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Pep Guardiola fordert "mehr Geilheit" gegen Real Madrid

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Vor Rückspiel gegen Real  

Guardiola fordert: "Wir brauchen mehr Geilheit"

28.04.2014, 17:43 Uhr | t-online.de

Pep Guardiola fordert "mehr Geilheit" gegen Real Madrid. Im Champions-League-Hinspiel war bereits ordentlich Dampf drin. Im Rückspiel fordert FCB-Coach Pep Guardiola noch mehr. Hier kämpfen Bayerns Franck Ribéry (li.) und Reals Pepe um den Ball. (Quelle: imago/MIS)

Im Champions-League-Hinspiel war bereits ordentlich Dampf drin. Im Rückspiel fordert FCB-Coach Pep Guardiola noch mehr. Hier kämpfen Bayerns Franck Ribéry (li.) und Reals Pepe um den Ball. (Quelle: imago/MIS)

Aus München berichtet Mark Weidenfeller

Kurz vor Ende der Pressekonferenz im Herzen der Allianz Arena ergriff plötzlich Bayerns Pressesprecher Markus Hörwick das Wort. "Ich muss an dieser Stelle einmal unsere Dolmetscher loben", sagte er und zeigte auf zwei schwitzende junge Männer, die, hinter einer Scheibe sitzend, alle Fragen und Antworten von wahlweise Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch und sogar Katalanisch in wahlweise Deutsch, Spanisch oder Englisch übersetzten. "Das hatten wir in dieser Vielfalt so auch noch nicht", sagte Hörwick, der damit bestätigte, dass dieses Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid (am Dienstag ab 20.30 Uhr im Live-Ticker bei T-Online.de) selbst für den großen FC Bayern etwas Besonderes ist. Dies unterstrich dann auch Pep Guardiola noch einmal deutlich, als er unmissverständlich klarstellte: "Wenn wir das Triple nicht holen, ist das keine Super-Saison."

Der spanische Trainer, dem bis auf Thiago, Xherdan Shaqiri, Tom Starke und Holger Badstuber alle Spieler zu Verfügung stehen, will unbedingt ins Finale. Doch auf dem Weg dorthin wartet noch die hohe Hürde Real Madrid. "Das ist eine große Mannschaft, eine großes Spiel, ein großer Verein, wir haben großen Respekt", so Guardiola.

"Wir brauchen mehr Geilheit"

108 TV-Sender werden darüber berichten, ob es die Bayern schaffen, das 0:1 aus dem Hinspiel noch umzubiegen und zum dritten Mal hintereinander ins Finale der Champions League einzuziehen. 880 Pressevertreter haben sich angekündigt. Die Partie wird in der ganzen Welt live übertragen. Doch was werden die Medienmachenden und die Fans rund um den Globus zu sehen bekommen? Wie will Pep die Madrilenen, die schon zu Barca-Zeiten seine größten Gegner waren, schlagen? "Ich habe viel darüber nachgedacht", sagte der spanische Coach: "Wir brauchen mehr Aggressivität im Strafraum, mehr Intensität, mehr Geilheit."

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Der deutsche Rekordmeister, der im Hinspiel phasenweise über 80 Prozent Ballbesitz hatte, die Dominanz aber nicht in Torchancen ummünzen konnte, muss sich etwas einfallen lassen. "Wir haben verloren, also kann nicht alles gut gewesen sein", sagte Guardiola. Von der eigenen Mentalität oder Spielweise abrücken will er deshalb aber noch lange nicht: "Wir wollen genauso spielen wie in Madrid", sagte er: "Ich liebe es einfach, den Ball zu haben und kann von meiner Mannschaft nichts verlangen, was ich nicht selbst vorlebe."

"Müssen auf andere Waffen zurückgreifen"

Heißt: Der FC Bayern wird auch im Rückspiel versuchen, Real Madrid durch lange Ballstafetten am eigenen Strafraum einzuschnüren. "Meine Philosophie ist es, dass meine Mannschaften den Ball haben. Wir haben im Hinspiel eigentlich fast alles richtig gemacht und trotzdem verloren. Ich bleibe dabei: Ballbesitz ist sehr wichtig", so Guardiola.

