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Fußball  

Schalke dank Draxler weiter Spitzenreiter

01.10.2013, 23:19 Uhr | dpa

Schalke dank Draxler weiter Spitzenreiter. Mit einem Volleyschuss macht Julian Draxler das Tor des Abends.

Mit einem Volleyschuss macht Julian Draxler das Tor des Abends. Foto: Georgios Kefalas. (Quelle: dpa)

Basel (dpa) - Ein fulminanter Schuss von Julian Draxler hat dem FC Schalke 04 mit dem einzigen Tor der Partie eine glänzende Ausgangsposition für den Einzug ins Achtelfinale der Champions League beschert.

Dank des Siegtreffers zum 1:0 (0:0) beim FC Basel in der 54. Spielminute baute der Revierclub seine Spitzenposition am zweiten Spieltag mit nun perfekten sechs Punkten aus und weckte Vorfreude auf das Topspiel am 22. Oktober gegen den FC Chelsea.

Die Engländer gewannen am Dienstagabend bei Steaua Bukarest mit 4:0 und sind nun erster Verfolger von Königsblau in der Gruppe E. Mit einer disziplinierten Defensivleistung und dem Volley-Geniestreich von Draxler nahmen die Schalker vor 33 251 Zuschauern die schwierige Hürde im St. Jakobs-Park beim Schweizer Meister, der vor 14 Tagen mit einem Auswärtssieg bei Chelsea überrascht hatte.

"Der Ball ist mit Glück zu mir gekommen, und ich dachte, ich nehme ihn mit Risiko", beschrieb Draxler seinen wunderschönen Treffer. Trainer Jens Keller meinte: "Das ist kein Zufall. Er hat die Qualität - ein traumhaft schönes Tor." Draxler wollte aber nicht nur jubeln. "Wir müssen noch einiges besser machen", sagte der Jungstar. Aber: "Wenn wir in Basel 1:0 gewinnen, gibt es eigentlich nichts zu meckern."

Gerade ein paar Minuten waren gespielt, da musste Schiedsrichter Alberto Undiano die Partie unterbrechen. Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace seilten sich vom Tribünendach ab und hissten ein Plakat gegen UEFA- und Schalke-Sponsor Gazprom. Nach etwa fünf Minuten konnte weitergespielt werden. Und Schalke bot sich die erste gute Chance. Kevin-Prince Boateng (12.) schoss aber nach einem Querschläger des rechtzeitig genesenen Basel-Verteidigers Fabian Schär per Volley knapp vorbei.

Boateng war von Jens Keller statt des zuletzt erkrankten Adam Szalai als einzige Spitze aufgeboten worden. Dahinter setzte der Schalke-Coach auf die offensive Dreier-Reihe mit Jefferson Farfan, Max Meyer und Rückkehrer Draxler, der nur schwer ins Spiel fand und erst in der zweiten Halbzeit aufdrehte.

Für den unter viel Tamtam von der Basel-Reise ausgeschlossenen Jermaine Jones rückte Roman Neustädter in die Startformation. Von einer "Suspendierung" von Jones wollte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt nicht mehr sprechen. Beim TV-Sender Sky kündigte er vor dem Spiel ein Gespräch mit dem Profi am Donnerstag an.

Boateng ließ sich oft fallen, dadurch fehlte den Schalkern eine Anspielstation ganz vorne. Torgefahr gab es zunächst nur noch bei einem Kopfball von Neustädter (43.). Die Schweizer hatten mehr Spielanteile, gefährlich vor das Schalke-Tor kamen sie aber angesichts einer guten Schalker Defensivleistung vorerst nicht. Erst mitten in der fünfminütigen Nachspielzeit gab es eine Riesenchance, als Marco Strellers Kopfball knapp am Schalker Tor vorbeiflog.

Kurz zuvor hatte Keller umstellen müssen. Farfan fasste sich bei seiner Auswechslung an den linken Oberschenkel - offenbar schmerzte die Leiste. Szalai kam rein, Boateng rückte in die Zentrale dahinter und Meyer auf rechts.

"Beide Mannschaften konzentrieren sich, defensiv gut zu stehen", analysierte der Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld in der Halbzeit bei Sky. Für Schalke galt das nur für sieben Minuten. Dann zeigte endlich Draxler sein Können. Nach einer Flanke herrschte Chaos in Basels Strafraum. Neustädter (52.) drosch den herausspringenden Ball an die Latte. Kurz darauf zirkelte Draxler aus ganz ähnlicher Position sehenswert genau: Schalke hatte sein Führungstor.

Basel brauchte ein paar Minuten, um sich zu erholen. Dann kam Behrang Safari (60.) zu einem gefährlichen Distanzschuss. Schalke schien die Partie zu kontrollieren, doch in der Schlussviertelstunde drängte der FCB immer mehr. S04-Torwart Timo Hildebrand parierte gegen Giovanni Sio (76.). Schalke vermied weitere Basel-Chancen und stemmte sich erfolgreich gegen den Ausgleich.

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