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Schalke will es wissen: Montpellier soll für Düsseldorf büßen

02.10.2012, 16:29 Uhr | dpa

Schalke will es wissen: Montpellier soll für Düsseldorf büßen. Christian Fuchs (li.), Klaas-Jan Huntelaar, Lewis Holtby (re.) wollen Wiedergutmachung. (Quelle: imago)

Christian Fuchs (li.), Klaas-Jan Huntelaar, Lewis Holtby (re.) wollen Wiedergutmachung. (Quelle: imago)

Getreu dem Motto "Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung" wollen die gescholtenen Bundesliga-Stars des FC Schalke 04 in der Champions League die Herzen der Fans zurückgewinnen. Christian Fuchs etwa gab vor dem zweiten Spiel der Gruppe B gegen den französischen Meister Montpellier HSC (Mittwoch, ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei t-online.de) zu, dass die Mannschaft nach dem 2:2 in Düsseldorf einige Zeit am kollektiven Versagen zu knabbern hatte. "Aber das Spiel in Düsseldorf ist jetzt endgültig abgehakt", betonte Kapitän Benedikt Höwedes. "Jetzt konzentrieren wir uns auf die Champions League. Wir freuen uns tierisch auf unser Heimspiel: ein Abendspiel, Flutlicht, das ist immer eine besondere Atmosphäre."

Man habe das Fortuna-Spiel "gemeinsam kritisch betrachtet", erklärte Abwehrspieler Fuchs, ließ aber offen, in welcher Form die Analyse erfolgte. Egal, ob es eine Standpauke von Manager Horst Heldt oder Trainer Huub Stevens gab - es reifte offenbar der Wille zur Wiedergutmachung. "Aus unseren gemachten Fehler müssen wir lernen, das ist klar. Am besten so schnell wie möglich", forderte Fuchs.

Wiedergutmachung für Düsseldorf-Auftritt

So sind Schalkes Profis froh, den miserablen Eindruck von Düsseldorf schnell wieder wegwischen zu können. Dass das Heimspiel gegen den weitgehend unbekannten Gegner kein Selbstläufer wird, ist den Revierkickern aber auch klar. "Wir sind heiß auf die Partie und werden alle Kräfte mobilisieren", versprach Höwedes, der trotz zuletzt durchwachsener Leistungen mit der totalen Unterstützung der Anhänger in der noch nicht ganz ausverkauften Veltins-Arena rechnet. "Ich gehe davon aus, dass die Fans wieder voll hinter uns stehen."

Fuchs mag sich nicht vom schwachen Start der Südfranzosen täuschen lassen, die in der Ligue 1 nach sieben Spieltagen nur Platz 13 belegen. "Das muss nichts heißen. Französische Mannschaften sind generell spielstark und verfügen über große Qualitäten in der Offensive", meint der österreichische Linksverteidiger.

Auch der Manager schaut wieder nach vorne

Heldt hatte sich dem Vernehmen nach das Team am Samstag 45 Minuten lang vorgeknöpft. Der Vorwurf, bei der gefühlten "0:5-Niederlage" die Punkte durch eigene Arroganz verspielt zu haben, stand im Raum. Doch auch Heldt schaut nun wieder erwartungsvoll nach vorn. "Es ist kein Katzenjammer angesagt. Wir müssen alle mit einer positiven Grundstimmung in das Spiel gegen Montpellier gehen."

Mit welchem Personal die Königsblauen nach dem 2:1-Auftaktsieg bei Olympiakos Piräus ins Duell mit dem Überraschungsmeister aus Frankreich gehen, war noch unklar. Bei Jefferson Farfán, der wegen einer Sprunggelenksverletzung in Düsseldorf fehlte, und dem ebenfalls angeschlagenen Jermaine Jones (Schlag gegen Knöchel) wollte Stevens das Abschlusstraining abwarten. "Ich zweifle, ob sie es bis zum Spiel schaffen", sagte der Coach. Ein Ausfall der beiden Leistungsträger wäre ein herber Verlust. Als Alternativen stünden Ibrahim Afellay und Marco Höger bereit.

Huntelaar angesäuert

Egal, wer spielt - wichtig ist für Stevens, dass seine Akteure mehr Konstanz und Disziplin über 90 Minuten zeigen und ihre Chancen konsequent nutzen. Da ist nicht nur Topstürmer Klaas-Jan Huntelaar als Vollstrecker gefragt, mit dem der Schalker Coach zuletzt auch nicht zufrieden war. In Düsseldorf holte er seinen Landsmann zehn Minuten vor Schluss vom Feld. Was dem ehrgeizigen Angreifer nicht behagte. "Wenn er meint, dass es besser ist, dann muss er es so machen", knurrte Huntelaar. Gegen Montpellier dürfte der Hunter mit Wut im Bauch auf Torejagd gehen.

Voraussichtliche Aufstellungen

Schalke 04: Unnerstall - Höwedes, K. Papadopoulos, Matip, Fuchs - Neustädter, J. Jones - Farfan, Holtby, Draxler - Huntelaar

Montpellier HSC: Jourdren - Bocaly, Yanga-Mbiwa, Hilton, Jeunechamp - Saihi, Estrada - Cabella, Belhanda, Ait Fana - Camara

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