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FC Bayern: Thomas Müller gegen Manchester City als falsche Neun

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FC Bayern wie im Rausch  

Großes Spiel mit falscher Neun

03.10.2013, 07:54 Uhr | tht, t-online.de

FC Bayern: Thomas Müller gegen Manchester City als falsche Neun. Links, rechts und vorne drin: Thomas Müller war gegen Manchester City überall zu finden. (Quelle: dpa)

Links, rechts und vorne drin: Thomas Müller war gegen Manchester City überall zu finden. (Quelle: dpa)

Pep Guardiola hatte wieder einmal eine Überraschung parat. Die Frage, wer gegen Manchester City in der Startelf stehen würde, Thomas Müller oder Arjen Robben, beantwortete er auf seine Weise und nominierte beide Stars für die erste Elf. Überraschend saß Mario Mandzukic auf der Bank. Ein genialer Schachzug des Spaniers. Denn Müller erzielte nicht nur einen Treffer beim überragenden 3:1-Auswärtserfolg des FC Bayern bei Manchester City in der Champions League, sondern wirbelte im Verbund mit den beiden anderen Torschützen Franck Ribéry und Arjen Robben die Abwehr der Gastgeber dermaßen durcheinander, dass es aus bayerischer Sicht eine wahre Pracht war.

Von Beginn dominierte der Titelverteidiger das Spitzenteam aus der Premier League, das noch vor wenigen Tagen Manchester United mit 4:1 aus dem Stadion geschossen hatte, und erteilte dem Scheich-Klub eine Lehrstunde. Rund 850 Millionen Euro hat der Klub seit 2007 für Neuzugänge investiert. Allein 116 Millionen Euro gaben sie vor dieser Saison für neue Spieler aus. Mit dem Ziel, endlich auch einmal in der Königsklasse eine bedeutende Rolle zu spielen. Wie weit Manchester City noch davon entfernt ist, durften sie gegen die furiosen Bayern schmerzhaft erfahren.

Hoeneß meldet sich zu Wort

Wie aus einem Guss und vor allem bereits mit einer deutlichen Handschrift Guardiolas versehen, fegten die Münchner über die Citizens hinweg. Nach so einem beeindruckenden Auftritt konnte sich sogar Uli Hoeneß, der sich wegen seiner Steueraffäre derzeit öffentlich zurückhält, nicht verkneifen, vor die Mikrophone zu treten. "80 Minuten lang haben wir hier fast perfekten Fußball geboten", sagte der Bayern-Präsident. "Ich kann der Mannschaft und dem Trainer nur gratulieren. Was wir hier heute gezeigt haben, ist summa cum laude."

Der Schlüssel zum Sieg lag in der Position des falschen Neuners begründet. Was wurde alles diskutiert und vor allem lamentiert über Guardiolas erste Versuche beim FC Bayern den klassischen Mittelstürmer abzuschaffen. Und in der Tat hatte es anfangs überhaupt nicht funktioniert. Weder Mandzukic, noch Müller oder Claudio Pizarro konnten diese Rolle ausfüllen, so dass der neue Coach zunächst wieder auf Mandzukic als klassischen Stürmer zurückgriff. Doch mittlerweile hat sich das gesamte Team weiterentwickelt, daher startete der Spanier mit Müller erneut das Projekt mit der falschen Neun.

Müller, Ribéry und Robben überall zu finden

Dieses Mal sollte es klappen. Müller, Ribéry und Robben tauschten ständig die Positionen, tauchten überall vor dem Tor von Keeper Joe Hart auf und waren so für die City-Verteidiger nie wirklich zu fassen. "Wir brauchten mehr Bewegung", begründete Guardiola die taktische Maßnahme mit Müller. Dass alle drei Akteure obendrein ihre starke Leistung jeweils mit einem Treffer krönen konnten, macht die Sache gänzlich rund.

"Alle haben gesehen, dass das hochverdient war. Es macht glücklich, wie die Mannschaft Fußball gespielt hat", sagte Müller. „ManCity ist eine gute Mannschaft, aber wir haben es sehr gut gemacht, haben viel Druck gemacht und nach der Pause Tore nachgelegt", gab Ribéry zu Protokoll. Und der dritte im Bunde, Robben, ergänzte: "Da waren bei uns Angriffe dabei, die richtig super waren.“

Tore nach einstudierten Spielzügen

Dabei dürfte er weniger seinen eigenen Treffer (59.) meinen, den er mit einem klassischen Dribbling einleitete und sogar mit seinem schwachen rechten Fuß vollstreckte, sondern vielmehr die beiden Tore seiner Mitspieler. Denn beiden Treffern ging eine klare taktische Anweisung Guardioals voraus, der gerne auf das Mittel der Diagonalpässe zurückgreift. Von wegen alles ist immer nur Tika-Taka durchs Mittelfeld.

Beim ersten Treffer schlug Rafinha einen Seitenwechsel millimetergenau auf Ribéry, der anschließend per Weitschusstreffer (7.) schnell die 47.000 Zuschauer im ausverkauften City-Stadion zum Schweigen brachte. Beim 2:0 durch Müller (56.) war es Dante, der einen Diagonalpass hinter die Viererabwehrkette spielte, den sich der deutsche Nationalspieler prima erlief und anschließend vollendete.

Mit Götze eine Alternative mehr

Gut möglich, dass man diese Variante mit Müller als falschen Neuner in Zukunft noch häufiger sehen wird. Die Position scheint für den bayerischen Raumdeuter wie geschaffen. Mit Mario Götze, der nach rund einmonatiger Verletzungspause in der Schlussphase sein Comeback gab, steht übrigens ein weiter Spielertyp wieder zur Verfügung, der diese Rolle ebenfalls ausfüllen kann.

Muss Mandzukic nun um seinen Platz im Sturmzentrum bangen? Wohl nicht. Denn Guardiola, der in 13 Pflichtspielen zwölf Mal eine andere Elf auf das Feld schickte, wird auch in Zukunft immer mal wieder eine Überraschung parat haben. Die nächste Änderung, zumindest in der Champions League, ist ohnehin schon sicher, allerdings betrifft es die Defensive. Jerome Boateng zog kurz vor Schluss die Notbremse und sah die Rote Karte. Es war neben dem Ehrentreffer für die Gastgeber durch Alvaro Negredo (79.) der einzige Schönheitsfehler eines ansonsten perfekten Abends.

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