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Champions League: Andre Schürrle kann Chelsea radikal verändern

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Vor Champions-League-Debüt  

Schürrle kann Chelsea radikal verändern

30.09.2013, 09:50 Uhr | t-online.de

Champions League: Andre Schürrle kann Chelsea radikal verändern. Andre Schürrle hat bei Chelsea noch nicht den Durchbruch geschafft. (Quelle: imago/BPI)

Andre Schürrle hat bei Chelsea noch nicht den Durchbruch geschafft. (Quelle: BPI/imago)

Von Marc L. Merten

Wer die Fastnacht liebt, liebt Zahlen. Besonders die 11. Der Elfte im Elften um 11 Uhr 11 und so weiter. Andre Schürrle kennt das. Er hat lange genug in Mainz gelebt und gefeiert. Seine Nummer allerdings ist die 9. Er trug sie auf seinem Trikot in Leverkusen. Er trägt sie in der deutschen Nationalmannschaft. Und er trägt ein Datum im Herzen, den 19.09.2009. An jenem sechsten Spieltag vor ziemlich genau vier Jahren ging sein Stern am Bundesliga-Himmel auf.

Mit zwei Toren gegen den VfL Bochum wurde der damals 18-Jährige der jüngste Torschütze in der Geschichte des FSV Mainz 05. Seine Rückennummer damals: die 14. Die gleiche Nummer, die er nun beim FC Chelsea trägt.

Mourinho nagelt Schürrle öffentlich an die Wand

Auch in England sind mittlerweile sechs Spieltage gespielt. Um in der Zahlenwelt zu bleiben: Schürrle hat alle sechs absolviert, dreimal stand er in der Startelf, dreimal wurde er eingewechselt. Tore und Assists: Fehlanzeige. Der Durchbruch: noch weit entfernt. "Bislang hat er die Welt nicht mit seiner Performance erschüttert", urteilten unlängst Experten der BBC.

Man kann sogar sagen: Der mittlerweile 22-Jährige hat schon einiges abbekommen in England. Weder die Medien noch sein Star-Trainer José Mourinho waren zimperlich mit dem deutschen Flügelflitzer. Mourinho nagelte Schürrle sogar einmal öffentlich an die Wand, machte ihn zum Schuldigen der 0:1-Niederlage in Everton und schmiss ihn für das nächste Spiel gegen Basel in der Champions League kurzerhand aus dem Kader.

Mourinhos Wut war aber, wie meist beim impulsiven Portugiesen, von kurzer Dauer. Im nächsten Ligaspiel stand der Deutsche schon wieder in der Startelf. Dieses Wechselbad der Gefühle ist bezeichnend für die ersten zwei Monate, die Schürrle in London hinter sich hat.

"Ein Kindheitstraum ist wahr geworden"

Für umgerechnet 21,5 Millionen Euro aus Leverkusen an die Stamford Bridge gewechselt, erlebte der Youngster zunächst die große weite Welt der "Blues". Erst eine Asientour, dann in die USA. Die ganz normale Vorbereitung eines Weltklubs, in dem Geld keine und doch die entscheidende Rolle spielt. Sein Debüt gab er vor heimischer Kulisse am ersten Spieltag gegen Hull City. Und eine Woche später lief er das erste Mal von Beginn an auf, ausgerechnet im Theatre of Dreams, im Old Trafford, bei Manchester United.

"Meine ersten Spiele waren aufregend“, gestand er. Er sei wahnsinnig nervös gewesen. "Im Old Trafford zu spielen, damit ist für mich ein Kindheitstraum wahr geworden."

"Ein Kind, das noch Zeit braucht"

Doch er muss sich umstellen. Er spielt nun in einer Liga, in der es, wie er selbst sagte, "noch etwas intensiver, lauffreudiger und angriffsfreudiger" zugeht als in Deutschland. Und nicht zu vergessen "The Special One", sein extrovertierter Trainer. "Er verlangt viel, gibt aber auch viel", beschrieb ihn Schürrle kürzlich.

Umgekehrt klingt die Beschreibung etwas anders. "Er ist ein junges Talent", sagte Mourinho. "Ein Kind, das jede Minute auf dem Platz nutzen muss, um besser zu werden. Er braucht Zeit."

Lässt man sich Mourinhos Aussage auf der Zunge zergehen, könnte man meinen, Schürrle sei gerade erst aus der A-Jugend in die Profimannschaft aufgestiegen. An dieser Stelle sei ein erneuter Verweis auf die Zahlen gestattet: 131 Bundesligaspiele, 38 Tore, 15 Spiele in Champions und Europa League, 26 Länderspiele, davon zwei bei der EM 2012. Nicht schlecht für ein 22-jähriges "Kind".

Riesige Konkurrenz – oder doch nicht?

Trotzdem ist Schürrle noch nicht vollends in London angekommen. Wenn Chelsea am Dienstagabend in Bukarest antritt, stehen die Chancen des Blondschopfs auf den ersten Einsatz für seinen neuen Klub in der Champions League zwar gut. Sehr gut hingegen nicht. Erstens hat er im letzten Ligaspiel gegen Tottenham kurz vor Schluss die Chance auf den Siegtreffer liegen gelassen. Und zweitens es ist ja nicht so, als ob Trainer Mourinho neben Schürrle nur Mittelmaß zur Auswahl hätte.

Mit 36-Millionen-Neuzugang Willian, Juan Mata (zwei Jahre in Folge Spieler des Jahres bei den Blues), Eden Hazard (23 Scorerpunkte letzte Saison) sowie dem in Deutschland bestens bekannten Kevin de Bruyne und Oscar konkurrieren gleich fünf Hochkaräter um die Position der beiden Flügelpositionen in Mourinhos 4-2-3-1. Will Schürrle diesen Rivalen ein Schnippchen schlagen, muss er seine größte Stärke endlich zur Entfaltung bringen: sein Flügelspiel.

Der einzige wirkliche Flügelspieler

Kein einziger der genannten Konkurrenten ist ein typischer Flügelspieler. Alle tendieren dazu, früh in die Mitte zu ziehen und das Zentrum zu verstärken. Dagegen veränderte sich Chelseas Spiel mit Schürrle mitunter radikal. Durch seine Positionstreue auf außen machte er das Spiel der Blues breiter und öffnete so Räume, die es mit seinen genannten Kollegen nicht gegeben hätte. Schürrle ist Chelseas einziger wirklicher Flügelspieler.

Mourinho kennt diese Stärke seines Schützlings. Und Schürrle weiß, dass er im Stande ist, sie zu nutzen. Noch aber wartet er auf den einen goldenen Moment, der ihm zum Durchbruch an der Stamford Bridge verhelfen könnte. Bei aller Zahlenspielerei mag man ihm wünschen, dass er sich aufgrund seiner neuen Rückennummer nicht bis zum 14.04.2014 Zeit lässt.

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