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Borussia Dortmund: Sven Bender beweist Stehvermögen gegen Neapel

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Fußball  

BVB wendet Knockout ab - Klopp: "Keine Vorentscheidung"

27.11.2013, 15:01 Uhr | dpa

Borussia Dortmund: Sven Bender beweist Stehvermögen gegen Neapel. Sven Bender hatte sich in der Partie gegen Neapel die Nase gebrochen.

Sven Bender hatte sich in der Partie gegen Neapel die Nase gebrochen. Foto: Bernd Thissen. (Quelle: dpa)

Dortmund (dpa) - Er sah aus wie ein schwer angeschlagener Boxer kurz vor dem Knockout, spielte aber unbeirrt weiter. Das Stehvermögen von Sven Bender beim 3:1 (1:0) über den SSC Neapel sorgte für jede Menge Gesprächsstoff - und passte zur Erfolgsstory der zuletzt wankenden Dortmunder.

Selbst die starke Blutung, die nach dem Bruch des Nasenbeins nur schwer zu stillen war, konnte den als schmerzfreien Haudegen bekannten Nationalspieler in der Champions-League-Partie nicht stoppen. Kopfschüttelnd kommentierte Trainer Jürgen Klopp die TV-Bilder des gezeichneten Musterprofis. "Er musste mehrfach sein Trikot wechseln. Das letzte haben wir aus dem Fan-Shop geholt."

Immer wieder hatte Schiedsrichter Carlos Carballo den wegen großer Personalnot zum Manndecker umfunktionierten Mittelfeldspieler dazu aufgefordert, sein blutverschmiertes Jersey zu wechseln. Deshalb mussten auf die Schnelle zwei neue Trikots her, denen jedoch der von der UEFA vorgeschriebene "Respect"-Aufnäher fehlte. Erst in der Halbzeit gelang es, das Problem mit der blutenden Nase zu beheben. So trug Bender, der schon mehrere Gesichtsverletzungen erlitten hat, weiter dazu bei, dass sich die Not-Abwehr achtbar schlug. "Er ist ein Iron-Man und ein außergewöhnlicher Mensch. Solche Spieler hat man gern an seiner Seite", schwärmte Mitstreiter Nuri Sahin.

Dank des hart erkämpften Erfolgs mit zwei Toren Abstand kann die Borussia im letzten Gruppenspiel am 11. Dezember beim bisher punktlosen Schlusslicht Olympique Marseille auf den Rechenschieber verzichten. Mit einem weiteren Sieg wäre der Einzug in die K.o.-Runde sicher, obwohl möglicherweise auch die Konkurrenten Neapel und FC Arsenal am Ende ebenfalls 12 Punkte aufweisen. Die in diesem Fall aus den direkten Duellen der drei führenden Teams errechnete Tabelle würde den BVB in jedem Fall als Achtelfinalisten ausweisen. Klopp warnte jedoch vor verfrühtem Optimismus: "Das 3:1 war keine Vorentscheidung. Wer das glaubt, macht einen großen Fehler."

Doch die Erleichterung über den Sieg im ersten Gruppen-Endspiel war bei allen Beteiligten riesengroß. Schließlich drohte dem Vorjahresfinalisten nach zuletzt drei Niederlagen in Serie eine Herbstdepression. "Dieser Sieg war elementar wichtig", kommentierte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Unbeeindruckt vom ernüchternden 0:3 im nationalem Fußball-Gipfel am vorigen Samstag gegen den FC Bayern und der anhaltenden Verletztenmisere drehte die Borussia mächtig auf. "Der Stachel der Enttäuschung saß nach dem Bayern-Spiel tief. Diesmal haben wir uns mal wieder belohnt", sagte Torhüter Roman Weidenfeller.

Dennoch war die Partie nichts für Zuschauer mit schwachen Nerven. Nach dem frühen Elfmetertreffer von Marco Reus (10. Minute) zum 1:0 pflegte die Borussia ihren Ruf als abschlussschwaches Team. Wie so oft in den vergangenen Spielen blieben selbst beste Möglichkeiten ungenutzt. Erst die Tore von Jakub Blaszczykowski (60.) und Pierre-Emerick Aubameyang (78.) nahmen die Angst vor dem frühen Aus.

Mit breitem Grinsen beantwortete Sahin die vielen Fragen nach der komplizierten Tabellenkonstellation: "Der Trainer hat es gestern kurz erklärt. Ich habe es aber nicht verstanden." Erst die Auskunft von einem Mannschaftskollegen im Anschluss an die Partie sorgte auch beim Mittelfeldspieler für Gewissheit, dass ein Sieg in Marseille den Weg ins Achtelfinale ebnen würde: "Kevin Großkreutz hat mir gesagt: Es reicht."

Sorgen, dass der Borussia beim Bundesliga-Duell mit dem FSV Mainz in Bender ein weiterer Abwehrspieler fehlt, hegt in Dortmund kaum jemand. Schon im vorigen Jahr lief der Nationalspieler nur drei Tage nach einem Nasenbeinbruch wieder auf - ohne Gesichtsmaske. "Ich bin mir sicher, dass wir Sven am Samstag wiedersehen", prophezeite Kapitän Sebastian Kehl augenzwinkernd.

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