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Champions League: FC Bayern zieht ins Achtelfinale ein

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Knapper Sieg in Pilsen  

FC Bayern zieht glanzlos ins Achtelfinale ein

05.11.2013, 22:38 Uhr | dpa

Champions League: FC Bayern zieht ins Achtelfinale ein. Jubel bei den Bayern-Profis Ribéry, Alaba und Mandzukic (v.l.n.r.). (Quelle: dpa)

Jubel bei den Bayern-Profis Ribéry, Alaba und Mandzukic (v.l.n.r.). (Quelle: dpa)

Mit glanzlosem Schongang-Fußball hat der FC Bayern München den Siegrekord des FC Barcelona in der Champions League eingestellt und seinen Express-Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht. Der eingewechselte Mario Mandzukic (65. Minute) sorgte beim 1:0 (0:0) bei Viktoria Pilsen für den neunten Königsklassen-Erfolg des Titelverteidigers in Serie. Dank des makellosen Auftakts mit vier Siegen meisterten die Münchner unbeeindruckt vom neuen Wirbel um Präsident Uli Hoeneß damit die erste Etappe auf dem Weg zur Cupverteidigung locker. (Von Neuer bis Mandzukic: Die Bayern-Profis in der Einzelkritik)

Guardiola & Co. ignorieren das Thema Hoeneß

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Vor 11.360 Zuschauern zeigte das Team von Pep Guardiola beim tschechischen Meister aber lange Zeit Dienst nach Vorschrift. In den beiden Partien bei ZSKA Moskau und gegen den ebenfalls schon qualifizierten Tabellenzweiten Manchester City geht es nur noch um den Gruppensieg. Bei ihrer 17. Champions-League-Teilnahme haben die Münchner bereits zum 16. Mal die erste Phase überstanden und starteten wie zuvor nur 2010/11 mit vier Erfolgen.

Guardiola lässt van Buyten und Contento ran

Erst spät zeigte Hoeneß am Tag nach der zugelassenen Anklage gegen ihn wegen Steuerhinterziehung einen zufriedenen Gesichtsausdruck auf der Tribüne neben Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Auch der Vereinspatron dürfte vor dem Anpfiff erstaunt auf die Rotation von Guardiola geblickt haben: Wie vor zwei Wochen beim lockeren 5:0-Heimsieg bildeten Daniel van Buyten und Diego Contento anstelle von Dante und Jerome Boateng die Innenverteidigung.

Dieses Wagnis wäre schon nach drei Minuten fast nach hinten losgegangen: Nach einem Stellungsfehler brachte Contento Pilsens Stürmer Stanislav Tecl im Laufduell zu Fall, der spanische Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz verweigerte allerdings den fälligen Strafstoß.

Schweinsteiger trifft nur den Pfosten

In der schwungvollen Anfangsphase präsentierte sich der Außenseiter gefährlicher als im kompletten Hinspiel und rehabilitierte sich vor den eigenen Fans für den unterwürfigen Auftritt in München. Mutiger und giftiger suchte Pilsen immer wieder die Offensive, den Bayern fehlte hingegen die Körperspannung, letzte Konzentration und richtige Entschlossenheit.

Die Münchner versuchten mit ihrem Kombinationsspiel durchzukommen und übernahmen nach dem ersten Ansturm der Tschechen zunächst das Kommando. Dem als Spitze aufgestellten Thomas Müller bot sich die erste Schusschance (8.), per Freistoß sowie Fernschuss prüfte David Alaba (11./13.) den gegnerischen Keeper Matúš Kozácik. Die größte Bayern-Chance vor der Pause vergab Bastian Schweinsteiger nach Vorlage von Mario Götze mit einer Direktabnahme an den Pfosten (16.). Am ehesten sorgte noch der frühere Dortmunder über rechts für Gefahr, während Franck Ribéry auf der linken Seite kaum gefährliche Flankenläufe gelangen.

Bayern-Defensive nicht sattelfest

In der Defensive zeigte sich, dass Guardiola mit seiner Experimentierfreudigkeit an die Grenzen stößt. Vor allem die Lässigkeit der wackligen zentralen Abwehr lud Pilsen mehrfach zu guten Gelegenheit ein, bei denen sich aber die fehlende Qualität bemerkbar machte. Erst scheiterte der Ex-Augsburger Milan Petrzela mit seinem Schussversuch (36.), Momente später ging der Flugkopfball von Daniel Kolár knapp über das Tor von Nationalkeeper Manuel Neuer.

Nach der schwächsten Halbzeit dieser Champions-League-Saison ließen die Bayern doch den Willen erkennen, das Spiel gewinnen zu wollen. In höchster Not klärte Marián Cišovsk8 vor der Linie den Versuch von Lahm und verhinderte in dessen 78. Partie das erste Champions-League-Tor des Bayern-Kapitäns (49.). Mit der Einwechslung von Mario Mandzukic und Xavi Martinez für Schweinsteiger und Müller setzte Guardiola nach knapp einer Stunde auf größere körperliche Präsenz.

Mandzukic sorgt für Erleichterung

Im Anschluss an das 2:1 bei 1899 Hoffenheim hatte der Spanier angekündigt, sein Konzept ändern zu wollen. Gegen Pilsen machte sich hingegen die personelle Korrektur schnell bezahlt: Nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung drückte Mandzukic völlig freistehend eine Flanke von Lahm per Kopfball über die Linie. Pilsen blieb aufmüpfig, Tecl belohnte die tapfer kämpfenden Tschechen aber nicht mehr.

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