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Champions League: Chelseas 6:1-Gala und Torres-Tore umsonst

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Chelseas 6:1-Gala und Torres-Tore umsonst

06.12.2012, 14:05 Uhr | dpa

Champions League: Chelseas 6:1-Gala und Torres-Tore umsonst. Fernando Torres und der FC Chelsea sind in die Europa League abgestiegen.

Fernando Torres und der FC Chelsea sind in die Europa League abgestiegen. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Marko Marin schlich in seinem schwarzen Chelsea-Anzug und mit einem kleinen Trolli durch die Mixed-Zone an der Stamford Bridge. "Nein, nein", er wolle lieber nichts sagen.

Der Ex-Nationalspieler hatte mal wieder nicht gespielt und tauchte im Programmheft nur deshalb mit einem Mini-Foto auf, weil er der "Blues"-Profi mit den wenigsten Saisonminuten ist (50). Ohne eine einzige Champions-League-Spielminute traf den 23-Jährigen zumindest keine Schuld am peinlichen Gruppenphasen-K.o., an dem auch die 6:1 (2:0)-Gala gegen die Dänen vom FC Nordsjælland nichts ändern konnte.

200 Tage nach dem Triumph von München - dem größten Moment der Vereinsgeschichte - erlebten die West-Londoner die Schmach: Als erster Titelverteidiger scheiterte Chelsea in der Vorrunde. Damit war für die "Blues" auch der Abend der Rekordmarken für die Katz: Sie feierten den höchsten Sieg ihrer Champions-League-Geschichte, sie erzielten die meisten Tore im Wettbewerb (16), sie sind der beste Gruppendritte, den es je in der Königsklasse gegeben hat, es war der erste Sieg unter Trainer Rafael Benítez und Fernando Torres traf nach 562 Minuten endlich wieder das Tor - und das sogar zweimal!

Aus Fernando "Torlos" wurde danach Fernando "Wortlos": Wie Marin wollte er nichts sagen, zu tief sitzt der wochenlange Spott der Boulevardblätter. Der blonde Spanier reckte nur den "Okay"-Daumen und posierte für zwei Handy-Fotos mit Fans. Benítez hätschelte und lobte sein sensibles Sorgenkind ordentlich: "Ich hoffe, dass dies ein Sprungbrett für ihn ist. Er hat seine Qualität gezeigt."

Mit dem ungeliebten früheren Liverpool-Coach Benítez selbst finden sich die Fans mehr und mehr ab. Das Buhen ist schon weniger geworden, und das "Wir haben keinen fetten, spanischen Kellner bestellt"-Plakat blieb eine Ausnahme. Allerdings gedenken die Anhänger immer noch in der 16. Minute ihrer früheren Trikotnummer 16: "Es gibt nur einen Di Matteo" wird langsam zum Evergreen an der Stamford Bridge.

Tatsache ist aber: Die Champions League wurde noch unter dem italienischen Ex-Trainer verspielt. Vor allem in den zwei Partien gegen Juventus Turin, wie Keeper Petr Cech meint. Gleich zu Beginn, als man zu Hause nach einer 2:0-Führung nur 2:2 spielte und dann in Turin, als Chelsea mit einer indiskutablen Vorstellung 0:3 einging.

Deshalb hatten sie es am Ende nicht mehr selbst in der Hand gehabt. Chelsea war auf einen Sieg von Schachtjor Donezk gegen Juve angewiesen. Doch die "Come on, Schachtjor"-Rufe des Chelsea-Anhangs wurden rund 2700 Kilometer entfernt in der Ukraine nicht erhört. Juve gewann 1:0 und zog damit wie Schachtjor ins Achtelfinale ein.

Für Chelsea heißt es jetzt Europa League, unter "Blues"-Fans geradezu ein Schimpfwort. "Es ist nicht der beste Wettbewerb auf der Welt, aber wenn du sie gewinnst, ist sie wichtig", meinte Benítez zweckoptimistisch. Der 52-Jährige bemühte sich auch, Positives aus der 6:1-Vorführung gegen die kleinen Dänen zu ziehen: "Wenn wir auf diesem Level spielen, können wir alles gewinnen, was wir wollen."

Das ist zunächst mal die Partie bei AFC Sunderland am Samstag, wo nach sieben sieglosen Premier-League-Spielen endlich ein Dreier her muss. Und dann geht's zur Club-WM nach Tokio. Ersatzkapitän Cech erinnerte an die Schnelllebigkeit des Fußballs: "Wir könnten am Ende in Japan mit der Trophäe dastehen - dann ist das auf einmal das beste Jahr in Chelseas Club-Geschichte."

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