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FC Schalke 04 war über Block-Sturm der Polizei informiert

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Polizeieinsatz im Stadion  

Schalke war über Block-Sturm informiert

13.09.2013, 14:31 Uhr | t-online.de, dpa, sid

FC Schalke 04 war über Block-Sturm der Polizei informiert. Polizeimaßnahme: Beamte griffen im Schalker Spiel gegen Saloniki im Fanblock hart durch. (Quelle: imago/Team2)

Polizeimaßnahme: Beamte griffen im Schalker Spiel gegen Saloniki im Fanblock hart durch. (Quelle: imago/Team2)

FC Schalke 04 in Bedrängnis: Anscheinend ist der Sicherheitsbeauftragte des Vereins doch informiert gewesen, bevor Polizeibeamte während des Champions-League-Qualifikationsspiel gegen PAOK Saloniki in den Fan-Block eindrangen. Das geht laut "Spiegel Online" aus einer Protokollnotiz hervor. Der Klub hatte dies bisher öffentlich bestritten.

"Es wurde von beiden Seiten bestätigt, dass sowohl der Fanbeauftragte wie auch anschließend der Sicherheitsbeauftragte zu den Ultras gegangen waren mit der Aufforderung, die Fahne zu entfernen. Der Sicherheitsbeauftragte hatte bei Nichtbefolgen den Polizeieinsatz angedroht. Der Sicherheitsbeauftragte war jederzeit über die Absicht und Durchführung des Polizeieinsatzes informiert", heißt es in dem Protokoll.

Gestern hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger angekündigt, dass die Polizei sich bis auf Weiteres aus der Schalker Arena zurückziehen und die Ordnungskräfte des Bundesligisten nur noch auf Anforderung unterstützen werde. Es sei künftig allein Sache des Klubs, für die Sicherheit zu sorgen, die Polizei werde aber außerhalb des Stadions in ausreichender Mannzahl bereitstehen, um in Notsituationen eingreifen zu können.

Auslöser: der Stern von Vergina

Der Polizeieinsatz im Schalke-Block war durch das Zeigen einer Fahne ausgelöst worden. Auf dieser war der sogenannte Stern von Vergina zu sehen, zusätzlich versehen mit der Aufschrift "Komiti Skopje". Die Schalker Ultras unterhalten seit Jahren eine Freundschaft mit dieser Ultra-Gruppierung von FK Vardar Skopje, dem amtierenden mazedonischen Meister.

Der Stern von Vergina war von 1991 bis 1995 die Flagge Mazedoniens. Dann wurde er durch eine achtstrahlige Sonne auf rotem Grund ersetzt – auf Druck Griechenlands. Der südliche Nachbar befürchtet territoriale Ansprüche Mazedoniens auf Teile seiner Provinz Makedonien. Dessen Hauptstadt ist Saloniki.

Tatbestand der Volksverhetzung?

Die Polizei in Gelsenkirchen hatte den harten Einsatz der Beamten beim 1:1 im Playoff-Spiel zwischen FC Schalke 04 und PAOK Saloniki gerechtfertigt. "Zur Sicherung des polizeilichen Einsatzes und insbesondere zum Schutz der eingesetzten Kräfte war ein massiver Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock notwendig", teilte die Polizei damals mit.

Nach Aussage eines der griechischen Polizeibeamten im Stadion handelte es sich bei dem Inhalt des Banners um volksverhetzende Tatbestände. Die mehr als 2000 griechischen Fans hätten mit Blockstürmen, Spielfeldsturm und Spielabbruch gedroht, falls das Banner nicht entfernt werde, erklärte die Polizei. "In einem solchen Fall wäre Leib und Leben zahlreicher, auch unbeteiligter Zuschauer gefährdet worden."

Kritik von der Polizeigewerkschaft

Die Verantwortlichen der Gelsenkirchener hatten sich nach der Partie über die eingesetzte Härte entsetzt gezeigt. "Dieser Einsatz war völlig unverhältnismäßig. Wir können dies absolut nicht gutheißen und bringen dafür nicht das geringste Verständnis auf", sagte Schalkes Vorstandsmitglied Peter Peters. "Wir sehen daher dringend Gesprächsbedarf. Dieser Vorfall muss unbedingt aufgearbeitet werden."

Der Einsatz sei weder mit dem Klub abgestimmt gewesen, noch wäre er in dem Fall "auch nur ansatzweise" gefordert oder gutgeheißen worden. Der Verein wies zudem darauf hin, dass im Gästeblock zuvor "Böller sowie Pyrotechnik" gezündet wurden und "zahlreiche Transparente mit ebenfalls provokanten Botschaften" platziert waren. Der Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt hatte daraufhin die S04-Vorstandsmitglieder Peter Peters und Horst Heldt heftig kritisiert. "Wenn Herr Heldt und Herr Peters behaupten, der Pfefferspray- und Schlagstock-Einsatz sei unverhältnismäßig gewesen, muss ich sagen: Sie haben gar keine Ahnung und sollten öffentlich erst mal den Mund halten", schrieb Wendt.

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