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Beim FC Bayern München jubelt Chef Schweinsteiger für Uli Hoeneß

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Schweinis Jubel-Botschaft  

Bayern zittern sich für Hoeneß ins Viertelfinale

12.03.2014, 11:41 Uhr | t-online.de

Beim FC Bayern München jubelt Chef Schweinsteiger für Uli Hoeneß. Bastian Schweinsteiger hebt jubelnd den Finger in Richtung seines Präsidenten Uli Hoeneß. (Quelle: Reuters)

Bastian Schweinsteiger hebt jubelnd den Finger in Richtung seines Präsidenten Uli Hoeneß. (Quelle: Reuters)

Aus München berichtet Mark Weidenfeller

Bastian Schweinsteiger lief nach seinem Tor in der 55. Minute schnurstracks in Richtung Ehrentribüne. Er zeigte mit ausgestrecktem Arm auf Uli Hoeneß und schlug anschließend demonstrativ auf das Bayern-Wappen auf seiner Brust. Der 29-Jährige widmete den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 gegen den FC Arsenal seinem Präsidenten. Und für einen kurzen Augenblick waren die beiden Hauptdarsteller des Abends vereint: Der eine hatte mit einer sensationellen Leistung beim 1:1 (0:0) gegen das englische Spitzenteam aus London dafür gesorgt, dass der deutsche Rekordmeister zum siebten Mal innerhalb der letzten acht Jahre ins Viertelfinale der Champions League einzog. Der andere war trotz laufenden Prozesses gegen ihn wegen Steuerhinterziehung etwas überraschend im Stadion erschienen und durfte dort noch einmal seinem FC Bayern zujubeln.

"Der FC Bayern ist ohne Hoeneß nicht vorstellbar. Er ist eine große Persönlichkeit, wir sind mit ihm", sagte Franck Ribéry stellvertretend für die gesamte Mannschaft nach der Partie. "Wir können unsere Spiele gewinnen, damit helfen wir ihm am meisten, damit können wir ihm etwas Gutes tun. Das versuchen wir", ergänzte Toni Kroos, der wegen einer leichten Erkältung erst einmal nur auf der Bank gesessen hatte. Und auch Arjen Robben bestätigte, dass die Spieler voll hinter Hoeneß stehen: "Wir sind heute für unseren Präsidenten Uli Hoeneß weiterkommen", sagte er.

Eine berauschende Gala-Vorstellung hatten Ribéry, Robben und Co. ihrem Chef, der womöglich vorerst das letzte Mal live in der Allianz-Arena anwesend war, allerdings nicht geboten. Die 90 Minuten auf dem Rasen entwickelten sich viel mehr zu einer qualvollen und zähen Veranstaltung mit Zitter-Garantie bis zum Schluss. Denn nach dem Ausgleich durch Lukas Podolski nur zwei Minuten nach Schweinsteigers Führungstreffer fühlten sich viele der 68.000 Zuschauer ans letzte Jahr erinnert. Damals hätten die Bayern ebenfalls im Achtelfinale gegen Arsenal um ein Haar noch den 3:1-Hinspielerfolg verspielt und erreichten letztlich nach einer 0:2-Niederlage in München nur aufgrund eines mehr geschossenen Auswärtstreffer die nächste Runde. "Nach dem Ausgleich war mir erst einmal schlecht", gab Manuel Neuer nach der Partie zu.

Kleine Stichelei 
"Heute hat Thomas wieder einen verschossen"

Arjen Robben bietet sich Pep Guardiola als Elfmeter-Schützen an. Video

Lahm wieder rechter Außenverteidiger

Dass der Nationalkeeper wenig später in der Mixed-Zone wieder lächeln konnte und sich mit einer gesunden Gesichtsfarbe den Fragen der Journalisten stellte, hatte er vor allem seinem Teamkollegen Schweinsteiger zu verdanken. Der Vize-Kapitän, der neben Mario Götze, Javi Martinez, Thiago und Mario Mandzukic einer von gleich fünf Neuen in der Startelf im Vergleich zum 6:1-Kantersieg beim VfL Wolfsburg war, präsentierte sich vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw in bestechender Form. Er bestimmte das Tempo im Mittelfeld, dirigierte seine Nebenleute, hatte insgesamt 96 Ballkontakte und brachte sensationelle 98 Prozent seiner Pässe an den Mann. "Ich komme immer besser in Tritt, In der Champions League gegen ein solches Team 90 Minuten auf dem Platz zu stehen, tut mir sehr gut", sagte er.

