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Ajax - Dortmund: BVB-Sportchef Zorc warnt: "Wird kein Selbstläufer"

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BVB träumt vom vorzeitigen Achtelfinal-Einzug

20.11.2012, 11:43 Uhr | dpa

Ajax - Dortmund: BVB-Sportchef Zorc warnt: "Wird kein Selbstläufer". Die Dortmunder Marco Reus und Lukasz Piszczek wollen ins Achtelfinale der Champions League einziehen.

Die Dortmunder Marco Reus und Lukasz Piszczek wollen ins Achtelfinale der Champions League einziehen. (Quelle: dpa)

Amsterdam (dpa) - Das Glück ist zum Greifen nahe. Nach zwei beschämenden Jahren auf internationaler Bühne will Borussia Dortmund gleich die erste Chance in der Champions League nutzen.

Bereits mit einem Remis am Mittwoch bei Ajax Amsterdam könnte für den deutschen Meister der Traum vom Einzug in das Achtelfinale Wirklichkeit werden. Trotz bisher famoser Auftritte in der Gigantengruppe mit vier Landesmeistern bleibt bei Sportdirektor Michael Zorc ein Rest Skepsis: "Das wird kein Selbstläufer. Unsere Ausgangsposition ist solide, aber noch fehlt eben der eine Punkt."

Die Zeiten, in denen dem jungen Team von Trainer Jürgen Klopp fehlende internationale Reife attestiert wurde, sind vorbei. In den vergangenen Wochen schwärmten selbst José Mourinho und Alex Ferguson von der Borussia. Auch Ajax-Coach Frank de Boer ist ähnlicher Meinung wie seine renommierten Kollegen von Real Madrid und Manchester United: "Die Dortmunder sind einer der Favoriten, das Halbfinale zu erreichen."

Der Blick auf die Tabelle der Gruppe D dokumentiert den gewachsenen Stellenwert. Mit acht Punkten liegt der BVB vorn, gefolgt von Real Madrid (7), Ajax Amsterdam (4) und Manchester City (2). Ein Unentschieden in der 52 650 Zuschauer fassenden Amsterdam Arena würde dem Double-Sieger ein mögliches Endspiel am letzten Spieltag in zwei Wochen daheim gegen Manchester ersparen.

Dennoch versprach Trainer Jürgen Klopp für Mittwoch mehr Erlebnis- als Ergebnisfußball: "Dass wir mit einem Punkt planen, kann ich absolut verneinen. Für uns geht es nur darum, unsere Stärken auf den Platz zu bringen. Das werden wir sehen, was dabei herauskommt."

In den Spielen bei ManCity (1:1) und Real (2:2) trat der Bundesliga-Vierte den Nachweis an, auch auswärts auf höchstem Niveau bestehen zu können. Das machte Mut für die Reise zum viermaligen Gewinner des europäischen Landesmeister-Titels. Auch wenn die großen Ajax-Zeiten lange vorbei sind, erwartet Nationalspieler Mario Götze starke Gegenwehr und verweist auf das knappe 1:0 am 18. September zum Start in die Gruppe D: "Die haben schon im Hinspiel gezeigt, wie stark sie sind. Unser Sieg war ein bisschen glücklich."

Die Chancen stehen gut, dass Sebastian Kehl in den Kader zurückkehrt. Der Dortmunder Kapitän hatte am Samstag beim 3:1 (3:1) über Greuther Fürth wegen einer Kapselreizung im Knie pausiert. Die Probleme scheinen jedoch überstanden. "Er könnte in der Startformation stehen", kommentierte Klopp.

Und weil auch Rekonvaleszent Jakub Blaszczykowski nach sechswöchiger Zwangspause gegen Greuther Fürth zu den Besten gehörte, hat Klopp die Qual der Wahl. Trotz der guten Personallage warnte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: "Wir sollten tunlichst noch nicht vom Achtelfinale sprechen." Ähnlich argumentierte Klopp: "Jede Mannschaft in der Gruppe hat noch eine Chance. Das macht die Sache so reizvoll - aber auch so schwierig."

Wie der BVB gegen Fürth sparte auch Ajax am vorigen Wochenende Kräfte. Beim 2:0 über VVV Venlo wechselte Coach de Boer die Stammkräfte Christian Eriksen, Daley Blind und Derk Boerrigter beim Stand von 1:0 aus. Die Niederländer bauen auf ihre gute Heimbilanz gegen deutsche Gegner: Amsterdam hat zwölf von 13 Spielen gegen Bundesligisten gewonnen. Dagegen wartet der BVB seit März 2003 in der Champions League auf einen Auswärtssieg. "In der Amsterdam Arena sind wir schwer zu schlagen. Wir spielen voll auf Sieg", sagte de Boer, der wieder auf die zuletzt angeschlagenen Toby Alderweireld und Kenneth Vermeer zurückgreifen kann.

Ajax Amsterdam: Vermeer - van Rhijn, Alderweireld, Moisander, Blind - S. de Jong, Poulsen, Schöne - Boerrigter, Eriksen, Fischer

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender, Gündogan - Reus, Götze, Großkreutz - Lewandowski

Schiedsrichter: Pedro Proença (Portugal)

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