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Champions League: Dortmund verpasst das Wunder

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Dortmund verabschiedet sich sang- und klanglos aus Europa

06.12.2011, 22:43 Uhr | t-online.de

Champions League: Dortmund verpasst das Wunder. Dortmunds Chris Löwe (li.) verteidigt gegen Morgan Amalfitano.  (Quelle: Reuters)

Dortmunds Chris Löwe (li.) verteidigt gegen Morgan Amalfitano. (Quelle: Reuters)

Aus Dortmund berichtet Patrick Brandenburg

Das Wunder von Westfalen ist ausgeblieben - Borussia Dortmund hat sich sang- und klanglos aus der Champions League verabschiedet. Im letzten Spiel der Spiel der Gruppe F verlor das Schlusslicht mit 2:3 (2:1) vor eigenem Publikum gegen Olympique Marseille. Kuba (23.) und Mats Hummels (32.) erzielten die Tore für das Team von Trainer Jürgen Klopp, das zudem noch den Ausfall von Kapitän Sebastian Kehl beklagen musste, der mit Verdacht auf Jochbeinbruch ins Krankenhaus musste. Für Marseille, das sich durch den Last-Minute-Sieg sogar noch als Gruppenzweiter fürs Achtelfinale der Königsklasse qualifizierte, trafen Loic Remy (45.) unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff sowie Andre Ayew (85.) und Mathieu Valbuena (89.) mit einem Doppelschlag kurz vor dem Ende der Partie.

Im Vergleich zum jüngsten Bundesliga-Gipfel in Gladbach nahm BVB-Trainer Klopp einige Wechsel vor. Chris Löwe ersetzte den Gelb-gesperrten Marcel Schmelzer links in der Abwehrkette, Kuba durfte sich auf der rechten offensiven Seite beweisen. Dafür rückte Shooting-Star Mario Götze als zweite Flügelzange nach Links. Um gleich von Beginn an maximale Power zu erzeugen, fand zudem Lucas Barrios zurück in die Startelf. Robert Lewandowski, aktuell mit zehn Treffern bester Dortmunder Liga-Torschütze, übernahm den Part des Ballverteilers hinter dem früheren Welttorjäger.

Kehl muss nach Tritt ins Gesicht in Krankenhaus

Die "Operation Fußball-Wunder" begann für den BVB wenig verheißungsvoll. Zwar prüfte Lewandowski schon nach zwei Spielminuten zum ersten Mal den guten OM-Schlussmann Steve Mandanda. Doch in den folgenden zwanzig Minuten biss sich die Dortmunder Offensive die Zähne am dicht gestaffelten Abwehrblock der Gäste aus. Als dann der 1:0-Zwischenstand aus Piräus durchgegeben wurde und damit die Hoffnung auf Londoner Schützenhilfe zerplatzte, wurde es totenstill im früheren Westfalenstadion.

Das änderte sich aber in der 23. Minute gewaltig, als Kuba seinen Startelfauftritt rechtfertigte und zum 1:0 für die Borussia einschoss. Vergeblich reklamierten die Franzosen beim oft unsicher wirkenden Schiedsrichter Howard Webb, sie hatten vor dem Treffer ein Foulspiel des Polen gesehen. Nur neun Minuten später reiften unter den BVB-Fans die ersten Träume vom Achtelfinale, als Mats Hummels per Elfmeter seinen ersten Saisontreffer und damit das 2:0 erzielte. Stephane Mbia hatte Kehl rüde gefoult und mit einem misslungenen Fallrückzieher im Gesicht getroffen, sodass der Kapitän raus musste und durch Toni da Silva ersetzt wurde.

Dortmund kassiert Ausgleich in Nachspielzeit 

Weitere Treffer für die anrennenden Schwarz-Gelben wollten vor der Pause aber nicht fallen, obwohl Barrios und Götze gute Chancen hatten. Der Südamerikaner traf nur das Außennetz (28.), und bei Götzes Schuss aus fünf Metern konnte die Abwehr des neunmaligen französischen Meisters in allerhöchster Not noch klären ( 40.). Einen weiteren Elfmeter beim Foul an Kuba (44.) traute sich der englische Referee Webb wohl nicht zu geben in diesem für beide Seiten so wichtigen Spiel. Ein Tor fiel dann allerdings auf der Gegenseite, weil die Borussia weiter alles nach vorne warf und hinten nicht aufpasste. Loic Remy, der schon im Hinspiel getroffen hatte, brachte OM in der vierten Minute der Nachspielzeit auf 1:2 ran.

BVB glaubt nicht mehr an sich

Der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten: Ohne Götze, der über Probleme im Oberschenkel klagte, ging es in die zweite Halbzeit. Für den Offensivwirbler kam Ivan Perisic. Aber der ganz große Drive war raus bei der Borussia, die nach dem Gegentor nicht mehr so recht an den Erfolg glaubte. Denn nun hätte schon ein 5:1 her gemusst, um zumindest Rang drei und damit den Trostpreis Europa League zu erobern. Zwar versuchte der Deutsche Meister alles und kam durch Gündogan sogar noch zu einer großen Möglichkeit (60.). Aber die Gäste hatten die Partie nun gut im Griff, konterten immer wieder gefährlich und waren dem Ausgleich näher als Dortmund dem dritten Treffer.

Auch Shinji Kagawa, der noch für den glücklosen Barrios ins Team kam, konnte dem Spiel keine neuen Impulse mehr geben. Im Schlussspurt gelang den Franzosen dann noch das Unglaubliche, sie drehten die Partie sogar noch in einen 3:2-Sieg. Erst erzielte Andre Ayew fünf Minuten vor dem Ende den Ausgleich, und wenig später bescherte Mathieu Valbuena dem Team von Didier Deschamps sogar noch den Siegtreffer und damit die Qualifikation fürs Achtelfinale der Königsklasse.

Dem Meister gehen die Mittelfeldspieler aus

Der BVB hat nun fünf Tage Zeit, um den schweren Rückschlag auf internationalem Parkett zu verdauen. Dann geht es in der Bundesliga weiter mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Hoffentlich dann wieder mit Götze, denn nach Kehls Ausfall werden beim Deutschen Meister so langsam die Mittelfeldspieler knapp.

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