Trainer Pep Guardiola, der erstmals in dieser Champions-League-Saison auf seinen kompletten Kader (außer den Langzeitverletzten Holger Badstuber) zurückgreifen konnte, hatte vor Anpfiff wieder einmal für eine kleine Überraschung gesorgt und Philipp Lahm als rechten Außenverteidiger aufgeboten. Im zentralen Mittelfeld spielten für ihn Thiago, der die defensivste Rolle übernahm, Götze und eben Schweinsteiger. Javi Martinez verteidigte zudem an der Seite von Dante, der eine völlig unnötige Gelbe Karte sah und im Viertelfinale erst einmal gesperrt zusehen muss, in der Viererkette. Ein Schachzug, der sich auszahlte.

"Wir wollten die Konter von Arsenal kontrollieren"

Denn mit Lahm, Schweinsteiger und Thiago gleichzeitig auf dem Platz stieg die Ballsicherheit und das taktische Geschick des Teams noch einmal erheblich an. Guardiola hatte offenbar die linke Londoner Abwehrseite als Schwachpunkt ausgemacht und wollte den ungelenken Thomas Vermaelen und den nicht als Defensiv-Künstler geltenden Podolski immer wieder unter Druck setzen. Diese Idee setzte das Trio nahezu perfekt um und leitete in den ersten 45 Minuten bemerkenswerte 53 Prozent aller Bayern-Angriffe über die rechte Seite ein. "Wir haben versucht, Druck zu machen und zu attackieren", sagte Schweinsteiger: "Wir haben versucht, über die Außen zu kommen. Das hat relativ gut geklappt. Wir haben nur leider kein Tor geschossen."

Und auch das Spiel gegen den Ball funktionierte in dieser Formation vor allem in der ersten Hälfte so gut wie selten, Arsenal konnte sich nie richtig befreien. "Wir haben sehr intelligent gespielt. Wir wollten die Konter von Arsenal kontrollieren, wir wollten das Spiel kontrollieren. In der ersten Halbzeit haben wir nur eine Chance zugelassen", lobte Guardiola.

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Wie weit kommt der FC Bayern in der Champions League?

Müller scheitert vom Punkt

Dank des frühen Pressings gelang es den Bayern, Arsenal fast komplett vom eigenen Strafraum fernzuhalten und Angriffe der Gäste immer wieder frühzeitig abzufangen. Hierbei fiel vor allem Martinez auf, der acht seiner zwölf Ballgewinne außerhalb des Sechzehners verbuchen konnte. "Wir haben das sehr gut gemacht", so Guardiola, der seinen Taktgeber Schweinsteiger speziell hervorhob: "Ich habe heute Mittag mit Bastian gesprochen und ihm gesagt, dass ich ihn brauche. Für ihn sind solche Spiele sehr wichtig Er ist noch nicht fit, aber ich brauchte ihn heute. Er ist überragend."

Etwas weniger überragend wurde es dann allerdings nach dem Seitenwechsel. Trotz des Führungstreffers durch Schweinsteiger verloren die Hausherren den Faden und ließen die Gunners zurück ins Spiel kommen. "In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen zu viele Fehler gemacht. Je länger das Spiel dauerte, desto enger wurde es", sagte Lahm. Sein Teamkollege Thomas Müller, der in der Nachspielzeit einen Elfmeter beinahe schon kläglich verschoss und so den zwölften Champions-League-Sieg in Folge verschenkte, sah das ähnlich: "Es war kein schlechtes Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel sehr gut kontrolliert. In der zweiten war ein bisschen mehr hin und her", sagte er: "Wir waren heute vielleicht nicht ganz so griffig, nicht ganz so zielstrebig."

Warten auf den nächsten Gegner

Insgesamt schaukelten die Hausherren das Ergebnis aber erfolgreich über die Zeit und durften nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel den Einzug in die Runde der letzten Acht bejubeln. "Insgesamt war das Weiterkommen niemals gefährdet, deswegen eine souveräne Vorstellung. Auch, wenn wir bestimmt schon mal besser gespielt haben als heute", so Müller. Trainer Guardiola stimmte in diese Worte mit ein: "Wir sind zufrieden, alles gut."

Auf wen der FC Bayern nun im Viertelfinale, das Anfang April ausgetragen wird, trifft, entscheidet sich nächsten Freitag bei der Auslosung der Paarungen im Schweizerischen Nyon. Sicher dabei sein wird dann auch wieder Bastian Schweinsteiger. Das Eigengewächs ist in dieser Form nicht zu ersetzen und als Führungsspieler im zentralen Mittelfeld absolut gesetzt. Ob der 29-Jährige nach einem möglichen Treffer dann auch wieder seinem Präsidenten auf der Tribüne zuwinken kann, scheint derzeit allerdings eher fragwürdig.

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