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Meiste Sportstars sympathisieren mit Bayern

21.05.2013, 16:53 Uhr | dpa

Meiste Sportstars sympathisieren mit Bayern. Auch Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner drückt den Bayern die Daumen.

Auch Biathlon-Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner drückt den Bayern die Daumen. (Quelle: dpa)

Stuttgart (dpa) - Deutsche Sportstars drücken im Traumfinale der Champions League mehrheitlich dem FC Bayern München die Daumen und tippen auch auf einen Sieg des Rekordmeisters. Borussia Dortmund gilt am Samstag beim Fußball-Gipfel im Wembleystadion nur als Außenseiter.

Das Team von Trainer Jürgen Klopp genießt laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa auch wesentlich weniger Zuneigung. "Ich bin seit Ur-Zeiten Bayern-Fan und bete und hoffe, dass sie es diesmal schaffen. Nach zwei verlorenen Endspielen sind sie endlich dran", sagte Skilangläufer Tobias Angerer. Allerdings sei Dortmund "der schwerste und unangenehmste Gegner, den man bekommen konnte". Angerer will das Endspiel auf Sardinien, wo er und seine Nationalmannschaftskollegen einen Radlehrgang absolvieren, verfolgen. "Natürlich in voller Fan-Montur mit Schal und Trikot."

Auch die ehemalige Biathlon-Ikone Magdalena Neuner drückt "natürlich den Bayern die Daumen". Die mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin ist am Finaltag bei einer Hochzeit. Sie hofft, das Ergebnis irgendwie mitzukriegen, will sich aber nicht vor einen Fernseher setzen. "Das fände ich gegenüber dem Brautpaar extrem unhöflich", sagte Neuner. Von allen Bayern-Anhängern tippte sie mit 3:0 auf den klarsten Triumph ihres Lieblingsclubs.

Andere wie Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch oder der vierfache Rodel-Weltmeister und Goldmedaillengewinner Felix Loch legten sich auf ein 3:1 für die Startruppe von Trainer Jupp Heynckes fest. Alpin-Königin Höfl-Riesch verfolgt den Auftritt ihres "Lieblingsvereins leider allein zu Hause", weil die Vorbereitung auf die neue Saison für sie "oberste Priorität" hat. Dabei hätte sie ihren Mann nach London begleiten können.

Auch Slalom-Spezialist Felix Neureuther, ein Kumpel von Bastian Schweinsteiger, zittert im Stadion mit den Münchnern. Die Bayern hätten den Sieg verdient, "weil sie die gesamte Saison den besseren Fußball gespielt haben", urteilte Neureuther. "Außerdem haben sie es sich nach dem Finale dahoam mehr als verdient, dass sie den Pott holen." Loch fiebert mit seinen Rodel-Kumpels daheim mit seinem Club mit. "Der frühere Bayern-Kapitän Mark van Bommel hat mir sein Trikot geschenkt, das ziehe ich natürlich an", sagte der Berchtesgadener, der "von kleinauf Fan" des FCB ist.

Die befragten Wintersportler stehen fast geschlossen hinter den Bayern, womöglich auch wegen der regionalen Nähe. Eine Ausnahme bildet Eishockey-Crack Christian Ehrhoff. Der NHL-Profi und Kapitän der Nationalmannschaft tippt 2:1 für Dortmund. Ehrhoff twitterte während der WM fleißig und stelle sogar ein Bild von sich im BVB-Trikot online. Er sagte sogar die Torschützen voraus: "Einfach wird es nicht werden, aber Lewandowski und Reus schießen uns in Führung. Ribéry macht dann das Anschlusstor."

Sebastian Vettel tippt ebenfalls auf ein 2:1 für die Borussen. "Das wird 'ne ganz knappe Geschichte. Auf dem Papier gewinnt Bayern, in Wembley der BVB", sagte der dreimalige Formel-1-Champion.

So eine Prognose lässt Sandro Cortese, David Storl oder Angelique Kerber kalt. Laut Motorrad-Weltmeister Cortese, "seit jeher Bayern-Fan", kann es "nur einen Sieger geben: den FC Bayern". Der Kugelstoß-Weltmeister und Olympia-Zweite Storl schlief als Kind in Bayern-Bettwäsche. Nach seinem ersten Saisonwettkampf in Halle fährt er schnell nach Hause zurück, um in Chemnitz das Finale zu schauen. Die beste deutsche Tennisspielerin Kerber hält "natürlich zum FC Bayern, weil ich schon lange ein Fan dieses Vereins bin".

Bei Kickern geben in der Regel alte Verbindungen den Ausschlag: Der ehemalige Bayern-Kapitän Stefan Effenberg geht "mal schwer davon aus", dass es sein Ex-Club packt: "Die Bayern werden sich das nicht nehmen lassen." Fredi Bobic, jetzt Sportdirektor beim VfB Stuttgart und früher auch beim BVB Torjäger, hofft "auf den richtigen Sieger. Aufgrund meiner Vergangenheit ist das klar". Lukas Podolski ist es hingegen "völlig egal, wer gewinnt". Der Arsenal-Angreifer hat an seine Münchner Zeit keine so guten Erinnerungen.

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