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Tag der Premieren: Schalke beweist unter Druck Reife

19.09.2012, 11:29 Uhr | dpa

Tag der Premieren: Schalke beweist unter Druck Reife. Lewis Holtby (M) war nach dem Schalker Sieg in Piräus völlig losgelöst.

Lewis Holtby (M) war nach dem Schalker Sieg in Piräus völlig losgelöst. (Quelle: dpa)

Piräus (dpa) - Schalke 04 gewinnt erstmals in seiner Champions-League-Geschichte ein Auftaktspiel. Beim 2:1 im "Hexenkessel" von Piräus behalten die Knappen die Nerven und bestehen die Reifeprüfung. Sogar der oft knurrige Stevens ist zufrieden.

Lewis Holtby war am "Tag der Premieren" richtig berauscht von der Leistung seiner Kameraden. Im Überschwang der Gefühle hätte der Mittelfeldspieler am liebsten jeden umarmt und wollte gleich dreimal einen ausgeben: Zu seinem 22. Geburtstag, zum ersten Sieg einer deutschen Elf in Piräus seit 30 Jahren und zum ersten Auftakterfolg des FC Schalke 04 in der Champions-League-Geschichte. "Mir ist es egal, was sie bestellen. Wenn einer Milch mit Honig will, kriegt er die auch. Das war ein richtig geiler Tag", sagte der kurz nach Mitternacht total aufgekratzte Profi nach dem 2:1 (1:0) bei Olympiakos Piräus.

Holtby hatte allen Grund, bestens gelaunt zu sein. Mit den ersten drei Punkten in der "Königsklasse" und einer großen Portion Selbstbewusstsein im Gepäck reiste der Revierclub am Mittwoch zurück nach Gelsenkirchen, wo am Samstag (15.30 Uhr) die nächste große Herausforderung wartet. Tabellenführer Bayern München kommt zum Bundesliga-Spitzenspiel in die Arena. "Das ist wieder ein absolutes Highlight. Man hat gesehen, wie viel Qualität wir im Kader haben. Wir müssen gegen die Bayern wieder mit so viel Siegeswillen auftreten", forderte Holtby, der wegen des "unglaublichen Teamspirits" positiv in die Zukunft schaut. "Vielleicht können wir mal ein richtiges Topteam werden. Ich bin stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein."

Froh und erleichtert war auch die sportliche Leitung mit Huub Stevens und Horst Heldt. Der oft knurrige Trainer hatte kaum was zu meckern. "Wir sind nicht in Hektik verfallen, auch nicht nach dem 1:1", lobte der Niederländer das kluge und abgeklärte Verhalten in einer kritischen Phase. Nach der 1:0-Führung durch Kapitän Benedikt Höwedes, der im richtigen Moment zum kurzen Pfosten startete und eine Ecke von Jefferson Farfan per Kopf über die Linie drückte (41.), fiel der Ausgleich durch Djamel Abdoun (58.) - und der Lärm im gefürchteten Georgios-Karaiskakis-Stadion erreichte Orkanstärke.

Mit den frenetischen rot-weißen Fans im Rücken hätte die Partie nun durchaus kippen können. "Der Ausgleich war unnötig, aber die Mannschaft hat Coolness gezeigt", lobte Manager Heldt nach dem "Auftakt nach Maß". Denn nicht einmal 60 Sekunden später schlug Klaas-Jan Huntelaar nach glänzender Vorarbeit von Jermaine Jones und Holtby eiskalt zurück. Kurz nach dem 2:1 hätte der holländische Torjäger endgültig für Ruhe sorgen können, knallte den Foulelfmeter (61.) aber an den linken Pfosten. "Mir wäre es lieber gewesen, wir wären 3:1 in Führung gegangen", meinte Stevens.

Selbst der Ärger über das nicht gegebene, aber korrekt erzielte Kopfballtor des starken Kyriakos Papadopoulos an alter Wirkungsstätte kurz vor der Höwedes-Führung sowie Huntelaars verschossenen Strafstoß war am Ende bei Stevens verraucht: "Ein Tor nicht anerkannt, einen Elfer verschossen und trotzdem zwei Tore gemacht und einen Auswärtssieg gelandet - da musst du zufrieden sein."

Dass Schalke die Belastungsprobe beim griechischen Rekordmeister bestand, der in den vergangenen zehn Jahren Borussia Dortmund (3:1/2011), Hertha BSC (4:0/2008), Werder Bremen (3:0/2007) und Bayer Leverkusen (6:2/2002) abgefertigt hatte, ist ein sicheres Zeichen von gewachsener Reife. "Sicher sind wir ein Stück erfahrener geworden, aber wir haben auch noch viele junge Spieler im Team", stellte Höwedes fest. "Fakt ist, dass wir hohe Qualität und viele Optionen haben."

So konnte es sich Stevens leisten, zunächst auf Neuzugang Ibrahim Afellay (Stevens: "Er ist noch nicht da, wo ich ihn haben will") und Julian Draxler zu verzichten. Dafür spielte Tranquillo Barnetta. "Wir haben jetzt vier Spiele in zehn Tagen und einen ausgeglichenen Kader", betonte der Niederländer. "Was nützt es mir, wenn ich Draxler und Afellay bringe und einer bricht mir dann für längere Zeit weg."

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