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Heldt genervt von Spekulationen über "Hunter"-Zukunft

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Heldt genervt von Spekulationen über "Hunter"-Zukunft

22.11.2012, 13:27 Uhr | dpa

Heldt genervt von Spekulationen über "Hunter"-Zukunft. Klaas-Jan Huntelaar will von den Wechselgerüchten nichts gehört haben.

Klaas-Jan Huntelaar will von den Wechselgerüchten nichts gehört haben. (Quelle: dpa)

Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 steht sportlich und finanziell so gut da wie lange nicht. Doch die Spekulationen über die Zukunft von Klaas-Jan Huntelaar nerven den Verein.

Manager Horst Heldt blieb nach dem kräftezehrenden Einzug ins Achtelfinale der Champions League kaum etwas anderes übrig, als sich über den kolportierten Wechsel des Torjägers in der Winterpause zu amüsieren. "Sollte tatsächlich jemand auf die Schnapsidee kommen und für ihn ein Angebot machen, lege ich es vor und wir diskutieren alle miteinander darüber", versprach Heldt nach dem mühevollen 1:0-Sieg gegen Olympiakos Piräus den verdutzten Medienvertretern.

"Das ist totaler Schwachsinn. Ich halte das für ein großes Gerücht", ergänzte Heldt. Auch Hauptdarsteller Huntelaar versicherte glaubhaft, nichts von seinem bevorstehenden Wechsel zum FC Arsenal in die englische Premier League zu wissen. Den Stein ins Rollen hatte Huntelaars niederländischer Landsmann Erik Meijer im TV-Sender Sky gebracht. "Nach meinen Infos geht Huntelaar im Winter weg. Und der Favorit im Moment ist Arsenal", so der frühere Bundesliga-Profi und Sportdirektor von Alemannia Aachen. Damit befeuerte er die ohnehin heiße Diskussion um Huntelaars weiterhin offene Zukunft. Warum, weiß kein Mensch.

Auch Huntelaar nicht. "Ich habe davon noch nichts gehört. Dann weiß er mehr als ich", entgegnete der Stürmerstar auf die Meijerschen Äußerungen und sagte auf die Frage, ob er im Achtelfinale im Februar noch das königsblaue Trikot trage: "Ich denke schon." Auch Huub Stevens geht davon aus, dass der 29-Jährige zumindest seinen im kommenden Sommer auslaufenden Vertrag auf Schalke erfüllt oder sogar verlängert. "Ich weiß nicht, wo er das her hat. Ich glaube, dass das nicht stimmt. Erik Meijer ist Limburger, und Limburger sagen nicht immer die Wahrheit", meinte der niederländische Trainer schmunzelnd.

Die Ursache für derlei Spekulationen ist, dass Huntelaar sich noch immer nicht dazu durchringen konnte, seinen Kontrakt im Revier zu verlängern oder seinen Abschied zu verkünden. Der umworbene Stürmer hatte stets betont, die sportliche Entwicklung, die Kadergestaltung und die Perspektive beim FC Schalke abwarten zu wollen. Insofern müssten das Überwintern und die gesicherten Millionen-Einnahmen in der Königsklasse gewichtige Argumente dafür sein, die Gespräche nun zu intensivieren und sie im allseitigen Interesse sobald wie möglich zum Abschluss zu bringen. Heldt betonte unlängst, dass spätestens im Januar Klarheit herrschen müsse. "Wir brauchen Planungssicherheit."

Ein Transfer schon in der Winterpause macht indes für niemanden Sinn. Warum sollte ein Verein Millionen hinblättern für einen Spieler, der im Sommer ablösefrei ist, und der zudem international im ersten Halbjahr für den neuen Verein gar nicht eingesetzt werden könnte? Und warum sollte Schalke zustimmen, wenn es die zuletzt etwas brachliegenden Abschlussqualitäten des "Hunters" noch bis zum Sommer nutzen könnte? Es sei denn, ein Club böte so viel Geld, dass Schalke nicht Nein sagen könnte. Das aber hält Heldt für sehr unwahrscheinlich. Und wieso sollte Huntelaar vorzeitig gehen, wenn er sich mit Schalke in der K.o.-Runde auf Europas größter Fußball-Bühne präsentieren und national um Titel mitspielen kann?

Irgendwie schade, dass der Siegtreffer von Linksverteidiger Christian Fuchs (77.) - sein erstes Tor in der Champions League - in der Diskussion ebenso unterging wie die insgesamt famose Leistung der "Knappen" in der Königsklasse. Auch wenn gegen Griechenlands Rekordmeister kein Glanz verbreitet wurde, waren Heldt und Stevens mit dem Resultat zufrieden. "Es war ja nicht so einfach nach dem 0:2 in Leverkusen. Die Mannschaft hat die richtige Antwort gegeben", lobte Heldt. Auch der Trainer war stolz. Und er kann zum Vorrundenabschluss in Montpellier seinen hoch belasteten "Jungens" endlich ein wenig Schonung gönnen. "Wir sind schon im Achtelfinale und für mich ist es nicht so wichtig, ob wir Gruppen-Erster oder Zweiter werden", sagte Stevens.

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