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BVB - Real Madrid: Mats Hummels erwartet hochmotivierten Gegner

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Hummels: "Die wollen Rache"

06.11.2012, 11:53 Uhr | dpa

BVB - Real Madrid: Mats Hummels erwartet hochmotivierten Gegner. BVB-Verteidiger Mats Hummels freut sich auf das Champions-League-Rückspiel gegen Real in Madrid. (Quelle: dpa)

BVB-Verteidiger Mats Hummels freut sich auf das Champions-League-Rückspiel gegen Real in Madrid. (Quelle: dpa)

Beim Aufbruch zur Fußball-Kultstätte Bernabeu überwogen Vorfreude und Neugier. In gespannter Erwartung traten die Dortmunder Profis die Reise zum Gipfeltreffen der Gruppe D (am Dienstag ab 20.30 Uhr im LIve-Ticker bei t-online.de) bei Real Madrid und damit zu ihrem größten Champions-League-Abenteuer an. Nach dem königlichen 2:1 im ersten Spiel zwei Wochen wird der BVB auch jenseits von Deutschland hoch gehandelt. Wie sehr die Wertschätzung für die Dortmunder auf internationalem Terrain gewachsen ist, brachte José Mourinho, Trainer der Königlichen, zum Ausdruck: "Wenn die Borussia das Achtelfinale erreicht, kann sie diesen Wettbewerb gewinnen."

Manndecker Mats Hummels erwartet zwar einen hochmotivierten Gegner, empfindet aber keine Angst: "Die wollen Rache. Aber solche Herausforderungen machen richtig Spaß."

Watzke: "Der Druck für Real ist größer"

Mit dem Spiel beim wohl renommiertesten Fußball-Klub der Welt geht für die meisten BVB-Jungspunde ein Traum in Erfüllung. Nur Sebastian Kehl und Roman Weidenfeller gehörten zu jenem BVB-Team, das im Februar 2003 mit 1:2 in Madrid verlor. "Keine Ahnung, was uns dort erwartet, aber die Atmosphäre soll einzigartig sein", kommentierte Hummels. Wie der Nationalspieler erwartet auch dessen Abwehrkollege Marcel Schmelzer ein Kräftemessen der besonderen Art: "Die Real-Profis waren nach dem Hinspiel total sauer und werden versuchen, uns zu überrennen. Wir werden dagegenhalten."

Die Dortmunder können die Partie gegen das einen Punkt schlechter platzierte Team von Trainer José Mourinho vergleichsweise entspannt angehen. Anders als in der Bundesliga steht die Borussia in der Königsklasse nach zwei Siegen über Amsterdam (1:0) und Madrid (2:1) sowie dem 1:1 bei Manchester City prächtig da. Das hält Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke für einen psychologischen Vorteil: "Wer hätte gedacht, dass wir am 4. Spieltag als Tabellenführer nach Madrid reisen. Der Druck für Real ist größer."

Kehl mit Gesichtsmaske

Das mögliche Comeback von Sebastian Kehl bestärkt die Borussia in der Zuversicht, auch in Madrid einen ähnlichen Coup wie in Manchester landen zu können. Der Kapitän hatte sich zwar beim 0:0 am Samstag gegen Stuttgart das Nasenbein angebrochen, soll aber mit einer in aller Eile hergestellten Gesichtsmaske auflaufen. Sollte ihn die Gesichtsmaske allzu sehr stören, erwägt er sogar einen Einsatz ohne Schutz: "Wir alle arbeiten daran, dass es mit Dienstag klappt." Zudem meldete sich auch Sven Bender fit zurück.

Ein Erfolg in Madrid garantiert den vorzeitigen Einzug in das Achtelfinale und könnte den Frust über den 5. Tabellenplatz in der Bundesliga vertreiben. Wie schon vor zwei Wochen, als nur vier Tage nach der Derby-Schlappe gegen Schalke ein Sieg über Real gelang, will der deutsche Meister auch diesmal sein besseres Gesicht zeigen. "Die Ausgangslage ist komfortabel, aber trügerisch. Wir brauchen noch einen Sieg aus drei schweren Spielen. Das ist kein Selbstläufer", warnte BVB-Präsident Reinhard Rauball.

BVB verschafft sich auf internationaler Bühne Respekt

Die Theorie, dass sich der Fokus der Spieler in diesem Jahr Richtung Champions League verschoben hat, hält Watzke nicht für abwegig. "Über diesen Ansatz denke ich auch nach. Ich glaube es zwar nicht, aber wir müssen es im Auge behalten", sagte der Geschäftsführer im ZDF-Sportstudio.

Nichtsdestotrotz war es dem Selbstvertrauen der Borussen zuträglich, dass sie sich nach zwei erfolglosen Jahren im Europacup auch auf internationaler Bühne Respekt verschafft haben. Selbst die imposante Heimbilanz von Real mit sieben Champions-League-Siegen in Serie und 27 Toren kann BVB-Taktgeber Ilkay Gündogan nicht schrecken: "Es gibt keinen Grund, nicht mit breiter Brust aufzulaufen. Ich bin guter Dinge."

Anders als die Dortmunder, die bei der Nullnummer gegen Stuttgart bis zur letzten Minute gefordert wurden, konnte sich Madrid bei der Generalprobe schonen. Ohne größere Anstrengung gelang ein 4:0 (2:0) über Real Saragossa und der 100. Sieg in der Amtszeit von Trainer Mourinho. Allerdings müssen die Königlichen auf die verletzten Sami Khedira und Karim Benzema verzichten.

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