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BVB schmiedet ambitionierte Pläne - "Hart arbeiten"

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BVB schmiedet ambitionierte Pläne - "Hart arbeiten"

27.05.2013, 13:43 Uhr | dpa

BVB schmiedet ambitionierte Pläne - "Hart arbeiten". Hans-Joachim Watzke ist zuversichtlich, dass der BVB auch in den kommenden Jahren eine sehr wichtige Rolle international spielt.

Hans-Joachim Watzke ist zuversichtlich, dass der BVB auch in den kommenden Jahren eine sehr wichtige Rolle international spielt. (Quelle: dpa)

Dortmund (dpa) - Wembley ist Geschichte, Berlin das Ziel. Nach der Niederlage im famosen Champions-League-Showdown gegen den FC Bayern laufen die Personalplanungen bei Borussia Dortmund auf Hochtouren.

Trotz des sicheren Verlustes von Mario Götze und des wahrscheinlichen Weggangs von Robert Lewandowski gab sich Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kämpferisch: "Um den nächsten Triumph zu erreichen, brauchst du den Schmerz der Niederlage. Wer glaubt, dass wir den Höhepunkt bereits erreicht haben, der wird sich noch wundern."

Es dürfte für den BVB jedoch schwierig werden, das Niveau auf Anhieb zu halten. Schließlich stehen auf den zentralen Positionen im offensiven Mittelfeld und Angriff Umbauarbeiten an. Nach Götze wird wohl auch Lewandowski zum FC Bayern wechseln. Dessen Berater Cezary Kucharski kündigte im polnischen TV an, dass dieser Transfer eine Frage "von ein, zwei Wochen" sei: "Für uns ist die Angelegenheit klar, aber wir haben nichts unterschrieben. Ich hoffe, dass das Wort, das Robert gegeben wurde, eingehalten wird." Auf die Frage, ob es sich dabei um Bayern München handele, antwortete Kucharski mit einem "Ja."

Allerdings müssen sich die Münchner auf harte Verhandlungen mit der Dortmunder Vereinsführung einstellen. Watzke verspürt wenig Lust, den Torjäger ein Jahr vor Ende der Vertragslaufzeit ausgerechnet an den FC Bayern zu verlieren. Die Aussage des Münchner Trainers Jupp Heynckes, wonach Lewandowski schon bald im Trikot des deutschen Rekordmeisters aufläuft, konterte Watzke kühl: "Er sollte das den Leuten überlassen, die dafür zuständig sind."

Einen ersten hochkarätigen Transfer haben die Dortmunder bereits unter Dach und Fach, auch wenn die offizielle Bestätigung am Montag weiter auf sich warten ließ. Für geschätzte neun Millionen Euro wechselt der Bremer Abwehrspieler Sokratis zum Bundesliga-Zweiten. Damit schließt der BVB die Lücke, die der scheidende Santana hinterlässt. Der künftige Schalker nahm am Montag auf seiner Facebook-Seite Abschied von der Borussia: "Danke für tolle 5 Jahre, die ich hier gelebt habe."

Zum Start in die neue Saison ist für Sokratis jedoch zunächst eine andere Rolle vorgesehen: Als Vertreter von Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek, der nach einer für die kommenden Tage vorgesehenen Hüftoperation monatelang fehlen wird. Ebenfalls weit fortgeschritten sind die Verhandlungen mit Kevin de Bruyne. Für den in der vorigen Saison vom FC Chelsea an Bremen ausgeliehenen belgischen Nationalspieler wären die Dortmunder bereit, 15 Millionen Euro zu überweisen. Allerdings wollen die Engländer den 21 Jahre alten Profi bisher nur ausleihen.

Bleibt die Suche nach einem gleichwertigen Ersatz für Lewandowski. Dessen ungeachtet ist auch Jürgen Klopp guten Mutes, dass der Revierclub weiter im Kreis der Besten mitmischen kann: "Wir werden hart daran arbeiten, dass wir nächstes Jahr noch mehr Qualität haben", kommentierte der Trainer voller Hoffnung auf eine weitere Finalteilnahme schon 2015 in Berlin: "Das wäre ein geeigneter Termin."

Trotz der Finalniederlage bekam die Borussia auch im Ausland überschwängliches Lob. Bei aller Sympathie für den märchenhaften Aufstieg verwies die britische Zeitung "Times" auf das Hauptproblem: "Jürgen Klopp hat eine Charm-Offensive gestartet - aber was zählt, ist das Geld. Kann Dortmund den Angeboten reicherer Clubs widerstehen, ihre besten Spieler wegzukaufen?"

Doch so mittellos wie noch vor Jahren ist auch die Borussia nicht mehr. Wer 65 Millionen Euro in der Champions League einnimmt, 35 Millionen Euro für Götze erlöst, mit weiteren Millionen für Lewandowski rechnen kann und in Europa gefeiert wird, hat viele Argumente auf seiner Seite.

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