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Dortmund Arsenal: BVB nach Niederlage in London vor dem Aus

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Harmlose Dortmunder liefern die Punkte ab

24.11.2011, 13:38 Uhr | t-online.de

Dortmund Arsenal: BVB nach Niederlage in London vor dem Aus. Dortmunds Kevin Großkreutz (li.) im Duell mit Mikel Arteta  (Quelle: dapd)

Dortmunds Kevin Großkreutz (li.) im Duell mit Mikel Arteta (Quelle: dapd)

Aus London berichtet Patrick Brandenburg

Borussia Dortmund und die Champions League - das passt in dieser Saison einfach nicht zusammen. Im vorletzten Spiel der Gruppe F kassierte der Deutsche Meister beim 1:2 (0:1) bei Arsenal London bereits die dritte Niederlage. Robin van Persie traf mit einem Doppelpack für die Gunners (49., 86.), Shinji Kagawa erzielte den Ehrentreffer für den BVB. Zusätzlich zur Niederlage hat der BVB auch noch zwei Verletzte zu beklagen: Die Mittelfeld-Asse Mario Götze und Sven Bender.

Der Mittelfeldrenner Bender musste nach einem bösen Zusammenprall mit Thomas Vermalen mit einem Kieferbruch vom Platz. Der Arsenal-Verteidiger hatte den Dortmunder unglücklich mit dem Knie am Kopf getroffen. Er erlitt Brüche an beiden Aufhängungen des Kiefers, muss noch in der Nacht in London operiert werden und ist nicht transportfähig, wie ein sichtlich erschütterter Klopp sagte. "Das rückt für mich alles in den Hintergrund", sagte der Trainer.

Weil Olympiakos Piräus bei Olympique Marseille gewann, hat der BVB aber sogar noch theoretische Chancen auf Rang zwei. Allerdings hilft nur noch ein Fußball-Wunder. Denn das Team von Trainer Jürgen Klopp müsste im Vorrundenfinale mindestens mit 4:0 gegen Marseille gewinnen und gleichzeitig noch auf einen Sieg der Londoner hoffen, für die es als qualifizierte Gruppensieger in Piräus um nichts mehr geht. Viel wahrscheinlicher ist daher nun, dass der BVB die Königsklasse als Letzter abschließt.

"Es war nicht so schlecht"

"Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Es war nicht so schlecht. Wir haben einen guten Job gemacht, aber das reicht nicht aus in der Champions League", kommentierte BVB-Kapitän Roman Weidenfeller. "Wir haben wirklich gute Phasen gehabt, aber wir hatten auch Phasen, in denen wir Arsenal haben spielen lassen. Wir sind auf einem sehr guten Weg, aber für diese Aufgaben hat es nicht gereicht", sagte Jürgen Klopp.

Klopp schickte exakt die gleiche Elf auf den Rasen des Emirates-Stadions, die vier Tage zuvor beim Sieg über Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern begonnen hatte. Doch schon nach einer halben Stunde war die BVB-Aufstellung über den Haufen geworfen. Denn sowohl Götze als auch Sven Bender mussten verletzt raus. Shooting Star Götze trug aus einem Zweikampf mit Alex Song einen Pferdekuss am Oberschenkel davon.

Dem Dortmunder Spiel taten diese erzwungenen Umstellungen erwartungsgemäß überhaupt nicht gut. Der BVB brauchte einige Zeit, um den Schock zu verdauen, nachdem die Partie aus schwarz-gelber Sicht eigentlich ganz gut angefangen hatte. Götze und Shinji Kagawa hatte nach nur einer Minute Sturmspitze Robert Lewandowski gut eingesetzt, doch der Pole kam im Duell mit seinem Landsmann Wojciech Szczesny im Tor der Gunners den berühmten Schritt zu spät. Auch die zweite gute BVB-Chance ging auf Lewandowskis Konto: Sein strammer Schuss aus 25 Metern verfehlte das Ziel nur denkbar knapp.

Weidenfeller zwei Mal stark gegen Walcott

Dazwischen fiel allerdings die größte Möglichkeit der ersten Hälfte, und die hatten die Gastgeber. Als Mats Hummels vergeblich auf Abseits spekulierte, stand der englische Nationalspieler Theo Walcott plötzlich frei vor Roman Weidenfeller, aber der Dortmunder Keeper rettete mit einer klasse Reaktion (27.). Auch eine Minute vor der Pause war Weidenfeller bei Walcotts scharfer Hereingabe auf dem Posten.

Ansonsten war von Arsenal im ersten Durchgang nicht viel zu sehen. Der Spitzenreiter dachte gar nicht erst daran, unnötig offensiv vorzugehen. Auch ein Punkt hätte das Team von Trainer Arsene Wenger dem zwölften Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse in Folge näher gebracht. Auch Robin van Persie, mit 13 Treffern aktuell der gefährlichste Stürmer der Premier League, blieb erst einmal blass, weil die Dortmunder ihre Courage wiederfanden.

Chance vergeben, Tor gefangen

Das bestätigten die Borussen direkt zum Auftakt der zweiten Halbzeit. Erst musste Per Mertesacker in allerhöchster Not gegen Leitner klären (47.). Nur eine Minute später rannte Kagawa alleine aufs Tor von Szczesny, doch der Japaner brachte nur einen Roller zustande. Doppelt ärgerlich für den BVB: Im Gegenzug fiel das 1:0. Alex Song narrte gleich drei Dortmunder an der Außenlinie, und nach seiner perfekten Flanke war der holländische Ausnahmestürmer van Persie dann doch zur Stelle und erzielte wie schon im Hinspiel die Führung für sein Team (49.). 

Damit war der Elan der Dortmunder gebrochen. Zwar versuchte das Team alles, Klopp reagierte zudem und brachte in Lucas Barrios für Sebastian Kehl einen weiteren Stürmer. Aber Arsenal hatte die Partie nun locker im Griff und hätte bei Kontern noch eher zum zweiten Treffer kommen müssen. Etwa, als van Persie die Abseitsfalle überlistete, aber Gervinho frei vorm Tor den Ball vertändelte (60.). Zu allem Überfluss kassierte Marcel Schmelzer noch eine Gelbe Karte und wird nun beim letzten Gruppenspiel gegen Marseille fehlen. Kurz vor Schluss fiel das 2:0 aus Londoner Sicht dann doch noch, und wieder war es van Persie (86.). Dortmunds Anschlusstreffer durch Kagawa in der Nachspielzeit kam zu spät für eine Wende.

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