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Champions League: Gladbach verpasst das Wunder von Kiew

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Sieg in Kiew reicht nicht für die Champions League

29.08.2012, 22:41 Uhr | dpa

Champions League: Gladbach verpasst das Wunder von Kiew. Havard Nordtveit kommt gegen Dynamo Kiew zu Fall.  (Quelle: dpa)

Havard Nordtveit kommt gegen Dynamo Kiew zu Fall. (Quelle: dpa)

Borussia Mönchengladbach hat das erhoffte Fußball-Wunder in Kiew ganz knapp verpasst. Nach der 1:3-Heimniederlage gewann der Bundesliga-Vierte der vorigen Saison das Playoff-Rückspiel zur Champions League bei Dynamo Kiew zwar mit 2:1 (0:0), muss aber sein internationales Comeback in der Europa League fortsetzen.

Vor 66.862 Zuschauern im Olympiastadion sorgten ein Eigentor von Jewgeni Chatscheridi (70. Minute) und Juan Arangos Kopfballtreffer (78.) für den Achtungserfolg der Gladbacher, die eine konzentrierte Vorstellung boten und ganz dicht dran waren. Ideye Brown verkürzte erst in der 88. Minute für Dynamo.

Starker Start der Gäste

Couragiert und entschlossen ging das Team von Lucien Favre die schwierige Aufgabe in der ukrainischen Hauptstadt an. Und die große Möglichkeit, dem Ganzen bereits früh eine Wende zu geben, bot sich bereits nach 70 Sekunden. Von Arango freigespielt spitzelte Patrick Herrmann den Ball an Keeper Maxim Kowal, allerdings auch knapp am Tor vorbei. Wenig später zielte Mike Hanke über den Kasten (14.). Bei Herrmanns zweiter Chance rettete Kowal mit beiden Fäusten (22.).

Zwar verzeichneten die Borussen in der ersten Halbzeit 60 Prozent Ballbesitz, allerdings machten sie vor rund 2000 mitgereisten Fans zu wenig aus ihren optischen Vorteilen. Obwohl Herrmann, Arango und der Schweizer Neuzugang Granit Xhaka ein enormes Laufpensum absolvierten, kam der entscheidende Pass zu selten an.

Neuzugang de Jong bleibt blass

Der jeweils 13-malige sowjetische und ukrainische Meister spielte aus einer verstärkten Defensive und war im Bewusstsein des Zwei-Tore-Vorsprungs eher auf Ballkontrolle als auf Tore aus. Dennoch durften die Gladbacher den wieselflinken Brown in Dynamos Sturmzentrum nicht aus den Augen lassen. In der 4. Minute spitzelte Martin Stranzl dem einschussbereiten Kiew-Spieler den Ball im letzten Moment vom Fuß.

Auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte war die Borussia einem Treffer näher als die weiter sehr verhalten auftretenden Gastgeber. Als Schlussmann Kowal einen Arango-Schuss nicht festhalten konnte, verpasste der nachsetzende Herrmann das mögliche 0:1 (53.). Der für zwölf Millionen Euro verpflichtete Niederländer Luuk de Jong konnte sich im Gladbacher Angriffsspiel dagegen nur selten in Szene setzen.

Die Sensation liegt in der Luft

So musste ein Dynamo-Spieler den Gladbachern den Weg zum Erfolg ebnen: 20 Minuten vor dem Ende köpfte Chatscheridi eine Arango-Flanke unhaltbar für Kowal in die eigenen Maschen. Als der überragende Arango wenig später einen Eckball von Alexander Ring wuchtig zum 2:0 einköpfte, lag sogar die Sensation in der Luft. Doch mit Glück und Geschick retteten sich die Ukrainer über die Zeit.

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