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Galatasaray Istanbul schmeißt dank Snejder Juventus Turin aus der CL

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Nach Schneechaos  

Galatasaray schießt Juve aus der Champions League

11.12.2013, 16:03 Uhr | t-online.de, dpa

Galatasaray Istanbul schmeißt dank Snejder Juventus Turin aus der CL. Die Kicker von Galatasaray Istanbiul bejubeln  den Siegtreffer von Wesley Sneijder (Mitte).  (Quelle: dpa)

Die Kicker von Galatasaray Istanbiul bejubeln den Siegtreffer von Wesley Sneijder (Mitte). (Quelle: dpa)

Galatasaray Istanbul hat in der Fortsetzung der am Dienstag abgebrochenen Champions-League-Begegnung gegen Juventus Turin kühlen Kopf bewahrt und ist durch ein 1:0 (0:0) ins Achtelfinale der Königsklasse eingezogen. Das goldene Tor erzielte Wesley Sneijder in der 85. Minute.

Bei widrigen Bedingungen sorgten die Türken für eine Überraschung und sicherten sich Platz zwei in der Gruppe B. Damit folgt Gala Real Madrid in die K.o.-Runde, Juve muss nun in die Europa League. Den Italienern bleibt der schwache Trost, dort ein mögliches Finale im eigenen Stadion bestreiten zu können. Ein Remis hätte Juve zum Einzug in die nächste Runde gereicht.

Das Spiel war am Dienstag in der 32. Spielminute aufgrund starken Schneefalls abgebrochen worden. Am Mittwoch ließ der portugiesische Schiedsrichter Pedro Proenca die fehlenden 59 Minuten nachspielen.

Die Verhältnisse bleiben schlecht

An Fußball erinnerte auch am Mittwoch nur wenig: Das Spielfeld der Arena war zwar vom gröbsten Schnee geräumt worden, dafür durchzogen tiefe Furchen den Rasen - oder was davon übrig geblieben war. Besonders im Mittelfeld blieb der Ball immer wieder bei Dribblings liegen, an gepflegtes Kombinationsspiel war für beide Teams bei leichtem Schneefall überhaupt nicht zu denken.

Nach dem Halbzeitpfiff beschwerten sich Galatasarays Starstürmer Didier Drogba und Juve-Coach Antonio Conte lautstark bei Schiedsrichter Proenca über die Bedingungen. Angesichts der Achtelfinal-Auslosung am Montag dürfte aber auch der Europäischen Fußball-Union UEFA an einem schnellen Ende der Gruppenphase gelegen haben.

In der 31. Minute hatte Proenca um 14 Uhr das Spiel mit einem Schiedsrichterball wieder eröffnet - nach der Pause drängte Galatasaray auf den benötigen Treffer. Die größte Chance vereitelte zunächst Juves Keeper Gianluigi Buffon, der einen Schuss von Drogba abwehrte. Aber Sneijder sorgte doch noch für den unbändigen Jubel.

Komplikationen durch die Neuansetzung

Der Abbruch und die unmittelbare Neuansetzung hatten zuvor bereits die Planung von Juve kräftig durcheinandergewirbelt. Das Team wollte ursprünglich noch nach dem Spiel in der Nacht zurück in die Heimat fliegen. Das Hotel der Mannschaft war daher nicht mehr reserviert und schon ausgebucht, weshalb kurzfristig eine neue Unterkunft für die Nacht auf Mittwoch organisiert werden musste.

In der Türkei entbrannte unterdessen eine Diskussion um das "Pinguin-Märchen", wie die Tageszeitung "Fotomac" titelte. "Ein großes Fiasko" nannte Ünal Aysal, bekanntester Sport-Kolumnist des Landes, die Vorfälle am Dienstagabend, als auch mehrere Helfer den verschneiten Rasen nicht räumen konnten.

Juves Irrfahrt nimmt bitteres Ende

Trotz der Vorfälle muss der Traditionsklub keine Konsequenzen durch die UEFA fürchten. Das Problem sei alleine das Wetter gewesen, ließ der Verband verlauten. Der türkische Verein teilte mit, dass die Rasenheizung in der Istanbuler Arena in Betrieb gewesen sei. Allerdings meldete sich der Erdgas-Versorger für die Heizung zu Wort: Der Verein habe gar keinen Antrag für eine Lieferung gestellt. Das Unternehmen IGDAS wehrte sich damit gegen Kritik, es hätte kein Erdgas geliefert. "Die Rasenheizung ist ein großes Rätsel", schrieb die Zeitung "Aksam".

Die türkischen Medien spekulierten, dass der Heimverein auf einen Abbruch gedrängt hätte. "Interessante Behauptung: Galatasaray machte Druck auf die UEFA", schrieb die Sportzeitung "Fanatik". "Man konnte wirklich nicht spielen: Das ist nicht nur meine Meinung, sie wird von allen geteilt", betonte Galas italienischer Trainer Roberto Mancini.

Das Team seiner Landsleute steckte am späten Dienstagabend noch mehrere Stunden im Stau fest. "Odyssee für Juve zwischen Räumung und Stau", titelte "Tuttosport". Die Reise nahm am Mittwoch ein bitteres Ende.

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