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FC Bayern München zerlegt Pilsen: Ribéry nimmt Robben in Schutz

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Ribéry verzaubert Bayern  

Arjen Robben sorgt für Irritationen

24.10.2013, 15:27 Uhr | t-online.de

FC Bayern München zerlegt Pilsen: Ribéry nimmt Robben in Schutz. Franck Ribéry (re.) will, das Arjen Robben den Elfmeter ausführt - doch dieser weigert sich. (Quelle: imago/Sven Simon)

Franck Ribéry (re.) will, das Arjen Robben den Elfmeter ausführt - doch dieser weigert sich. (Quelle: Sven Simon/imago)

Aus München berichtet Thomas Tamberg

Direkt nach dem Schlusspfiff ließen sich die Spieler von Viktoria Pilsen 20 Riesenpizzen auf einem Rollwagen in die Kabine liefern. Die 0:5-Abreibung, die ihnen kurz zuvor vom FC Bayern am dritten Spieltag der Champions League in der Allianz Arena verpasst wurde, musste wohl erst einmal verdaut werden. Das schien mit kiloweise Pizza deutlich besser zu gehen. Der Titelverteidiger wirbelte die gänzlich überforderten Gäste dermaßen durcheinander, dass sie mit fünf Gegentreffern noch gut bedient waren. (Bestnote für Ribéry - Zeugnisse für die Bayern)

Im Mittelpunkt stand dabei einmal mehr die Münchner Flügelzange. Während Franck Ribéry seine Ambitionen auf den Gewinn der Wahl zum Weltfußballer des Jahres eindrucksvoll untermauerte, sorgte Arjen Robben für eine Fortsetzung der Elfmeter-Posse vom Wochenende gegen Mainz, als er einen Strafstoß schießen wollte und von Pep Guardiola zurückgepfiffen wurde, weil der spanische Coach Thomas Müller auserwählt hatte.

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Robben widersetzt sich Anordnung

Gegen Pilsen saß Müller allerdings auf der Bank. Als Robben in der 25. Minute nach einem Dribbling gefoult wurde und Schiedsrichter Alan Kelly auf den Elfmeterpunkt zeigte, wollte Guardiola dieses Mal, dass Robben den Strafstoß ausführt. Doch der eigenwillige Niederländer widersetzte sich der Anweisung des Trainers. "Wenn du als Weltstar wie Robben gegen Mainz vom Trainer zurückgepfiffen wirst, dann ist das hart. Da kann man schon mal bockig werden", kommentierte Franz Beckenbauer die Szene. Robben selbst wollte anschließend nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen. "Lass mal mit dem Thema. Dazu will ich nichts mehr sagen."

Ribéry nimmt Robben in Schutz

Dafür sprach Ribéry. "Arjen war noch sauer wegen Samstag", sagte der Franzose, der letztlich die Ausführung des Elfmeters übernahm und sicher zur 1:0-Führung verwandelte. "Was willst du machen, es muss ja ein Spieler schießen. Ich habe dann den Ball genommen", sagte Ribéry und nahm seinen Kollegen ausdrücklich in Schutz. "Arjen hat Charakter, das ist Bayern, das ist positiv." Auch Guardiola mochte, zumindest öffentlich, kein Fass aufmachen. "Ich wollte, dass Arjen schießt, wenn er das nicht macht, ist das kein Problem."

Die Elfmeter-Posse dürfte sicherlich bei den nächsten Strafstößen für die Bayern ihre Fortsetzung finden, allerdings spielte sie an diesem Abend nur eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt stand vielmehr die enorme Stärke und vor allem die unglaubliche Spielfreude des Triple-Siegers, der nahezu 90 Minuten das Tor der Gäste belagerte und Chancen am Fließband herausspielte.

Pilsen hat keine Chance

Dagegen fand Pilsen in der Offensive überhaupt nicht statt. Die UEFA-Statistik unterscheidet zwischen Torschüssen und Schüssen allgemein. Also Versuche, die zumindest Richtung Tor gehen, jedoch das Ziel verfehlen. In beiden Kategorien stand beim Tabellenzweiten der tschechischen Gambrinus-Liga eine Null. Mit anderen Worten: Pilsen hat den Ball kein einziges Mal überhaupt Richtung Bayern-Tor gebracht. Somit konnte sich der FCB erlauben mit Daniel van Buyten und Diego Contento ein Innenverteidiger-Pärchen aufzubieten, das so noch nie zusammengespielt hat und wohl auch nie wieder zusammenspielen wird.

Hoeneß: "Ribéry ist wie Rastelli"

Die Münchner dagegen gaben vor 68.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena 34 Schussversuche ab. Fünf davon landeten im Netz. Ribéry gelang ein weiterer Treffer, Marke Traumtor (61. Minute). Sein Lupfer zum 3:0 krönte eine Gala-Vorstellung, die keine Wünsche offen ließ. "Was der mit dem Ball macht, ist wie Rastelli", schwärmte Präsident Uli Hoeneß.

Und Klubchef Karl-Heinz Rummenigge sah bereits den kommenden Weltfußballer in Reihen des FC Bayern: "Franck ist im Moment vielleicht der beste Spieler der Welt. Wenn er so weitermacht, ist er auf dem besten Weg, im Januar bei der FIFA-Wahl auch sehr aussichtsreich ins Rennen zu gehen. Ich denke, dass wird ein großes Ziel von ihm sein."

Rummenigge will von erster Elf nichts wissen

Neben Ribéry trafen noch David Alaba (37.), Bastian Schweinsteiger (67.) und Mario Götze (90.) ins Tor. Der ehemalige Dortmunder kam in der 63. Minute für Philipp Lahm, erzielte seinen ersten Pflichtspieltreffer für die Bayern und zeigte erneut eine starke Vorstellung. Der 21-Jährige drängt vehement in die Startformation. "Er hat sich wunderbar eingefügt in die Mannschaft und gezeigt, welche Qualität er hat", lobte ihn Rummenigge.

Neben Götze steht bereits ein weiterer Star wieder in den Startlöchern. Javi Martinez saß erstmals nach längerer Verletzungspause wieder auf der Bank. Angesichts der Stardichte und der dominanten Spielweise, muss man sich ernsthaft fragen, wer diese Bayern in dieser Saison stoppen kann. Man habe jetzt nochmal ein neues Niveau erreicht, meinte Rummenigge, der bereits möglichen Personaldebatten vorbauen wollte. "Man muss sich von einem Gedanken, den es früher einmal gab, dass eine Mannschaft nur aus elf Spieler besteht, langsam lösen. Eine Mannschaft besteht heute wahrscheinlich aus 20, unsere aus 22, 23 hochklassigen Spielern."

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