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Champions League: London feiert die Finalhelden des FC Chelsea

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Riesenparty in Europas neuer Fußball-Hauptstadt

21.05.2012, 07:18 Uhr | dpa

Champions League: London feiert die Finalhelden des FC Chelsea. Chelseas Matchwinner Didier Drogba. (Quelle: Reuters)

Chelseas Matchwinner Didier Drogba. (Quelle: Reuters)

Wie eine riesige Kühlerfigur platzierten Didier Drogba und seine Mannen den Champions-League-Pokal auf der Brüstung ihres blauen Doppeldeckerbusses. Bei einer gut halbstündigen Parade durch die Straßen des noblen Londoner Westens ließen zehntausende Chelsea-Fans ihre Helden von München hochleben.

Ausgerechnet der tiefgläubige Matchwinner von der Elfenbeinküste erwies sich am Mikrofon als Feierbiest genauso sicher wie vom Elfmeterpunkt. "We are the Champions", stimmte Drogba stimmgewaltig an.

Erster Londoner Klub auf Europas Thron

Erfolgscoach Roberto Di Matteo wurde vom Einheizer auf dem Bus extra vorgestellt: "Hier sehen Sie den Trainer, der den englischen Pokal gewonnen hat, hier sehen Sie den Trainer, der die Champions League geholt hat", schallte es durch Chelsea. Das musste auch Klub-Eigner Roman Abramowitsch gehört haben, der anstelle der Notlösung Di Matteo für die nächsten Saison lieber einen großen Namen auf der Bank haben will. Eine Entscheidung ist nach Angaben der Verantwortlichen aber noch nicht gefallen.

Bereits unmittelbar nach Drogbas verwandeltem Elfmeter im Finale war es in Londoner Pubs zu Jubelszenen gekommen. Tausende Anhänger des Großstadtklubs verwandelten den Westen der Stadt in ein Meer aus blau-weiß karierten Fahnen. Obwohl London neben dem FC Chelsea mit dem FC Arsenal und Tottenham Hotspur weitere Top-Klubs hat, konnte noch keiner der Vereine bisher die wichtigste europäische Fußball-Trophäe erringen.

Tottenham und Arsenal feiern nicht mit

Im Nord-Londoner Stadtteil Tottenham herrschte am Sonntag dagegen Trauerstimmung. Die Spurs hätten als Vierplatzierter der Premier League noch eine Chance auf die Champions League Qualifikation gehabt, wenn Chelsea das Finale in München verloren hätte. So werden im nächsten Jahr neben dem Titelverteidiger Meister Manchester City sowie Manchester United in der Königsklasse antreten.

Auch die Freude bei den Anhängern bei Chelseas zweiten Lokalrivalen FC Arsenal dürfte sich in Grenzen halten. Denn das künftige Team des deutschen Nationalstürmers Lukas Podolski muss als Dritter nun erst durch die Mühlen der Qualifikation.

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