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Dortmund-Remis in Malaga: Nullnummer ist "trügerisches Ergebnis"

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Chancenwucher gefährdet das BVB-Projekt

04.04.2013, 09:47 Uhr | t-online.de

Dortmund-Remis in Malaga: Nullnummer ist "trügerisches Ergebnis". Mario Götze ließ in Malaga drei hundertprozentige Chancen aus. (Quelle: dpa)

Mario Götze ließ in Malaga drei hundertprozentige Chancen aus. (Quelle: dpa)

Aus Malaga berichtet Patrick Brandenburg

Schnelles Umschalten gehört zu den großen Stärken bei Borussia Dortmund - das wurde bei der wohl spektakulärsten Nullnummer der Champions-League-Geschichte beim FC Malaga einmal mehr klar. Nicht nur auf dem Rasen, auch in der improvisierten Mixed Zone des Stadions La Rosaleda war es eine Freude, etwa Mario Götze beim blitzartigen Wechsel von Defensive auf Offensive zu beobachten. Mit Kulturbeutel im Armee-Look und den obligatorischen fetten Kopfhörern der neuen Fußballergeneration bewaffnet, machte sich der tragische Held des Abends fast einen Spaß daraus, abwehrbereit und angriffslustig zwischen der Rolle als Büßer und Hoffnungsspender zu pendeln.

"Ich bin traurig, dass ich der Mannschaft nicht helfen konnte. Aber im Rückspiel habe ich neunzig Minuten Zeit, es wieder gut zu machen", war die Kernaussage des Mittelfeldstars, dessen drei vergebene Großchancen Dortmunds weiteren Weg in der Königsklasse unnötig schwierig gestalten könnten.

Zorc: "Trügerisches Ergebnis"

"Das 0:0 ist ein trügerisches Ergebnis", mahnte Sportdirektor Michael Zorc nach dem ersten Viertelfinalduell mit dem Fünften der Primera Division. Schließlich nimmt sein Team nach einer über weite Strecken großartig anzusehenden Leistung nur einen wackligen Vorteil mit ins Rückspiel am kommenden Dienstag in der Heimat: Ein Remis wird nicht reichen fürs Weiterkommen, der BVB ist zum Siegen verdammt. Schon ein einziger Treffer der Spanier würde es den hoch gehandelten und super ehrgeizigen Borussen zusätzlich schwer machen, ins heiß ersehnte Halbfinale zu kommen. 

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Borussia hadert mit der Chancenverwertung in Malaga.

BVB hadert mit der Chancen- verwertung in Malaga.


Dass die Routiniers aus Malaga selbst eine ordentliche Portion Offensivqualitäten besitzen, haben sie gezeigt. Altstar Javier Saviola ist immer noch für ein überraschendes Dribbling gut und Shooting-Star Isco kaum berechenbar. "Beide Mannschaften sind mehr oder weniger gleichauf. Die Chancen für das Rückspiel sind offen", behauptete Malagas Trainer Manuel Pellegrini daher selbstbewusst. Der Mann kennt sich aus: Vor sieben Jahren führte er Villarreal als krassen Außenseiter in die Runde der besten vier Teams Europas.

Klopp: "Alles ist gut"

Die Gefahr, Malaga im Aufeinandertreffen vor heimischer Kulisse zu unterschätzen, ist nach der spielerisch hochklassigen, aber letztlich schrecklich ineffektiven ersten Partie gegeben. Auch wenn sich alle Dortmunder bemühen, verbal vorzubeugen. "Wir werden durch frühzeitiges Abhaken unseren Weg in der Champions League nicht gefährden", sagte etwa Trainer Jürgen Klopp. Aber auch der BVB-Coach sieht in "dem 0:0 der spektakuläreren Art" nichts, was Sorgen machen müsste: "Wir haben keine Verletzten, keine Gesperrten - alles ist gut." Und: "Wir wissen jetzt noch mehr über den Gegner. Die Basis ist gelegt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger."

Optimismus vor dem Rückspiel

Seine Spieler sind derweil fest davon überzeugt, im Rückspiel für klare Verhältnisse zu sorgen. "Wir haben zu viel Offensivqualität, um unser Potenzial nicht ausschöpfen zu können", sagte Nationalspieler Ilkay Gündogan, der in Malaga eine großartige Partie zeigte und immer wieder seine Nebenleute mit Sensationspässen einsetzte. Torhüter Roman Weidenfeller, der sein Team mit tollen Paraden vor einer ebenfalls möglichen Niederlage bewahrte, ist sich sicher: "Wir werden das Spiel gewinnen."

Eine Ladehemmung wie im Hinspiel kann sich der BVB dann aber nicht mehr leisten: Drei Mal tauchte allein Götze unbedrängt vor Malagas Keeper Willy auf, drei Mal gelang ihm das Kunststück, den Torwart mit einem harmlosen Roller anzuschießen oder stramm vorbeizuziehen. Solche Chancen verwertet der Youngster sonst, ohne mit der Wimper zu zucken. Ähnlich ärgern musste sich auch Stürmer Robert Lewandowski, der in der Bundesliga gerade nach Belieben trifft. Kurz nach der Pause legte ihm Götze den Ball perfekt auf den Fuß, doch der Pole senste ungeschickt über die Kugel und traf aus zehn Metern Torentfernung beinahe die Eckfahne.

Abwehrschlacht im Rückspiel?

Für die zu erwartende Abwehrschlacht des FC Malaga in Dortmund ist der Rückfall in den Chancenwucher der vergangenen Champions-League-Saison keine gute Aussicht. Es gehört keine große Phantasie dazu, sich vorzustellen, wie tief gestaffelt die Spanier stehen werden, zumal sie auf die gesperrten Strategen Weligton und Manuel Iturra verzichten müssen. Gegen die mit über 29 Jahren im Durchschnitt älteste Mannschaft des Wettbewerbs droht ein Nervenspiel, bei dem der BVB ständig auf der Hut vor Kontern sein muss.

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