das Überwintern in der Champions League ist möglich. Arsenal und Olympique Marseille sind vier beziehungsweise drei Punkte voraus, Dortmund hat sein Schicksal wieder in der eigenen Hand. Klopp ist jedenfalls schon wieder vorsichtig angriffslustig: "Es ist jetzt nicht die Zeit, Parolen rauszuhauen, wie wir Arsenal aus ihrem Stadion schießen. Aber ich glaube nicht, dass Arsene Wenger gerade zuhause sitzt und sich freut, dass der BVB als nächstes nach London kommt.“

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