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Borussia Dortmund: Mats Hummels gegen Donezk vom Horst zum Held

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Mats Hummels - vom Match-Trottel zum BVB-Retter

15.02.2013, 11:02 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund: Mats Hummels gegen Donezk vom Horst zum Held. Nach dem Schlusspfiff konnte Mats Hummels doch noch mit sich zufrieden sein. (Quelle: dpa)

Nach dem Schlusspfiff konnte Mats Hummels doch noch mit sich zufrieden sein. (Quelle: dpa)

Aus Donezk berichtet Patrick Brandenburg

Am Ende eines langen Abends im nasskalten Donezk blieb Mats Hummels doch die Heldenrolle: Um Mitternacht herum war der Abwehrspieler der gefragteste Mann in der Mixed Zone im Bauch der Donbass-Arena. Er kämpfte sich von einem Kamerateam zum nächsten, von den internationalen Fragestellern zu den deutschen. Vom Beinahe-Torjäger über den vermeintlichen Match-Trottel bis hin zum Retter des BVB - diese Geschichte wollte erzählt werden.

Keiner symbolisierte die Achterbahnfahrt der Dortmunder Borussia Dortmund besser als der Nationalverteidiger, der dem Deutschen Meister mit seinem späten Kopfballtor ein wertvolles 2:2 bei Schachtjor Donezk sicherte und damit die berechtigte Hoffnung, erstmals seit 15 Jahren wieder ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen.

Beträchtliche Defensiv-Schwächen

"Weil der Fußball manchmal gerecht ist, macht Mats am Ende sein Tor", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp ein wenig erleichtert nach dem ebenso spannenden wie anspruchsvollen Duell der beiden Überraschungsteams der Königsklasse. Seine Dortmunder hatten erneut tolle Angriffe gezeigt, aber auch etliche aus der Bundesliga bekannte Defensiv-Schwächen - Hummels als schlechtes Beispiel allen voran. Letztlich aber verdienten sich die Westfalen beim Gastspiel in der Ost-Ukraine eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in drei Wochen in Dortmund. "Ich glaube, ein Unentschieden ist fast zu wenig", sagte Hummels. "Aber wenn man zwei Mal im Rückstand liegt, ist es ein versöhnliches Ergebnis."

Klopp: "Die Mannschaft ist cool gewesen"

Die Stimmen der BVB-Profis nach dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League in Donezk.

Die Stimmen der BVB-Profis nach dem Spiel in Donezk.


Der 24-Jährige hätte schon nach einer Viertelstunde die Weichen auf Sieg stellen können. Doch der erste Ausflug des Innenverteidigers in den gegnerischen Strafraum war noch nicht von Erfolg gekrönt. Ganz knapp nur, denn sein Kopfball nach einer Ecke von Marco Reus donnerte krachend ans Gebälk des Tores von Keeper Andrey Pyatow. Die knapp 2000 stimmgewaltigen Dortmund-Fans, die im Hexenkessel von Donezk erstmals in der laufenden Champions-League-Spielzeit kaum zu hören waren, stöhnten auf.

Slapstick-Einlage "einfach unglaublich"

Weit in der zweiten Hälfte dieser Partie auf gehobenem Niveau stockte ihnen vermutlich der Atem. Denn in der 68. Minute unterlief Hummels am eigenen Strafraum eine Slapstick-Einlage, die Dortmunds Traum kurzfristig ernsthaft gefährdete. "Das ist einfach unglaublich. So etwas passiert nur einmal in der ganzen Saison“, sagte Klopp über die Szene, in der sein Vorzeige-Verteidiger bei einer hohen Flanke so stümperhaft zum Ball ging, dass es Joker Douglas Costa den vermeintlichen 2:1-Siegtreffer für Schachtar ermöglichte. Klopp erinnerte dabei an das spektakuläre 4:4 in der vergangenen Bundesliga-Spielzeit gegen den VfB Stuttgart, als Hummels in ähnlicher Weise patzte.

Zwischendurch hatten die knapp 50.000 Fans im grandiosen Fünf-Sterne-Stadion von Donezk eine Partie zweier "Umschalt-Mannschaften mit irre hohem Tempo" gesehen, wie Hummels es treffend formulierte. Dario Srna, der kroatische Kapitän des brasilianisch-ukrainischen Millionen-Kombinats von Trainer Mircea Lucescu, hatte nach einem blöden Foul von Felipe Santana den Dortmunder Keeper Roman Weidenfeller per Freistoßtreffer schlecht aussehen lassen (31.). Kurz vor der Pause gelang Robert Lewandowski mit seinem fünften Treffer in der laufenden Champions-League-Saison die passende Antwort (41.). Mario Götze hatte klasse vorbereitet.

Viel Arbeit für den BVB

Nicht zu übersehen war allerdings auch, wie der BVB trotz sehenswerter Offensiv-Aktionen und einer weiteren Großchance durch Lewandowski (72.) im Rückwärtsgang immer wieder wackelte: etwa, wie der sonst so souveräne Hummels Luiz Adriano ziehen lies (52.) und der ebenfalls nicht sattelfeste Santana erst in letzter Sekunde blockte; wie Hummels gegen Mittelfeld-Wirbelwind Henrikh Mkhitaryan über den Ball semmelte und von Glück sprechen konnte, dass auch dieser Donezk-Angriff versandete.

Mit acht Gegentreffern aus den letzten drei Pflichtspielen bleibt viel Arbeit vor den nun anstehenden, entscheidenden Wochen dieser Saison. "Der BVB hat viele Fehler gemacht, doch wir haben sie nicht genutzt“, sagte Donezks Trainer Lucescu enttäuscht und schob die Probleme der eigenen Mannschaft auf die fehlende Spielpraxis. Schließlich startet sein Team erst Anfang März in die heimische Liga - nach fast drei Monaten Winterpause.

Hummels mit dem Kopf zur Stelle

Die letzte Pointe in diesem Spiel war aber Hummels vorbehalten. Schmelzer, der in der ersten Halbzeit gleich zwei Mal gegen Adriano in höchster Not rettete (33., 45.), zirkelte eine Ecke perfekt in die Mitte, und drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war Dortmunds Verteidiger-Star dann doch mit dem Kopf zur Stelle. Weil der BVB noch nicht ganz wieder die Klasse der traumhaften Gruppenphase hat, dürfte dieser Treffer umso wertvoller sein. "Das 2:2 ist natürlich ein Vorteil, weil wir bei Anpfiff des Rückspiels theoretisch weiter sind", sagte Hummels. So kann Borussia die spiel- und konterstarken Ukrainer im zweiten Aufeinandertreffen erst einmal kommen lassen.

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