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Champions League: Bayern München verliert im Elfmeterschießen

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Bayern Münchens großer Traum platzt im Elfmeterschießen

19.05.2012, 23:35 Uhr | t-online.de

Champions League: Bayern München verliert im Elfmeterschießen. Chelseas Drogba (li.) im Duell mit Bayerns Kapitän Lahm. (Quelle: Reuters)

Chelseas Drogba (li.) im Duell mit Bayerns Kapitän Lahm. (Quelle: Reuters)

Aus München berichtet Thomas Tamberg

Der FC Bayern München hat ein dramatisches "Finale dahoam" in der Champions League gegen den FC Chelsea mit 3:4 (0:0, 1:1) im Elfmeterschießen verloren. Trotz vollkommener Überlegenheit reichte der Treffer von Thomas Müller (83.) nicht. Didier Drogba (88.) rettete die Blues in der regulären Spielzeit, so dass am Ende das Elfmeterschießen entscheiden musste. Dort versagten den Bayern die Nerven und München verpasste den Titel in der Königsklasse im eigenen Stadion. (Einzelkritik: Gute Noten für die Bayern-Stars)

Dabei wollten die Bayern im Finale zuhause in der ausverkauften Allianz Arena Geschichte schreiben. Mehrere dramatische Ereignisse sorgten aber letztlich für große Enttäuschung bei Spielern, Fans und Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters. Viele vergebene Chancen aus dem Spiel, ein verschossener Elfmeter durch Arjen Robben in der Verlängerung und zwei vergebene Strafstöße im abschließenden Elfmeterschießen ließen die Titelträume der Bayern zerplatzen.

Robben an den Pfosten, Gomez in die Wolken

Während des Spiels hatte noch nichts auf dieses Ende hingedeutet. Die Bayern legten von der ersten Minute an los wie die Feuerwehr. Bastian Schweinsteiger (3.), Toni Kroos (5.) und Arjen Robben (8.) scheiterten früh mit ersten Schussversuchen. Während von Chelsea überhaupt nichts kam, näherten sich die Final-Gastgeber in Person von Mario Gomez (13.), Robben (17.) und erneut Gomez (18.) immer mehr dem Tor an. Die erste Riesenchance hatte dann Robben in der 21. Minute. Franck Ribéry sperrte den Weg für seinen Offensivpartner frei, doch Chelseas Torhüter Petr Cech lenkte den Schuss des Holländers aus 13 Metern mit einem starken Reflex an das Lattenkreuz.

Die erste Halbzeit war ein wahres Offensivfeuerwerk der Münchner. 16:2 Torschüsse und 8:0 Ecken nach 45 Minuten sprachen eine deutliche Sprache. Von Chelsea kam außer eines Freistoßes von Juan Mata (34.) und eines Schusses von Salomon Kalou (38.) nichts. Die Bayern hingegen überbaten sich im Vergeben von Großchancen. Thomas Müller verfehlte nach einer Klasse-Flanke von Diego Contento aus elf Metern das Ziel. Und alleine Gomez hatte vor der Pause mehrere Großchancen. Doch als er in der 42. Minute freistehend aus zwölf Metern in Rücklage geriet und den Ball in die Wolken jagte, fürchteten erste Bayern-Fans auf den Rängen, dass sich das Auslassen dieser Möglichkeiten noch rächen könnte.

Bayerns Angst vor dem entscheidenden Konter

Auch in der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Chelsea verweigerte jedes Mitwirken an der Partie und stellte sich ausschließlich hinten rein. Die Bayern hingegen rannten an, blieben aber vor dem Tor ohne Fortune. Und als in der 54. Minute Ribery den Ball endlich im Tor untergebracht hatte, hob der Assistent die Fahne: Abseits. Die Angst der Bayern-Fans, dass Chelsea den einen ins Mark treffenden Konter setzen und das Spiel damit auf den Kopf stellen könnte, nahm von Minute zu Minute zu.

So blieb den Münchnern nach 72 Minuten fast das Herz stehen, als Chelsea zur ersten wirklichen Chance kam. Neuer verschätzte sich bei einer Flanke und hatte Glück, dass Didier Drogba den Ball im Anschluss nicht richtig traf. Die Bayern hatten aber nicht vor, sich das Spiel aus der Hand nehmen zu lassen. Und tatsächlich gelang Müller das 1:0. Nach einer zentimetergenauen Flanke von Kroos köpfte der 22-Jährige den Ball als Aufsetzer unter die Latte. Aber als ganz München schon den großen Sieg feierten, schlug Chelsea zurück. Mit ihrer allerersten Ecke an diesem Abend glichen die Blues aus. Drogba traf per Kopf nicht nur zum Ausgleich, sondern die Bayern ins Herz.

Robben versagen die Nerven – Chelsea nicht

So stand es nach der regulären Spielzeit 1:1. Doch es wurde noch dramatischer. Kaum hatte die Verlängerung begonnen, foulte Drogba Ribéry im Strafraum. Doch Robben versagten die Nerven vom Punkt, Cech hielt den Elfmeter. Und zu allem Überfluss musste Ribéry verletzt raus, Ivica Olic kam für ihn ins Spiel – und das druckvolle Offensivspiel der Bayern war dahin. So lief die Verlängerung wie das ganze Spiel zuvor: Ballbesitz Bayern, Chelsea in der Defensive, Torschüsse einzig auf Seiten der Münchner. Am Ende konnte aber keine der beiden Mannschaften das entscheidende Tor erzielen. Das Elfmeterschießen musste über den Sieg in der Champions-League-Sieg entscheiden.

Manuel Neuer hielt zwar den Elfmeter von Juan Mata und verwandelte sogar selbst sicher den dritten von fünf Bayern-Strafstößen. Doch Ivica Olic und Bastian Schweinsteiger verschossen. Und Didier Drogba als letzter Chelsea-Schütze ließ sich die Chance nicht entgehen und sorgte für blauen Jubel und rote Trauer.

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