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Schalker Krise und Personalmisere

25.08.2013, 10:24 Uhr | dpa

Schalker Krise und Personalmisere. Schalkes Trainer Jens Keller steht schon früh in der Saison unter Druck.

Schalkes Trainer Jens Keller steht schon früh in der Saison unter Druck. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Schalke 04 und Jens Keller steht das Wasser bis zum Hals. Dem Trainer der seit vier Pflichtspielen sieglosen Königsblauen droht bei einem Scheitern in der Champions League-Qualifikation bei PAOK Saloniki das Job-Aus.

"Ein Punkt aus drei Spielen ist nicht das, was Schalke erwartet hat. Deshalb ist der Druck enorm, gar keine Frage. Aber wir müssen uns dem Druck stellen", erklärte Keller nach der erneuten 1:2 (0:2)-Pleite seiner verunsicherten Mannschaft bei Hannover 96.

Der 42 Jahre alte Ex-Profi kennt das Bundesliga-Geschäft aus dem Effeff. Schalkes mächtiger Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies verließ das Stadion in Hannover bereits vor dem Abpfiff der turbulenten Partie mit drei Platzverweisen, obwohl Schalke am Schluss auf den Ausgleich drängte. Das ist kein gutes Zeichen. In Saloniki geht es um rund 20 Millionen Euro. Keller, der unter großer Personalnot leidet, wählte bei seinem Ausblick auf das Millionenmatch drastische Worte: "Wir haben noch elf Spieler auf dem Platz und die werden sich komplett den Arsch aufreißen, um das Ziel zu erreichen."

Auch einige Schalker Profis wie Julian Draxler nahmen in Hannover kein Blatt vor den Mund. "Die erste Halbzeit war ein Grottenkick von uns. In Saloniki gibt es keine Alibis mehr. Das ist das wichtigste Spiel des Jahres", sagte der Jung-Nationalspieler. Wer am Dienstag spielen soll, ist fraglich. Kapitän Benedikt Höwedes (15./Rot) und Verteidiger Christian Fuchs (85./Gelb-Rot), die in Hannover wie 96-Profi Szabolcs Huszti (74./Rot) vom Platz flogen, sind zwar in Saloniki spielberechtigt. Joel Matip (Zerrung) verlängerte aber die Verletztenliste, andere Profis verließen angeschlagen den Platz.

"Joel Matip hat sich durchgebissen, bei ihm sieht es nicht gut aus. Ich muss hoffen, dass Atsuto Ushida und Jefferson Farfán zurückkehren, sonst gehen uns langsam die Spieler aus", erläuterte Keller die Personalmisere. Ein neuer Spieler wie der seit Tagen als möglicher Zugang diskutierte Lukas Podolski von Arsenal London würde der Offensive gut tun, zumal Top-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar längere Zeit ausfällt. "Wir werden versuchen, alles zu überprüfen, was möglich ist", sagte Manager Horst Heldt im TV-Sender Sky.

Die knapp 10 000 mitgereisten Schalker Fans hatten kurz vor der Pause einmal "Wir wollen Euch kämpfen sehen" skandiert - daran hielten sich die Profis zumindest im zweiten Durchgang. Rufe wie "Trainer raus" waren aus dem Gäste-Block nicht zu hören. Das Gegentor von Adam Szalai (55.) reichte aber nicht, um die 96-Treffer von Huszti (15.) und Mame Diouf (42.) zu egalisieren. Szalai vergab den Ausgleich, als er den Ball am leeren Tor vorbei schob. "Das Ding musste ich machen", stellte der Ungar zerknirscht fest.

"Die drei Karten waren unnötig", haderte Heldt mit Schiedsrichter Bastian Dankert. Vor allem der frühe Platzverweis gegen Höwedes sorgte für viel Diskussionen. "Das war der Knackpunkt", stellte Schalke-Torwart Timo Hildebrand fest. Der Keeper, der erstmals ein Bundesligaspiel gegen Hannover 96 verlor, gab aber selbstkritisch zu: "Scheinbar brauchen wir erst einen Nackenschlag wie ein Gegentor oder eine Rote Karte, um aggressiv aufzutreten."

Die heimstarken Niedersachsen vergaben durch Diouf mehrere Chancen für einen höheren Sieg. Trainer Mirko Slomka, früher selbst ein Schalker, war nach seinem 200. Bundesliga-Einsatz froh und machte dem Kollegen Keller Mut: "Schalke hat große Moral bewiesen. Für Dienstag wünschen wir sicherlich alle ganz viel Glück."

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