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Champions League: FC Bayern München überrennt den FC Basel

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"Das ist Champions League, das ist der FC Bayern"

14.03.2012, 07:09 Uhr | t-online.de

Champions League: FC Bayern München überrennt den FC Basel . Mario Gomez vom FC Bayern zeigt, wer ihm seine Treffer wunderbar aufgelegt hat.  (Quelle: imago)

Mario Gomez vom FC Bayern zeigt, wer ihm seine Treffer wunderbar aufgelegt hat. (Quelle: imago)

Aus München berichtet Thomas Tamberg

Was ist da gerade passiert in der Allianz Arena an diesem 13. März 2012? Wie soll man das einordnen? Wenn sich selbst die edelsten Edelfans nach 50 Minuten von den Plätzen erheben und Verdis Triumphmarsch aus Aida anstimmen, nach 70 Minuten "Oh wie ist das schön" singen und nach dem Schlusspfiff immer noch im Stadion ausharren, um die Spieler des FC Bayern mit Standing Ovations zu verabschieden, dann ist das in München wahrlich kein Abend wie jeder andere.

Europa League - Video 
Bayern ballern Basel aus dem Stadion

München schickt die Schweizer mit sieben Toren heim. Video

Mit 7:0 (3:0) hat der Rekordmeister gerade den FC Basel aus dem Stadion gefegt und sich nach der 0:1-Hinspielniederlage fulminant für das Viertelfinale in der Champions League qualifiziert. Ein wahrlich historischer Moment. Es war der höchste CL-Sieg in der Klubgeschichte.

Sieben auf einen Streich

Unter sieben Toren scheint es der FC Bayern momentan nicht mehr zu machen. Im bis dato wichtigsten Spiel der Saison knüpfte das Team von Jupp Heynckes da an, wo es vier Tage zuvor beim 7:1-Erfolg gegen Hoffenheim in der Bundesliga aufgehört hatte.  "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass für Basel hier nichts zu holen ist. Man hat schon am Wochenende gesehen, dass wir eine Mannschaft auseinandernehmen können", sagte Philipp Lahm nach der Partie. 

Zum elften Mal steht der FC Bayern nach diesem Gala-Auftritt im Viertelfinale der Königsklasse und darf weiter vom Finale im eigenen Wohnzimmer träumen. Und insbesondere die Art und Weise wie die nächste Runde erreicht wurde, befeuert die große Sehnsucht der Fans, Spieler und Verantwortlichen gleichermaßen. Coach Heynckes attestierte seiner Mannschaft gar ein "perfektes Spiel".

Das Trio mit sechs Toren

Insbesondere die drei Offensivkräfte Arjen Robben, Franck Ribéry und Mario Gomez überragten vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena. Der Niederländer traf doppelt (10./81.) und bereitete das Tor von Thomas Müller (42.) vor. Gomez erzielte als erster Deutscher in der Champions League vier Tore (44, 50., 61., 67.). Drei davon legte ihm Ribéry dermaßen mustergültig auf, dass der 1,89 Meter Hüne nur noch knipsen musste. Mit zehn Toren rangiert Gomez jetzt in der Torschützenliste knapp hinter Lionel Messi (zwölf Tore), stand aber 261 Minuten weniger auf dem Platz als der Goalgetter des FC Barcelona.       

Nach der Partie nahm der Mittelstürmer einen der Spielbälle als Andenken mit nach Hause. Es war nicht zu übersehen, dass da ein Mann gänzlich mit sich im Reinen war, als Gomez den Ball immer wieder vergnügt auf den Boden prellend durch die Katakomben der Arena ging. "Dieser Ball zeigt, dass wir eine Runde weiter sind, mehr nicht", blieb der gefeierte Torjäger jedoch bescheiden. "Dass wir wieder sieben Tore gemacht haben ist natürlich überragend. Aber das werden wir nicht alle drei Tage schaffen."

Robben ist noch nicht bei 100 Prozent

Das mag wohl sein. Aber zuzutrauen ist es den Bayern plötzlich allemal. Zumal auch Bastian Schweinsteiger mit einem weiteren Kurzeinsatz wieder ein Stückchen näher an die Mannschaft herangekommen ist. Und Robben nach eigener Aussage noch deutlich zulegen kann. "Es wird langsam besser. Die alte Spritzigkeit habe ich immer noch nicht. Es klingt vielleicht komisch, aber ich bin noch nicht der Alte."

Wie das wohl in den Ohren der Gäste aus Basel klingen mag? Sie kamen mit breiter Brust nach München. Seit 17 Spielen hatten sie nicht mehr verloren. Und dann das. "Wir sind nach allen Regeln der Kunst verprügelt worden. Sie waren sowas von besser", sagte Marco Streller. Und der zukünftige Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri musste kleinlaut zugeben: "Wir haben in allen Belangen unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. Es war eine Lektion."

In einen Rausch gespielt

Auch Basel-Trainer Heiko Vogel, sieben Jahre beim FC Bayern in der Jugendabteilung tätig, wollte angesichts der Klatsche nicht um den heißen Brei herumreden. "Die Bayern haben sich in einen Rausch gespielt. Wir hatten dem nichts entgegenzusetzen." Einer, der erst sich in den Rausch und dann die Zuschauer in Ekstase versetzte, war Ribéry. Der Franzose hatte eine ganz simple Erklärung für den Kantersieg: "Das ist Champions League, das ist der FC Bayern."

Bereits am 27./28. März stehen die Viertelfinal-Hinspiele auf dem Programm. APOEL Nikosia, FC Barcelona, Benfica Lissabon, AC Mailand sowie Olympique Marseille heißen die bisher qualifizierten möglichen Bayern-Gegner. Zwei Teams kommen noch hinzu. Real Madrid muss nach dem 1:1 im Hinspiel gegen ZSKA Moskau gewinnen, und der SSC Neapel verteidigt beim FC Chelsea einen 3:1-Vorsprung. Auf wen der FC Bayern letztlich treffen wird, ist Ribéry egal. "Wir haben keine Angst", so der Franzose. Das lässt sich leicht auch sagen nach so einer Leistung.

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