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Schalke 04 nach Remis gegen Bukarest in der CL unter Zugzwang

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Heldt fordert "volle Pulle"  

Schalke jetzt gegen Basel unter Zugzwang

27.11.2013, 09:36 Uhr | dpa, t-online.de

Schalke 04 nach Remis gegen Bukarest in der CL unter Zugzwang. Nach der Nullnummer in Bukarest sind die Schalker Spieler enttäuscht. (Quelle: dpa)

Nach der Nullnummer in Bukarest sind die Schalker Spieler enttäuscht. (Quelle: dpa)

Der FC Schalke 04 muss um das Erreichen des Achtelfinals in der Champions League bangen. Die Königsblauen kamen nach einer enttäuschenden Leistung bei Steaua Bukarest nicht über ein torloses Remis hinaus. Damit verlor der Revierklub Platz zwei in der Gruppe E an den FC Basel, der den FC Chelsea mit 1:0 (0:0) bezwang. Damit muss der S04 die Eidgenossen in zwei Wochen zuhause schlagen, um das Achtelfinale in der europäischen Königsklasse zu erreichen. Chelsea hat die nächste Runde vorzeitig erreicht, Bukarest ist ausgeschieden.

Nach dem Spiel flüchteten sich die Schalker Verantwortlichen trotz der spielerisch erneut dürftigen Darbietung in Durchhalteparolen. "Wir müssen das Spiel gegen Basel gewinnen und haben alles selbst in der Hand. Es wird ein schweres Spiel, aber Basel ist keine Übermannschaft", sagte Trainer Jens Keller.

Heldt fordert "volle Pulle"

Manager Horst Heldt stieß ins gleiche Horn. "Wir müssen volle Pulle spielen. Ich bin optimistisch, dass wir mit der Unterstützung unserer Fans gewinnen", sagte der frühere Profi.

Fuchs: "War schon enttäuschend"

Bei den Spielern herrschte indes Uneinigkeit, wie der Punktgewinn zu bewerten ist. "Es war schon enttäuschend. Wir hätten gewinnen, aber auch verlieren können. Am Ende müssen wir mit dem Zähler zufrieden sein", bilanzierte Linksverteidiger Christian Fuchs. Derweil war Kapitän Benedikt Höwedes bemüht, der Nullnummer positive Aspekte abzugewinnen: "Wir haben alles in der eigenen Hand. Natürlich stehen wir gegen Basel unter Druck - aber damit können wir auf Schalke gut umgehen. Wir haben heute viele gute Möglichkeiten liegenlassen. Mich nervt, dass wir das Ding nicht rein machen. In der einen oder anderen Situation hatten wir aber auch Glück."

Boateng fällt kurzfristig aus

Schalke ging in Bukarest ersatzgeschwächt an den Start. Wenige Stunden vor Anpfiff ereilte Keller eine schlechte Botschaft. Kevin-Prince Boateng musste mit Knieproblemen vorzeitig aus der rumänischen Hauptstadt abreisen. Auch Julian Draxler war aufgrund eines grippalen Infekts angeschlagen und nahm zunächst nur auf der Bank Platz. Im Tor war Keller ebenfalls verletzungsbedingt zu einer Änderung gezwungen. Den an einer Hüftprellung laborierenden Timo Hildebrand ersetzte Ralf Fährmann.

Dennoch legte der Bundesligist forsch los und nahm das Zepter von Beginn an in die Hand. Die erste größere Chance hatte Dennis Aogo nach 18 Minuten, doch der Linksfuß scheiterte aus spitzem Winkel an Bukarest-Keeper Ciprian Tatarusanu. Auch Farfan verzog bei seinem Versuch nur knapp (30.).

Schalke jubelt vergeblich

Kurz darauf verwehrte Schiedsrichter Bas Nijhuis aus den Niederlanden dem Treffer von Christian Fuchs zum Ärger der Knappen die Anerkennung und sorgte für Diskussionsstoff. Farfan soll bei seiner Vorarbeit den Ball aus dem Toraus heraus gespielt haben.

Nach der Pause wendete sich dann das Blatt und die Gastgeber kamen deutlich besser ins Spiel. Die in die Defensive gedrängten Schalker hatten in dieser Phase Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Höwedes rettete in höchster Not vor Popa (59.), Szukala fand seinen Meister in Fährmann (62.), der Hildebrand hervorragend vertrat und mit mehreren guten Aktionen positiv auffiel.

Szalai verpasst die Entscheidung

In der 77. Minute war es Bukarests Tanase, der mit einem Freistoß aus etwa 25 Metern den Außenpfosten traf und bei den Schalkern nochmal einen Weckruf auslöste. Denn in der Schlussphase suchte S04 sein Heil in der Offensive und drängte auf die Entscheidung. Ein Kopfball von Adam Szalai ging allerdings knapp einen Meter am Kasten vorbei (81.).

Draxler: "Haben jetzt gute Chancen"

Somit hat Schalke nun sein Endspiel gegen den Schweizer Meister. Der Druck auf die Knappen ist zwar groß, doch sie haben das Weiterkommen in der Hand. "Die Ausgangsposition hat sich für uns nicht groß verändert, obwohl Basel uns überholt hat. Wir können zu Hause alles klarmachen und haben eine gute Chance, Basel zu schlagen", resümierte Nationalspieler Draxler. Dazu werden sich die Königsblauen aber steigern müssen - eine Leistung wie in Bukarest dürfte zu wenig sein.

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