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Champions League: Bayer Leverkusen blamiert gegen Barcelona den deutschen Fußball

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Champions League - Achtelfinale  

Leverkusen wird vom FC Barcelona überrollt

08.03.2012, 07:42 Uhr | t-online.de

Champions League: Bayer Leverkusen blamiert gegen Barcelona den deutschen Fußball. Simon Rolfes (li.) und Stefan Reinartz sind nach der Pleite konsterniert. (Quelle: dpa)

Simon Rolfes (li.) und Stefan Reinartz sind nach der Pleite konsterniert. (Quelle: dpa)

Das völlig überforderte Bayer Leverkusen hat sich mit einer peinlichen Klatsche aus der Champions League verabschiedet. Die Werkself, die am Wochenende in der Bundesliga noch einen Sieg über Bayern München feiern konnte, kassierte beim FC Barcelona eine 1:7 (0:2) - Pleite und erlitt somit die höchste Europacup-Niederlage der Vereinsgeschichte.

So hoch hatte Bayer seit der Europacup-Premiere 1986/87 noch nicht verloren, die höchste Niederlage hatte es zuvor 2002 - ebenfalls in der europäischen Königsklasse - mit dem 2:6 bei Olympiakos Piräus gegeben.

"Messi nagelt Leno ans Kreuz" Pressestimmen zu Barcelonas Triumph

"In dieser Deutlichkeit tut eine Niederlage gegen jeden Gegner weh", sagte Trainer Robin Dutt nach dem Debakel. Der Bayer-Coach gab anschließend zu, dass seine Taktik nicht aufgegangen ist: "Wir haben versucht, weiter mitzuspielen und sind dafür mit einem Konter nach dem anderen bestraft worden." Stürmer Stefan Kießling befand nach dem Match, dass er und seine Kollegen immer nur zweiter Sieger gewesen seien: "Es war schwer, überhaupt an den Ball zu kommen."

Völler: "Sieben Stück sind zu viel"

Insbesondere Lionel Messi, der mit fünf Treffern in einem Spiel für einen neuen Rekord in der Königsklasse sorgte, war von Leverkusen nie zu stoppen. "Wir haben uns richtig abschießen lassen. Wir hätten Messi auch mal auf die Füße treten müssen", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, der die Einzigartigkeit des Argentiniers allerdings auch anerkannte: "Messi ist längst in der Region von Pelé und Maradona." Der ehemalige Nationalspieler fand für die derbe Pleite sogar noch verharmlosende Worte: "In der zweiten Halbzeit haben wir uns ein bisschen abschießen lassen. Man kann ja hier verlieren, aber sieben Stück sind ein Tick zu viel."

Historische Niederlage

Dennoch: So hätte sich die Leverkusener Elf keinesfalls abschießen lassen dürfen. Immerhin trat beim Titelverteidiger der Tabellen-Fünfte der Bundesliga an, die laut UEFA-Ranking derzeit die drittbeste Liga in Europa ist. Das 1:7 ist eine der höchsten Niederlagen in der Champions-League-Historie überhaupt und die höchste Niederlage in einem K.-o.-Runden-Spiel (ab Achtelfinale) der Königsklasse. Gemeinsam mit Sporting Lissabon (gegen Bayern München) und AS Rom (gegen Manchester United), die mit dem gleichen Ergebnis unterlagen. Die bislang übelste Schlappe in diesem Wettbewerb musste Besiktas Istanbul 2007 beim 0:8 gegen den FC Liverpool hinnehmen.

"Barca spielt in einer eigenen Liga"

Bei der Ursachenforschung nach der Klatsche zeigten sich die Profis des Bundesligisten überwiegend ratlos. "Wir haben versucht, mutiger zu spielen als im Hinspiel. Das wurde brutal bestraft", sagte Kapitän Simon Rolfes. "Es ist bitter, dass das Ergebnis so hoch ausgefallen ist. Barca spielt in einer eigenen Liga." Angreifer Kießling war vor allem von der Effizienz des Gegners beeindruckt. "Wir haben uns nicht ergeben, aber Barca hat seine Chancen eiskalt genutzt", sagte er und wagte einen Ausblick: "Klar, wir haben uns das anders vorgestellt. Jetzt müssen wir den Mund abputzen, aber die Niederlage tut natürlich weh."

Messis Tore acht bis zwölf

Zuvor war Barcelona nicht zu stoppen, Leverkusen war den Katalanen in keiner Phase des Spiels ein ebenbürtiger Gegner. Das Starensemble von Startrainer Pep Guardiola war gegen die Werkself nie gefordert. Mit traumwandlerischer Sicherheit wanderte der Ball durch die Reihen des spanischen Meisters, dazu hatten sie wieder einen Messi in bestechender Form in ihren Reihen. Der Argentinier erzielte seine Champions-League-Tore Nummer acht bis zwölf (25., 42., 50., 58. und 85.). Außerdem traf Tello zweimal für Barca (55. und 62.). Den Ehrentreffer markierte Karim Bellarabi in der 90. Minute.

Kießling richtet Blick nach vorne

Nun wird sich in der Bundesliga zeigen, ob die Leverkusener Profis die historische Niederlage einfach so wegstecken können. Für die zuletzt drei Mal in Serie siegreiche Bayer-Elf geht es zum Auswärtsspiel nach Wolfsburg. Stürmer Kießling richtete den Blick dann auch trotz der peinlichen Niederlage bereits nach vorne: "Wir haben ein hartes Programm in der Bundesliga, das ist ohnehin viel wichtiger."

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