Der Taktikliebhaber will stattdessen an einer anderen Schraube drehen: "Eventuell müssen wir auf andere Waffen zurückgreifen, manchmal reicht die reine Taktik nicht. Wir brauchen Wille, Charakter- und Kampfstärke. Dann kommen wir nach Lissabon", versprach Guardiola, der damit auf die fußballerischen Grundtugenden baut. "Wenn wir noch etwas intensiver rangehen und mehr Zug zum Tor entwickeln, werden wir das schaffen."

Die Bayern brauchen Ribéry

Eine Schlüsselrolle wird dabei wieder einmal Franck Ribéry einnehmen. Der 31-Jährige, der gegen Werder Bremen (5:2) endlich aufsteigende Form zeigte und erstmals seit über einem Monat ein Tor schoss, soll den Unterschied ausmachen. "Er ist sehr wichtig für die Mannschaft und seine Mitspieler. Er ist einer der besten Spieler in der Geschichte des Klubs" lobte Guardiola: "Wir brauchen eine gute Leistung von ihm."

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Damit der sensible Franzose diese gegen Real abrufen kann, wollen ihn seine Teamkollegen unterstützen. Während David Alaba mit einem breiten Grinsen im Gesicht versicherte, Ribéry auch mal in den Arm nehmen zu wollen, versicherte Arjen Robben, dass "die Mannschaft voll für ihn da" sei. Robben, der gemeinsam mit Ribéry eine der gefährlichsten Flügelzangen der Welt bildet, vertraut auf seinen kongenialen Partner: "Wir werden morgen gemeinsam angreifen."

Rafinha-Experiment gescheitert

Bei allem Offensivgeist und der Gewissheit, mindestens ein Tor schießen zu müssen, darf aber auch die Abwehrarbeit nicht zu kurz kommen. Denn Ronaldo, Gareth Bale und Co. haben nicht erst im Hinspiel bewiesen, dass überfallartige und effiziente Konter zu ihren absoluten Lieblingsbeschäftigungen zählen. "Wir müssen sie von unserem Tor fern halten und die richtige Balance finden", warnte Guardiola. Und selbst der offensive Freigeist Robben erinnerte seine Kollegen daran, Reals Konterstärke zumindest "im Hinterkopf zu haben".

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Vieles deutet deswegen darauf hin, dass das Experiment, Rafinha gegen Ronaldo spielen zu lassen, ein einmaliger Versuch bleibt und Phillip Lahm zurück auf seine Rechtsverteidiger-Position rückt. Guardiola wollte sich zwar wie immer nicht in die Karten schauen lassen: "Philipp kann auf zehn Positionen spielen. Am wichtigsten für die Mannschaft ist, dass er überhaupt spielt." Doch diese Umstellung würde den Bayern zusätzliche Sicherheit in der Viererkette bescheren und zudem den Weg freimachen für Javi Martinez im defensiven Mittelfeld. Der 40-Millionen-Euro-Mann wäre aufgrund seiner herausragenden Balleroberungs-Fähigkeiten die optimale Besetzung, um möglich Gegenangriffe mit seinem exzellenten Stellungsspiel schon im Keim zu ersticken.

"Am Ende entscheidet die Leidenschaft"

Eine weitere Möglichkeit wäre die Rückkehr für Thomas Müller in die Startelf – mit fünf Treffern immerhin der torgefährlichste Bayernspieler dieser Saison in der Königsklasse. Der Offensiv-Allrounder hatte sich zuletzt über seine geringen Einsatzzeiten beklagt. Im Hinspiel bewies er einmal mehr seine Klasse, nachdem er zusammen mit Mario Götze nach seiner Einwechslung der Partie deutlich mehr Dampf verliehen hatte. Doch wen Guardiola zu Beginn bringen wird, das weiß der Star-Coach selbst noch nicht so genau: "Ich muss noch eine Nacht schlafen und darüber nachdenken, was ich verändern werde", sagte der 43-Jährige. Bei einem ist er sich allerdings ganz sicher: "Der, der den größeren Willen zeigt, wird sich durchsetzen. Wir haben den Traum nach Lissabon zu fliegen. Am Ende entscheidet die Leidenschaft."

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