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Supercup: Mourinho zeigt sich wieder als schlechter Verlierer

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Wilde Verschwörungstheorien  

Mourinho zeigt sich wieder als schlechter Verlierer

31.08.2013, 11:00 Uhr | sid

Supercup: Mourinho zeigt sich wieder als schlechter Verlierer. Nicht zufrieden mit den Entscheidungen: Mourinho (re.) knöpft sich Schiedsrichter Eriksson vor. (Quelle: AP/dpa)

Nicht zufrieden mit den Entscheidungen: Mourinho (re.) knöpft sich Schiedsrichter Eriksson vor. (Quelle: AP/dpa)

Jose Mourinho wandte sich mit Grausen ab, rüttelte verärgert an einer Werbebande und winkte noch einmal kurz in die Kurve - dann ergriff er die Flucht. Nur noch weg, raus aus der Eden Arena von Prag, die für ihn in diesem Moment zur Hölle geworden war. 6:7 (2:2, 1:1, 1:0) nach Elfmeterschießen im Supercup-Endspiel gegen den FC Bayern München - wieder hatte er ein Duell mit seinem Intimfeind Pep Guardiola verloren. Dafür konnte er selbst doch gar nicht verantwortlich sein.

So ließ er sich zu Verschwörungstheorien hinreißen. Ob Guardiola, die Bayern oder der schwedische Schiedsrichter Jonas Eriksson - alle bekamen ihr Fett weg vom Trainer des FC Chelsea.

Was in Prag passiert war, füge sich bestens ein in seine ganz persönliche "Geschichte mit der UEFA", polterte Mourinho. Nach der - berechtigten - Gelb-Roten Karte gegen Ramires habe er wie schon so oft in der Vergangenheit ein wichtiges Spiel mit nur zehn Mann zu Ende bringen müssen. Wie bereits in seiner ersten Amtszeit bei Chelsea, wie mit Inter Mailand, wie mit Real Madrid - und fast immer stand auf der Gegenseite der FC Barcelona mit Guardiola. "Guardiola ist ein glücklicher Mann, dass er wieder mit Elf gegen Zehn spielen durfte", stichelte er.

"Das bessere Team hat verloren"

Dann knöpfte sich Mourinho Schiedsrichter Eriksson direkt vor. "Man tötet ein Finale nicht mit so einer zweiten Gelben Karte. Ein englischer Schiedsrichter, der das Spiel liebt, unterbricht es und sagt Ramires: du hättest jemandem weh tun können, pass auf! Und er sagt den Bayern-Spielern, dass sie mit den Schwalben aufhören und fair spielen sollen."

Eriksson sei zudem "sehr eifrig" damit gewesen, eine Minute nachspielen zu lassen. In dieser 121. Minute fiel der Treffer von Javi Martinez zum 2:2, der die Bayern ins Elfmeterschießen rettete. Als der Ball im Netz war, gestikulierte Mourinho in Richtung des vierten Offiziellen. "Ich fühlte, dass das unverdient war, aber so ist Fußball, kein Problem", sagte er. "Ich bin enttäuscht, weil meiner Meinung nach das bessere Team verloren hat."

Guardiola lässt Vorwürfe an sich abprallen

Guardiola reagierte achselzuckend auf diese Aussagen. "Das ist seine Meinung. Es ist normal, dass er meint, dass sein Team mehr verdient gehabt hätte. Ich habe aber auch meine Meinung", sagte er.

Tatsächlich war Mourinhos Chelsea deutlich gefährlicher als das seines Vorgängers Roberto di Matteo, das den Bayern im Mai 2012 den Champions-League-Sieg entrissen hatte. Die Blues wären ein würdiger Sieger gewesen. Die Engländer überzeugten mit einer sicheren Verteidigung und mit den starken Außen Andre Schürrle und Eden Hazard.

Nächste Chance im Frühjahr 2014

Dominiert hat das Spiel aber der FC Bayern - auch bei Elf gegen Elf. Mourinho hofft nun, die Sache im kommenden Frühjahr in der K.o.-Runde der Champions League geraderücken zu können. Die Blauen, in der Endphase der Transferperiode noch einmal millionenschwer verstärkt mit den Offensivkräften Willian und Samuel Eto'o, gehören in der Königsklasse zu den Favoriten. Sofern es die UEFA zulässt, würde Mourinho vielleicht ergänzen.

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