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Bayer Leverkusen vom FC Barcelona in der Champions League gedemütigt

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Messi, Messi, immer wieder Messi

08.03.2012, 07:28 Uhr | dapd

Bayer Leverkusen vom FC Barcelona in der Champions League gedemütigt. Fünffacher Torschütze gegen Leverkusen: Lionel Messi. (Quelle: dapd)

Fünffacher Torschütze gegen Leverkusen: Lionel Messi. (Quelle: dapd)

Fünffach-Torschütze Lionel Messi und der FC Barcelona haben Bayer Leverkusen mit einer 7:1-Demütigung aus der Champions League geschossen. Beim brillanten Kantersieg im Achtelfinal-Rückspiel gegen die völlig überforderte Werkself war Weltfußballer Messi mit seinen zauberhaften Treffern in der 25., 43., 49., 58. und 84. Minute einmal mehr der Mann des Abends.

Fünf Tore in einer Champions-League-Partie waren zuvor noch keinem Spieler gelungen. Cristian Tello (55./62.) machte die Demontage für Bayer perfekt. Es war die höchste Europapokal-Pleite der mutlosen Rheinländer. Da tröstete auch das späte Tor von Karim Bellarabi (90.) nicht mehr. Schon das Hinspiel hatte der Titelverteidiger 3:1 gewonnen, von einer Sensation im Camp Nou war Leverkusen Lichtjahre entfernt. Messi baute mit seiner großen Show vor 80.000 Zuschauern die Führung in der Torjäger-Wertung dieser Champions-League-Saison aus, zwölfmal traf er in nur sieben Spielen.

"So eine Niederlage tut gegen jeden Gegner richtig weh"

"In der zweiten Halbzeit haben wir uns richtig abschießen lassen", befand Bayer-Sportdirektor Rudi Völler und monierte das mangelnde Engagement nach der Pause. "Auch wenn es gegen Barcelona ist, so eine Niederlage tut gegen jeden Gegner der Welt richtig weh", gestand Bayer-Trainer Robin Dutt.

Leverkusens Hoffnung währt nur kurz

Vergeblich hatte es der Bayer-Coach mit der gleichen Taktik wie beim Sieg über den FC Bayern probiert. "Wenn es bei Barcelona mal nicht ganz so gut läuft, hat man eine Chance", sagte Dutt noch kurz vor dem Anpfiff mit einer kleinen Spur Hoffnung.

Doch diesen Gefallen tat ihm Barca nicht und beherrschte wie gewohnt sofort das Geschehen. Messi hätte schon nach zehn Minuten die Führung erzielen können, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Bayer-Schlussmann Bernd Leno. Wenig später reagierte Leno erneut glänzend, als Iniesta es mit einem eleganten Freistoß vom linken Strafraumeck probierte. Dann aber war auch der Leverkusener Keeper machtlos: Xavi schickte Messi auf die Reise, Michal Kadlec hob das Abseits auf und der Offensivzauberer überwand Leno mit einem frechen Lupfer zum 1:0.

Leno verhindert noch höheren Rückstand zur Pause

Messi und Co. wirbelten fast nach Belieben, während die Gäste bei ihren Offensivbemühungen Ruhe, Ideen und Präzision vermissen ließen. Die 4000 mitgereisten Fans waren früh ernüchtert.

Von gewachsenem Selbstbewusstsein nach zuletzt drei Siegen in der Bundesliga war kaum etwas zu sehen. Bezeichnend das 2:0: Wie Statisten begleiteten die Bayer-Defensivspieler Messi, ehe dieser per Flachschuss aus 14 Metern ins linke Toreck vollendete - sein 50. Tor im 49. Pflichtspiel in dieser Saison. Leno bewahrte Bayer kurz vor der Pause gegen Cesc Fabregas und Pedro vor einem noch höheren Rückstand. "Barcelona bestraft sofort jede Kleinigkeit, jeden Fehler", befand Bayer-Sportdirektor Rudi Völler und monierte bei seinem Team die zu große Angst vor Ballverlusten.


Bellarabi mit Ergebnis-Kosmetik

Messi und die Katalanen waren noch lange nicht fertig. Vier Minuten nach der Pause schnappte sich der Argentinier einen Pass von Fabregas und überlupfte Leno aus 13 Metern schon wieder. Längst war der talentierte Bayer-Torwart zu bedauern, aber die Gastgeber kannten keine Gnade. Der gerade eingewechselte Tello traf mit seinem zweiten Ballkontakt, dann bestrafte Messi einen weiteren Abwehrfehler mit einem Tor aus ganz spitzem Winkel.

Die Leverkusener hatten sich längst aufgegeben. Dani Alves konnte ungestört flanken, diesmal war wieder Tello zur Stelle. Danach drosselte Barcelona das Tempo ein wenig, ohne die Spiel-Kontrolle zu verlieren. Fast traumwandlerisch sicher ließ der spanische Meister den Ball weiter zirkulieren und die Gäste hinterherlaufen. Mit einem feinen Schlenzer von der Strafraumgrenze machte Messi dann seinen Fünferpack komplett. Bellarabis Schlusspunkt war dann nur noch Ergebnis-Kosmetik.

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