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Schalke erobert London: 2:0 beim FC Arsenal

24.10.2012, 22:39 Uhr | dpa

Schalke erobert London: 2:0 beim FC Arsenal. Klaas-Jan Huntelaar legte mit seinem Tor den Grundstein für den Schalker Sieg bei Arsenal.

Klaas-Jan Huntelaar legte mit seinem Tor den Grundstein für den Schalker Sieg bei Arsenal. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Der FC Schalke 04 hat seine beeindruckende Leistung beim heimstarken FC Arsenal mit einem Big Point belohnt.

Die Niederländer Klaas Jan Huntelaar (76.) und Ibrahim Afellay (86.) schossen die Königsblauen am dritten Champions-League-Spieltag zum hochverdienten 2:0 (0:0) in London und damit an die Tabellenspitze der Gruppe B. Vier Tage nach dem 2:1-Derbysieg in Dortmund belohnte sich das Team von Trainer Huub Stevens vor 60 049 Zuschauern im ausverkauften Emirates Stadium mit dem ersten Sieg auf der Insel für die vielleicht beste Saisonleistung.

Mit jetzt sieben Zählern hat Schalke seine Ausgangsposition für den Achtelfinal-Einzug deutlich verbessert und blieb im sechsten Pflichtspiel in Serie ungeschlagen. Die enttäuschenden "Gunners", als Stammgäste in der Königsklasse zum 15. Mal in Folge in der Gruppenphase dabei, sind mit sechs Punkten Zweiter. Am 6. November empfängt Schalke Lukas Podolski, Per Mertesacker und Co. zum Rückspiel.

"Insgesamt muss man nach zwei Auswärtssiegen und sieben Punkten in der Champions League zufrieden sein, aber es ist noch ein langer Weg", kommentierte Stevens, der "unzufrieden" war mit der Leistung in Halbzeit eins. "Wir konnten das Selbstbewusstsein von Dortmund mitnehmen. Wir waren klar die dominierende Mannschaft. Es war ein hervorragender Sieg", lobte Kapitän Benedikt Höwedes. "Wir haben jetzt sieben Punkte, das sieht gut aus", meinte Huntelaar nach seinem dritten Champions-League-Tor in dieser Spielzeit. Schalkes Halb-Engländer Lewis Holtby schwärmte: "Das ist absolut traumhaft, Derby gewonnen, in London gewonnen, gute Woche."

Berauscht vom Revierderby, vertraute Stevens bereits zum dritten Mal in Folge der gleichen Anfangsformation. Marco Höger durfte als Stabilisator vor der Abwehr erneut für Jermaine Jones ran, Lars Unnerstall bekam im Tor den Vorzug vor Timo Hildebrand. Der Tabellenneunte der Premier League hatte in der ersten Hälfte keine Betriebsanleitung gegen die kompakte, gut organisierte Defensive der Schalker, die mit hoher Laufbereitschaft und diszipliniertem Raumverhalten keine einzige Gelegenheit zuließen. Bei den eigenen Offensivbemühungen hatten die Königsblauen überraschend viel Platz - der letzte Pass war aber zu oft zu unpräzise.

Die ersatzgeschwächten Gastgeber, bei denen neun Akteure, darunter die ersten beiden etatmäßigen Torhüter, verletzungsbedingt fehlten, waren trotz gefälligem Kurzpassspiel wenig effektiv und zu berechenbar in der Vorwärtsbewegung. In der 14. Minute forderten die 04-Akteure Elfmeter, als Afellay vom zweiten Ersatzkeeper Vito Mannone gefoult wurde - stattdessen zeigte Schiedsrichter Jonas Eriksson dem Niederländer gelb wegen einer vermeintlichen Schwalbe.

Arsenals Coach Arsène Wenger, der wegen Schiedsrichter-Kritik in der vergangenen Champions League-Saison das Spiel gesperrt von der Tribüne aus beobachten musste, schaute ungläubig. So harmlos hatte er seine Truppe lange nicht mehr erlebt. In der 43. Minute hatte sein Team Riesenglück: Nach einem Rückpass von Atsuto Uchida vergab Huntelaar aus zehn Metern die größte Chance der ersten Hälfte.

Die Schalker schienen sich so sicher und souverän zu fühlen, dass sie zeitweise wie eine Heimmannschaft auftraten. Vor allem über die rechte Seite wurde es über das Duo Uchida und Jefferson Farfan immer wieder gefährlich. Nach einer schönen Einzelaktion des überragenden Farfan knallte der starke Höwedes dessen Hereingabe aus zehn Metern übers Tor (50.). Dem 13-maligen englischen Meister fiel wenig ein. Podolski bemühte sich, blieb aber blass.

Nach dem enttäuschenden, weil unnötigen 2:2 am letzten Spieltag gegen Montpellier und dem 2:1 zum Auftakt bei Olympiakos Piräus machte es Schalke diesmal besser. Huntelaar und Afellay besiegelten mit den längst überfälligen Toren die Heimpleite der Londoner. Erst in der Nachspielzeit musste Unnerstall gegen den eingewechselten deutschen Teenager Serge Gnabry erstmals richtig eingreifen.

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