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Ohne Lewandowski und Co. offenbart Borussia Dortmund eklatante Mängel

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Ohne Lewandowski und Co.  

Eklatante Mängel brechen dem BVB das Genick

03.04.2014, 12:57 Uhr | JV, t-online.de

Ohne Lewandowski und Co. offenbart Borussia Dortmund eklatante Mängel. Enttäuscht und niedergeschlagen: Aubameyang (Mitte) und Co. nach der Niederlage in Madrid. (Quelle: dpa)

Enttäuscht und niedergeschlagen: Aubameyang (Mitte) und Co. nach der Niederlage in Madrid. (Quelle: dpa)

"Hala Madrid!" dröhnte Jose de Aguilars Hymne an die Königlichen durch das Estadio Bernabeu, die Fans in weiß applaudierten zufrieden: Während sich das Team von Real Madrid nach dem 3:0 (2:0) im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League für einen standesgemäßen Auftritt feiern ließ, trabten die Profis von Borussia Dortmund begleitet vom opulenten Orchester bedröppelt vom Feld. Nicht nur Robert Lewandowski und die von Trainer Jürgen Klopp im Vorfeld beschworenen "Cojones” (Eier) fehlten: Die Borussia offenbarte an diesem Abend eklatante Mängel.

"Wir sind nicht selbstbewusst genug aufgetreten", haderte Keeper Roman Weidenfeller, noch einer der besten BVB-Profis, im ZDF-Interview nach dem Spiel. "Aber das muss man hier bei Real Madrid, sonst hat man keine Chance."

Von der Realität eingeholt

Ein Jahr nach der 4:1-Gala gegen Real und dem Einzug ins Endspiel von Wembley hat die Realität den BVB wieder eingeholt. Sven Bender, Ilkay Gündogan, Marcel Schmelzer, Jakub Blaszczykowski und Neven Subotic sind verletzt, Mario Götze kickt mittlerweile beim FC Bayern und Lewandowski fehlte wegen einer Gelbsperre. Von der damaligen Startelf standen Klopp vor der Neuauflage des Duells also nur noch vier Spieler zur Verfügung.

BVB-Pleite in Madrid 
"Große Kampfansagen können wir nicht machen"

Die Stimmung bei BVB-Coach Jürgen Klopp ist merklich im Keller. Video

Besonders der Ausfall von Lewandowski, der die Madrilenen im vorletzten Aufeinandertreffen noch mit vier Treffern gedemütigt und so das Erreichen des Endspiels in Wembley gesichert hatte, stellte sich als schwerwiegend heraus. Als Vertreter vertraute Klopp Pierre-Emerick Aubameyang, doch gleichwertig ersetzen konnte der Supersprinter den zum FC Bayern wechselnden Polen nicht.

Nur 37 Prozent der Zweikämpfe gewonnen

Dem etatmäßigen Flügelspieler Aubameyang war die Aufgabe übertragen worden, auf die Außen auszuweichen, wo auch seine Schnelligkeit besser zum Zug kommen sollte. Doch das Offensivspiel der Dortmunder litt immens unter dem Verlust von Lewandowskis Fähigkeiten in der Behauptung und Sicherung des Balles. Besonders in der ersten Stunde des Spiels verloren die BVB-Akteure den Ball stets zu hastig. Außerdem fehlte es vorne an Durchschlagskraft, um die nicht als sattelfest bekannte Real-Abwehr zu gefährden.

Doch noch größere Probleme hatte die Borussia in der Defensive. Nur 37 Prozent aller Zweikämpfe entschieden die Dortmunder, die vom Anpfiff weg bedenklich unter der geballten Offensivkraft Reals wackelten, für sich. Die Spielmacher der Königlichen, allen voran Isco und Luca Modric, bekamen Nuri Sahin und Sebastian Kehl im Zentrum nie in den Griff, in etlichen Szenen kamen die beiden Sechser des BVB entscheidende Schritte zu spät. Jene Räume, die sonst Sven Bender dicht hält, kann der 34-jährige Kehl, der wegen einer Gelben Karte im Rückspiel fehlen wird, offenbar nicht stopfen. Sahin indes zeigte sich wie immer bemüht, doch auch ihm fehlt die Agilität und Handlungsschnelligkeit Gündogans.

Chancen kläglich vergeben

Und so entwickelte Real im Mittelfeld eine klare Dominanz und erspielte sich zeitweise erdrückende Ballbesitzquoten. Dass es in der Summe nur knapp 60 Prozent waren, war schließlich der Schlussphase geschuldet, in der Madrid mit einem 3:0-Polster dem BVB das Feld überließ und das Match mit angezogener Handbremse zu Ende spielte. Es passte zum Spiel, dass der BVB jene Chancen, die sich ihm dann durchaus boten, mal mehr, mal weniger kläglich vergab und damit wohl auch die letzte Hoffnung auf ein Weiterkommen im Rückspiel am nächsten Dienstag erstickte.

"Wir haben bereits in der ersten Halbzeit Real zu große Räume gelassen", kritisierte Klopp später. "Das war am Ende das ganze Spiel so. Wir standen nicht kompakt genug und haben so das schnelle 0:1 ermöglicht. Die beiden anderen Treffer haben wir dann aufgelegt."

Klopp: "Real hätte auch fünf Tore schießen können"

Beim 0:1 hatte Youngster Erik Durm, auf links der Vertreter von Marcel Schmelzer, Karim Benzema in die Mitte passen lassen, wo Gareth Bale kaum Mühe hatte, zu vollenden. Dem 0:2 durch Isco ging ein Ballverlust des erneut eklatant schwachen Henrich Mchitarjan voraus. Und vor dem 0:3 spielte Lukasz Piszczek den Ball in die Füße von Luka Modric, der Ronaldo zu dessen 14. Saisontreffer in der Champions League auflegte. So viele Tore wie der Portugiese schossen in einer Saison bisher nur Lionel Messi und der Brasilianer José Altafini.

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Die Niederlage im fünften Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in den letzten anderthalb Jahren hätte auch noch höher ausfallen können. "Die hätten auch fünf schießen können", sagte Klopp. Dass dem am Ende nicht so war, hatten die Dortmunder neben Keeper Weidenfeller ihren beiden Innenverteidigern Sokratis und Mats Hummels zu verdanken, die immer wieder in höchster Not klärten.

Nur ein Wunder kann Dortmund noch helfen

Die diesjährige Saison in der Königklasse dürfte damit für den BVB in der kommenden Woche Geschichte sein. Die leisen Hoffnungen auf einen neuerlichen Festtag, ein Fußball-Wunder auf internationaler Bühne, scheinen jedenfalls so gut wie begraben. "Wir haben uns keine Situation erspielt, um große Kampfansagen zu machen", erklärte Klopp. Die Waffen strecken wollte er aber noch nicht: "Aber wir spielen trotzdem”, ergänzte er.

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