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Kein Hype um "Papa" in der Heimat

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Kein Hype um "Papa" in der Heimat

18.09.2012, 10:37 Uhr | dpa

Kein Hype um "Papa" in der Heimat. Kyriakos "Papa" Papadopoulos genießt auf Schalke Kultstatus.

Kyriakos "Papa" Papadopoulos genießt auf Schalke Kultstatus. (Quelle: dpa)

Piräus (dpa) - Normalerweise fiebern Fußballprofis Duellen mit ihren ehemaligen Vereinen besonders entgegen. Kyriakos Papadopoulos nicht.

Der 20 Jahre alte Innenverteidiger des FC Schalke 04 wirkte bei seiner Rückkehr zum Vorzeigeclub Olympiakos Piräus, für den er von 2007 bis 2010 spielte, eher angespannt als cool. "Ich wollte nicht so gern gegen einen griechischen Verein spielen", betonte er vor dem Auftaktmatch in der Champions League.

Nicht zuletzt durch seine Länderspiele hat sich Papadopoulos auch in der Heimat einen gewissen Status erkämpft, doch von einem euphorischen Empfang am Athener Flughafen war am Montag nichts zu sehen: Kein Kamerateam, kein Mikrofon, kein Fan. Seltsam unaufgeregt und ruhig verlief "Papas" Trip in die Vergangenheit bis dahin.

"Ich fühle mich hier wohl", versichert er. "Hier habe ich meine Karriere begonnen. Ich habe auch noch regelmäßig Kontakt zu vielen Spielern. Einige treffe ich immer bei der Nationalelf." Viel mehr aber sagte Papadopoulos nicht über seine Anfänge in Piräus. Dabei ist die Story interessant: Als 15-Jähriger kam er vom kleinen Club Svoronos Katerinis zum Rekordmeister (39 Titel), wurde kurz darauf der jüngste Spieler, der je in der griechischen Super League kickte.

Seine Karriere verlief steil bergauf. Mit Olympiakos wurde er zweimal Meister und zweimal Pokalsieger. Auch in der Nationalmannschaft (14 Länderspiele) wurde der kompromisslose Verteidiger schnell zu einem wichtigen Spieler. Dass Griechenland bei der EM das Viertelfinale erreichte, war auch "Papas" Verdienst.

2010 lotste Felix Magath das Abwehrtalent für zwei Millionen Euro nach Schalke, wo er schnell Kultstatus erreichte. Für die Knappen-Fans verkörpert er jene Tugenden, die sie seit jeher von ihren Lieblingen fordern: Kampf, Leidenschaft, Einsatz bis zur Schmerzgrenze - und darüber hinaus. "Papa ist der Wahnsinn. Wenn er zum Kopfball hochsteigt, kann man sich als Mitspieler eigentlich schon direkt in den gegnerischen Strafraum stellen", lobt Lewis Holtby den Griechen, der stets für einen Spaß zu haben ist.

Manager Horst Heldt weiß die Qualitäten des 1,83 Meter großen und 85 Kilogramm schweren Abwehr-Asses ebenfalls zu schätzen. So sehr, dass Schalke vor Wochen auf 20 Millionen Euro verzichtete, als Zenit St. Petersburg intensiv um die Gunst des Profis warb. Sein Bleiben hat Schalke dem Fanliebling, der sich mit seiner Familie im Revier sehr wohlfühlt, mit einer Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr bis 2016 und einer Anhebung des Salärs versüßt.

"Es ist legitim, dass ein junger Spieler und auch wir über ein so lukratives Angebot nachdenken. Es war keine einfache Entscheidung, die "Papa" letztlich mit uns gemeinsam getroffen hat", erläutert Heldt. Der Vertrag sei noch nicht unterschrieben: "Aber es ist alles klar."

Dass man "Papa" kurz vor Ende der Transferfrist nicht mehr ziehen lassen wollte, hatte gute Gründe. Erstens wäre so schnell kein adäquater Ersatz gefunden und der Kader geschwächt worden. Zweitens geht man auf Schalke zurecht davon aus, dass der Marktwert des 20-Jährigen in den kommenden Jahren eher steigen als fallen wird.

"In Europa wird im Moment kein Verteidiger so gehypt wie Papa", meint Heldt. Kein Wunder, denn über die Klasse und das Potenzial des Griechen gerät Heldt stets ins Schwärmen: "Er hat alles, was ein guter Verteidiger braucht. Er ist zweikampf- und kopfballstark, hat einen unbändigen Siegeswillen und einen sauberen Charakter. Warum sollte er weniger wert werden?"

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