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Ferguson droht nach Pressekonferenz-Boykott harte Strafe

07.03.2013, 09:04 Uhr | dpa

Ferguson droht nach Pressekonferenz-Boykott harte Strafe. Die Rote Karte für Nani von Manchester United (M) kippte das Spiel für die Engländer.

Die Rote Karte für Nani von Manchester United (M) kippte das Spiel für die Engländer. (Quelle: dpa)

Manchester (dpa) - Wie von Sinnen zeigte Sir Alex Ferguson nach dem Abpfiff auf Schiedsrichter Cüneyt Çakir. Manchester Uniteds Trainer-Ikone verweigerte anschließend sogar das Interview mit dem vereinseigenen Sender MUTV.

Der 71-Jährige, seit neun Jahren mit Herzschrittmacher an der Seitenlinie, sei "verzweifelt" und "nicht in fittem Zustand", um über die spielentscheidende Rote Karte gegen Nani zu sprechen, erklärte Co-Trainer Mike Phelan. Er vertrat Ferguson bei der Pressekonferenz nach dem tragischen Aus in der Champions League gegen Real Madrid.

Wegen seines Fernbleibens bei der obligatorischen Medienrunde droht Sir Alex nun eine Bestrafung durch die UEFA. Die Disziplinarkommission des Verbandes habe ein Verfahren eingeleitet und werde sich am 21. März mit dem Fall beschäftigen, teilte die UEFA mit.

Fußball-England muss nach Madrids 2:1-Sieg befürchten, dass erstmals seit 1995/96 kein Premier-League-Club das Viertelfinale der Königsklasse erreicht. Es sei denn, der FC Arsenal schafft gegen den FC Bayern München nach dem 1:3 im Hinspiel noch das Fußball-Wunder.

Selbst Spaniens Sportblatt "As" schrieb: "Referee Cüneyt Çakir beging einen historischen Fehler." Der türkische Unparteiische wurde nach dem Achtelfinal-Rückspiel zur Zielscheibe heftiger Twitter-Attacken. Und Real-Coach José Mourinho schämte sich fast für den Sieg. "Das bessere Team hat verloren", konstatierte der Portugiese nüchtern. Zuvor hatte "Mou" seinen Lieblingstrainerrivalen und Wein-Freund Ferguson kurz umarmt und war schon vor dem Schlusspfiff durch den Spielertunnel verschwunden. Welch ein Gegensatz zu dem Mourinho, der 2004 mit dem FC Porto in Old Trafford triumphiert hatte und wild jubelnd auf den Knien auf dem Spielfeld herumgerutscht war.

Klar, die Ferguson-Nachfolge ist Mourinhos ultimativer Traumjob, unkten englische TV-Reporter. Aber der 50-Jährige erkannte schlicht an, dass der englische Rekordmeister bis zur kontroversen Szene um Landsmann Nani dominiert hatte. Mit dem 1:1 aus dem Hinspiel im Rücken kontrollierte United das Spiel gegen die Madrilenen um die eher unauffälligen deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira - und ging durch Sergio Ramos' Eigentor in Führung (48.).

Nanis Platzverweis drehte die Partie komplett. Der überragende Flügelspieler traf Gegenspieler Alvaro Arbeloa zwar mit gestrecktem Bein am Oberkörper (56.), aber unabsichtlich, weil er ihn nicht sah. Sir Alex war außer sich und puterrot. Ex-Nationalspieler Gary Lineker twitterte: "Der Schiedsrichter hat Manchester getötet." Die Zeitung "El País" meinte: "Ein einziger Augenblick schleuderte Real ins Viertelfinale." Uniteds Schockzustand nutzten Joker Luka Modric (66.) und Cristiano Ronaldo (69.) zum Doppelschlag aus.

Ausgerechnet der Heimkehrer Ronaldo. Aber der 28-Jährige hielt nach seinem Treffer im "Theater der Träume" geradezu entschuldigend seine Handflächen nach oben. "Ich habe mein Tor nicht bejubelt aus Respekt vor den Manchester-Fans, die mir so viel gegeben haben", sagte "CR7". Mit fast versteinerter Miene und auf seine Lippen beißend verließ er den Rasen. "Die Gefühle haben mich überwältigt. Das hier ist mein zweites zu Hause. Ich bin glücklich, weil Madrid weiter ist, aber auch ein bisschen traurig, weil United raus ist."

Uniteds Akteure sagten nichts. Auch nicht Club-Evergreen Ryan Giggs, dessen historisches 1000. Spiel als Fußballprofi ruiniert wurde. "Wir dürfen nichts sagen", erklärte Nani den Journalisten in der Mixed-Zone. Sie sollten vor Schimpf-Tiraden auf den Referee bewahrt werden. Abwehr-Routinier Rio Ferdinand hatte sich bereits dazu hinreißen lassen, dem Schiedsrichter am Spielende sarkastisch ins Gesicht zu applaudieren. Ihm droht ein Nachspiel durch die UEFA.

Englands selten zimperliche Presse hielt sich zurück mit einer Verschwörungstheorie, obwohl United in drei Partien unter Cakir nie gewann. Die "Daily Mail" befand: "Unter dem Strich ist es so: Nur weil dein zu Unrecht beschuldigter Flügelspieler vom Platz fliegt, musst du in den nächsten 12 Minuten nicht zwei Tore kassieren."

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