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Borussia Dortmund steht im Halbfinale: "Das war so großartig"

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Borussia nach tollem Finish im Halbfinale

11.04.2013, 12:13 Uhr

Borussia Dortmund steht im Halbfinale: "Das war so großartig". Die BVB-Profis außer Rand und Band. (Quelle: Reuters)

Die BVB-Profis außer Rand und Band. (Quelle: Reuters)

Was für ein Finish! Borussia Dortmund ist zurück im Kreis der europäischen Fußball-Elite. Beim 3:2 (1:1)-Last-Minute-Sieg über den FC Málaga feierte der BVB einen weiteren internationalen Festtag und zog erstmals seit 1997 und 1998 wieder in das Halbfinale der Champions League ein. Wie schon beim 0:0 im Hinspiel erwies sich die von 65.829 Zuschauern im ausverkauften und bebenden Dortmunder Stadion umjubelte Borussia als die bessere Mannschaft.

Nach Toren von Robert Lewandowski (40. Minute), Marco Reus (90.+1) und Felipe Santana (90.+3) kann das Team von Trainer Jürgen Klopp weiter vom Endspiel in Wembley träumen. Den Schock des frühen 0:1 durch Joaquín (25.) und des 1:2 durch Eliseu aus stark abseitsverdächtiger Position (82.) steckte der BVB in einem unfassbaren Endspurt und dank unbändiger Moral noch weg. So dürfen sich Mannschaft, Verein und Fans nun bei der Auslosung an diesem Freitag auf mindestens zwei weitere europäische Fußball-Festtage im Halbfinale am 23./24. April und 30. April/1. Mai freuen.

Nach 25 Minuten ist die Taktik dahin

"Das war so großartig, die Leute freuen sich ein zweites Loch in den Allerwertesten. Wir werden nicht gut schlafen, aber das ist mir total egal. Wir genießen das, aber wir werden jetzt nicht feiern, als hätten wir schon was gewonnen", sagte: BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Dabei bereitete der Elf in der Anfangsviertelstunde das knifflige Hinspiel-Ergebnis reichlich Kopfzerbrechen. Wie der Gegner war auch der BVB zunächst auf Sicherheit bedacht. Die sonst so offensiv- und kombinationsfreudigen Dortmunder scheuten das Risiko. 15 Minuten lang spielte sich das Geschehen in der stimmungsvollen Arena fast ausschließlich im Mittelfeld ab. Robert Lewandowski gab nach Zuspiel von Mario Götze den ersten kleinen Warnschuss ab. Aber der gewagte Heber des polnischen Nationalspielers ging über die Latte (16.). Doch nach 25 Minuten mussten die Gastgeber alle taktischen Überlegungen und das von Trainer Klopp angekündigte Geduldsspiel über den Haufen werfen.

Intensive Abwehrarbeit

Die bis dato sicher stehende BVB-Hintermannschaft ließ sich überrumpeln. Joaquin düpierte Marcel Schmelzer, schoss aus 18 Metern Neven Subotic durch die Beine und unhaltbar für Roman Weidenfeller ins untere Eck. Das erste Tor mit dem ersten Torschuss traf die Borussia ins Mark und bescherte Málaga die erhoffte Komfortzone.

Die spanischen Defensivspezialisten konnten sich nun noch intensiver der Abwehrarbeit widmen und die Räume für die Dortmunder Angriffe noch enger machen. Lange Zeit gelang der hochgelobten Offensive der Schwarz-Gelben wenig bis nichts - bis zur 40. Minute.

Torhüter im Blickpunkt

Eine fantastische Kombination über Lukasz Piszczek, Jakub Blaszczykowski und Götze landete bei Marco Reus, der per Hacke Lewandowski auflegte. Der Stürmer verwandelte kaltschnäuzig und bewies mit seinem sechsten Königsklassen-Tor seine einmalige Wertigkeit. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff überstanden Team und Fans eine weitere Schrecksekunde ohne schlimmen Schaden. Nach einem Freistoß kam Joaquín frei zum Kopfball, scheiterte aber an Weidenfeller (45.+1).

Nach dem Wechsel ging es gleich mit zwei brenzligen Torraumszenen los. Zunächst scheiterte Lewandowski mit einem wenig platzierten Schuss an Málaga-Schlussmann Willy (47.), nur eine Minute später rettete Weidenfeller mit einer Weltklasse-Parade nach einem Kopfball des erneut freien Joaquín. "Málaga macht uns das Leben schwer", sagte BVB-Manager Michael Zorc zur Pause im Sky-Interview.

Reus scheitert zunächst noch

Dies blieb auch erst einmal so. Götze tauchte plötzlich im Strafraum auf, war aber zu überrascht und verzog klar (53.). Die Gäste agierten zwar in dem Wissen, dass ihnen das Remis zum Weiterkommen reichen würde, versteckten sich aber nicht komplett. Die Spanier erwiesen sich als der befürchtet zähe Gegner. Das Spiel wurde nun munterer als in der ersten Hälfte. Den Dortmundern allerdings fehlten weiter die klare spielerische Linie und der Mut zum Risiko.

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Weidenfeller musste bei einem Distanzschuss von Jeremy Toulalan mit beiden Fäusten klären (70.). Zwei Minuten später versuchte es Klopp mit einem Doppelwechsel. Nuri Sahin und Julian Schieber kamen, Blaszczykowski und der Rot-gefährdete Sven Bender gingen. Wenig später hatte Reus die Riesen-Chance zum 2:1, scheiterte aber aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Willy. Dann überschlugen sich die Ereignisse - nach dem Dortmunder Doppelschlag und letzten Pfiff des schottischen Schiedsrichters Craig Thomson bebte das Stadion.

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