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FC Bayern: Franck Ribéry droht Sperre nach Gala gegen Juve

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Bayerische Gala-Vorstellung mit zwei Wermutstropfen

03.04.2013, 12:33 Uhr | t-online.de

FC Bayern: Franck Ribéry droht Sperre nach Gala gegen Juve . Arturo Vidal wälzt sich nach dem Tritt von Franck Ribéry am Boden. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Arturo Vidal wälzt sich nach dem Tritt von Franck Ribéry am Boden. (Quelle: Jan Huebner/imago)

Aus München berichtet Thomas Tamberg

Pavel Nedved stand in der Mixed Zone mit dem Rücken zu den Journalisten und bearbeitete seinen Kaugummi noch intensiver als sonst. Der Sportdirektor von Juventus Turin hatte keine Lust, die 0:2-Pleite im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Bayern München öffentlich zu analysieren. Ebenso wenig wie Gianluigi Buffon. Der ehemalige Welttorhüter hatte sich vorsorglich Kopfhörer ins Ohr gesteckt, um seine fehlende Gesprächsbereitschaft zu signalisieren. Immerhin Trainer Antonio Conte stand Rede und Antwort. Doch dabei wirkten seine sanften Augen noch ein bisschen trauriger, als sie ohnehin schon auf die Welt schauen.

Kurz zuvor hatten die Bayern dem alten und wohl auch neuen italienischen Meister eine Lehrstunde der Extraklasse erteilt. Die Italiener konnten von Glück reden, dass die Münchner mit dem Blitztor von David Alaba nach 26 Sekunden und dem Treffer von Thomas Müller (63.) nur zwei Tore erzielt hatten. "Die Mannschaft hat den Drang, es allen zu zeigen“, sagte Conte anerkennend über den FC Bayern und spielte auf das verlorene Finale gegen den FC Chelsea an. "Bayern ist eine Supermacht."

Ribéry mit einem brutalen Foul

Doch die Freude über die bärenstarke Leistung des deutschen Rekordmeisters wurde durch ein Foul von Franck Ribéry an Gegenspieler Arturo Vidal getrübt. Kurz vor Schluss ließ sich der Dribbelkünstler gegenüber dem Ex-Leverkusener, mit dem er sich das gesamte Spiel über ein heißes Duell geliefert hatte, zu einem üblen Tritt in die Wade hinreißen. Das Foul hätte leicht böse Folgen für den Chilenen haben können.

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Wie einst 2010?

Schiedsrichter Mark Clattenburg aus England sah die Szene nicht. Sollte die UEFA nachträglich ermitteln, dürfte Ribéry nicht nur im Rückspiel in Turin fehlen, sondern auch in einem möglichen Halbfinale. Sogar um das Finale müsste er bangen, schließlich ist er Wiederholungstäter. Bereits im Endspiel 2010 gegen Inter Mailand musste der 28-Jährige zuschauen, nachdem er im Semifinale gegen Lyon eine Tätlichkeit begangen hatte.

Lob vom Boss

Rein sportlich war dagegen alles super. Karl Heinz Rummenigge sprach von der "vielleicht besten Saisonleistung" und schwärmte: "Das war taktisch auf einem super Niveau. Ich kann der Mannschaft nur ein großes Kompliment machen." Der Vereinsboss musste sich sichtlich zusammenreißen, um die Freude und den Stolz über die Leistung der Mannschaft nicht allzu öffentlich zur Schau zu tragen.

Zuvor hatte der FC Bayern den Gegner 90 Minuten lang in allen Belangen beherrscht. "Wir haben kaum Torchancen gegen eine Topmannschaft zugelassen und einen verdienten Sieg eingefahren", analysierte Kapitän Philipp Lahm. Müller gab indes zu verstehen, dass solche Abende allerdings die Ausnahme bleiben werden: "Wir haben in beide Richtungen sehr intensiv gespielt. Diese Leistungen können wir gar nicht immer zeigen."

Die Erfolgsformel

"Wie wir gegen den Ball gearbeitet haben, wie wir in vorderster Linie den Gegner gestört haben, das war der Schlüssel zum Sieg", sagte Matthias Sammer und konnte sich einen kleinen Seitenhieb Richtung Nationalmannschaft nicht verkneifen. Juve habe die ähnliche Taktik angewandt wie im EM-Halbfinale, als die DFB-Elf gegen Italien ausschied. Nur der FC Bayern sei besser darauf eingestellt gewesen und habe besser verteidigt, meinte der Sportvorstand des deutschen Rekordmeisters.

"Wir waren sehr gut vorbereitet auf dieses Spiel", lobte sich auch Jupp Heynckes wieder einmal selbst, so wie er es zuletzt immer öfter getan hatte, nachdem der Verein bekannt gegeben hatte, ab der kommenden Saison auf Pep Guardiola setzen zu wollen. Der Erfolg gibt Heynckes recht. Ein weiterer Grund für den Sieg war die Tatsache, dass Juve-Spielmacher Andrea Pirlo nahezu komplett aus dem Spiel genommen wurde.

Pirlo aus dem Spiel genommen

Mario Mandzukic und Müller kümmerten sich abwechselnd in der Rückwärtsbewegung darum, die Kreise des Spielgestalters einzuschränken. "Wir haben Juve dadurch unter Druck gesetzt, so dass sie viel mit langen Bällen agieren mussten. Das kommt Pirlo überhaupt nicht entgegen", sagte Müller.

Saison-Aus für Kroos

Sogar die frühe Verletzung von Toni Kroos konnte der FC Bayern kompensieren. Der 23-Jährige zog sich einen Muskelbündelriss im Adduktorenbereich (rechts) zu und fällt laut Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt mindestens sechs bis acht Wochen aus. Die Saison ist für ihn damit gelaufen. Müller übernahm seine Rolle hinter der Spitze und Arjen Robben kam ins Spiel auf seine angestammte rechte Außenbahn. Müller: "Die zentrale Position mit Ribéry und Robben neben mir ist für mich gar kein Problem."

Die Flügelzange kneift wieder

Und so stand plötzlich wieder die einstmals gefährlichste Flügelzange Europas auf dem Feld und machte seit Langem diesem Ruf alle Ehre. Insbesondere wie die beiden Ausnahmefußballer auch nach hinten arbeiteten, offenbarte den neuen Geist der Bayern-Elf. Ein Extralob erhielt der Franzose, der endlich auch gegen eine große Mannschaft ein starkes Spiel machte, von Vereinsboss Rummenigge. "Franck hatte einen großen Tag." Der allerdings durch sein Foul getrübt wurde - das die Bayern nun bangen lässt.

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