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Schalke 04: Stevens fordert Reaktion gegen Olympiakos Piräus

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Stevens fordert positive Reaktion gegen Piräus

20.11.2012, 15:49 Uhr | dpa

Schalke 04: Stevens fordert Reaktion gegen Olympiakos Piräus. Huub Stevens muss mit seinen Schalkern in der Champions League gegen Olympiakos Piräus ran.

Huub Stevens muss mit seinen Schalkern in der Champions League gegen Olympiakos Piräus ran. (Quelle: dpa)

Gelsenkirchen (dpa) - Erste Anzeichen einer sportlichen Krise oder heilsamer Schock? Nach dem desaströsen Bundesliga-Auftritt beim 0:2 in Leverkusen will der FC Schalke 04 auf internationalem Parkett gegen Olympiakos Piräus mit einer positive Reaktion ins Achtelfinale der Champions League stürmen.

"Das ist das wichtigste Spiel der bisherigen Saison", mahnte Manager Horst Heldt vor dem Heimspiel gegen den griechischen Meister am Mittwoch eine Leistungssteigerung an.

"Wir können nicht nur ins Achtelfinale kommen, sondern auch den Gruppensieg schaffen. Das würde uns für die weitere Saison Planungssicherheit geben", sagte Heldt. Neben dem Prestige, erneut zu den besten 16 Teams in Europa zu gehören, hat Heldt auch den finanziellen Aspekt im Blick: "In der Champions League sind nun mal die meisten Einnahmen zu generieren. Und Geld können wir auf Schalke immer gut gebrauchen." Der Einzug in die nächste Runde brächte allein eine UEFA-Prämie von 3,3 Millionen Euro.

In einer internen Aussprache haben Trainer Huub Stevens und seine Profis die Bayer-Pleite aufgearbeitet. Die sei nun abgehakt, betonte Mittelfeldabräumer Jermaine Jones: "Wir haben uns zusammengesetzt und über das, was wir falsch gemacht haben, geredet. Das war wichtig, weil vieles nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das haben wir besprochen und jetzt ist das Thema auch vom Tisch."

Ähnlich äußerte sich sein Nebenmann auf der "Doppel-Sechs", Roman Neustädter. "Wir sind uns bewusst, was wir in Leverkusen abgeliefert haben. So etwas passiert uns kein zweites Mal", versprach der Neu-Nationalspieler am Dienstag. "Die Köpfe sind wieder frei und die Mannschaft ist wieder sehr motiviert. Jetzt heißt es: Gas geben und voll auf das Spiel gegen Piräus fokussieren."

Die Ausgangslage in der Gruppe B ist einfach: Gewinnt Tabellenführer Schalke (8 Punkte) gegen die Griechen (6) steht der Einzug in die K.o.-Runde schon vor dem abschließenden Spiel beim französischen Vertreter Montpellier HSC (1) am 4. Dezember fest. Ärgster Konkurrent um den Gruppensieg ist der FC Arsenal mit 7 Zählern.

Im Rheinland wurde Schalke nicht nur durch die schlechteste Saisonleistung, sondern auch durch ungewohnte Undiszipliniertheiten auffällig. Kyriakos Papadopoulos kassierte "Gelb-Rot" und Flügelflitzer Jefferson Farfán - bis dato neben Neustädter der beständigste und beste Schalker - leistete sich nach seiner Auswechslung einen heftigen Disput mit Stevens, weil er sich nicht wie angeordnet sofort zur Regenerationsarbeit in die Kabine trollte.

Auch dieser Zwist ist abgehakt. Stevens ist sicher, dass sich seine Mannen gegen Olympiakos wieder als eine Einheit und von ihrer starken Seite präsentieren: "Unsere Fans können sicher sein, dass sich die Jungs reinhängen, wie sie es schon die gesamte Saison getan haben. Wir wollen mit der Unterstützung der Fans ins Achtelfinale."

Leicht wird ein Sieg gegen das in der griechischen Liga bislang ungeschlagene Team (zehn Siege, ein Unentschieden) von Trainer Leonardo Jardim nicht, auch wenn Schalke das Spiel in Griechenland 2:1 gewann. "Piräus ist eine gute Mannschaft. Das haben wir schon im Hinspiel gesehen. Sie werden uns das Leben schwer machen", vermutet Jones. "Aber wir haben es selbst in der Hand. Wir hatten schon am vergangenen Spieltag die Chance, gegen Arsenal alles klarzumachen. Jetzt wollen wir den Matchball unbedingt verwandeln."

Stevens muss erneut auf Ibrahim Afellay (Muskelfaserriss) sowie Marco Höger (Syndesmoseverletzung) verzichten. Eine Rückkehr von Christoph Metzelder und Atsuto Uchida war für Stevens nahezu ausgeschlossen. Beide trainierten nach ihren Muskelfaserrissen bisher nur individuell. "Sie sind im Aufbautraining. Es ist ein Risiko, sie einzusetzen. Das müssen wir noch klären", sagte der Coach. Die kleine Personalnot darf aber keine Rolle spielen, wenn der Bundesliga-Zweite eine Zitterpartie in 14 Tagen in Südfrankreich vermeiden will.

FC Schalke 04: Unnerstall - Höwedes, Papadopoulos, Matip, Fuchs - Jones, Neustädter - Farfán, Holtby, Draxler - Huntelaar

Olympiakos Piräus: Carroll - Torosidis, Contreras, Manolas, Holebas - Modesto, Maniatis - Abdoun, Fuster, Machado - Mitroglou

Schiedsrichter: Kuipers (Niederlande)

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