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Champions League 2014: FC Bayern keine "bestia negra" mehr

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Champions League 2014  

FC Bayern erlebt Debakel gegen Real Madrid

30.04.2014, 11:25 Uhr | dpa

Champions League 2014: FC Bayern keine "bestia negra" mehr. Für die Bayern ist die Champions-League-Saison beendet.

Für die Bayern ist die Champions-League-Saison beendet. Foto: Andreas Gebert. (Quelle: dpa)

München (dpa) - Aus und vorbei - Real Madrid hat einen konfusen FC Bayern München mit voller Wucht von Europas Fußball-Thron gestoßen.

Zwei Jahre nach dem Final-Schock gegen den FC Chelsea erlebte der Titelverteidiger beim 0:4 (0:3) gegen die "Königlichen" erneut eine schmerzhafte Champions-League-Nacht im eigenen Stadion.

Sechs Tage nach dem 0:1 in der spanischen Hauptstadt zerstörten der herausragende Sergio Ramos mit einem Kopfball-Doppelschlag in der 16. und 20. Minute sowie der neue Königsklassen-Rekordschütze Cristiano Ronaldo (34./89.) mit seine Saisontreffern 15 und 16 vor 68 000 Zuschauern in der ausverkauften Arena die Münchner Hoffnungen auf die erste Titelverteidigung in der Champions League.

Bayern-Sportchef Matthias Sammer zeigte sich als fairer Verlierer. "Wir sind heute an einer großen Mannschaft gescheitert. Wir waren im letzten Jahr die Champions, jetzt haben wir uns wie Champions zu verhalten und die Niederlage zu akzeptieren", sagte er. "Wir haben ein Stück zu wenig Leidenschaft in die Waagschale gelegt, um den Gegner in Probleme zu bringen. Real hat uns unsere Grenzen aufgezeigt", sagte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nüchtern. "Das ist eine große Enttäuschung. 0:4 hört sich schon sehr bitter an. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, haben es aber taktisch in der ersten Halbzeit nicht gut gemacht", bilanzierte Kapitän Philipp Lahm.

Real trifft nach der erfolgreichen Deutschland-Tour von Schalke über Dortmund bis zum Halbfinal-Triumph in München nun am 24. Mai in Lissabon auf den Lokalrivalen Atlético Madrid oder den FC Chelsea. Ein Jahr nach dem Triple-Gewinn können die Bayern im ersten Jahr unter Trainer Pep Guardiola zumindest noch im DFB-Pokalfinale am 17. Mai in Berlin gegen den nationalen Rivalen Borussia Dortmund das Double holen. Allerdings muss Guardiola den deutschen Meister in den knapp drei Wochen bis zum Cup-Endspiel physisch und besonders mental wieder in die Erfolgsspur bringen.

Die Bayern hatten Real die "Hölle von München" versprochen, doch alle guten Vorsätze der vom Coach offensiver als in Madrid aufgestellten Elf waren frühzeitig dahin. Am Ende stand sogar die höchste Heimniederlage in der Königsklasse. Die Mannschaft agierte einfallslos nach vorne und in der Defensive überaus anfällig. Spätestens mit dem zweiten Gegentor zeigten die Gastgeber Auflösungserscheinungen und rannten kopflos ins Verderben. Selbst der Coach hatte von außen keinen Zugriff mehr auf sein Team. Drei Gegentore in den ersten 34 Minuten hatte es für die Münchner im Europacup bisher noch nie gegeben. Sogar beim desaströsen 0:4 beim FC Barcelona im Viertelfinale 2009 hatte es 38 Minuten gedauert.

Neben Reals erstem Final-Einzug seit 2002 feierte Ronaldo auch noch einen persönlichen Triumph. Mit seinem 16. Tor im Wettbewerb löste er den Argentinier Lionel Messi ab, der 2011/2012 für den FC Barcelona 14-mal in einer Saison getroffen hatte. Ärgerlich für die Madrilenen: Im Finale fehlt Xabi Alonso wegen einer Gelb-Sperre.

Die Münchner ließen bei allem Engagement keinen Plan erkennen, wie man das erneut sicher stehende Abwehrbollwerk der Spanier knacken wollte. Dafür offenbarte der Titelverteidiger hinten einmal mehr jede Menge Schwächen. Als Manuel Neuer eine Kopfball-Abwehr außerhalb seines Strafraums missglückte (9.), hatten die Hausherren Glück, dass Gareth Bale aus gut 35 Metern über das leere Bayern-Gehäuse schoss.

Dann wurde den Münchnern beim doppelten Kopfball-Schock durch Ramos wie schon im Finale dahoam 2012 ihre Schwäche bei Standardsituationen zum Verhängnis. Einen Eckball von Luka Modric wuchtete Reals Abwehrrecke nahezu unbedrängt aus zehn Metern in die Maschen. Keine vier Minuten fühlte sich in der Innenverteidigung der Bayern wiederum niemand für Ramos verantwortlich, der die Freistoß-Flanke von Angel di Maria per Kopf zum 0:2 an Neuer vorbeidirigierte. Im Endspiel gegen Chelsea vor zwei Jahren hatte Didier Drogba die Münchner zwei Minuten vor dem Ende nach einer Ecke per Kopf aus allen Titelträumen gerissen.

Der Frust bei den Münchnern hatte sich schon nach dem ersten Gegentreffer in einer rüden Attacke des Brasilianers Dante gegen Cristiano Ronaldo in Höhe der Mittellinie entladen, für die der Abwehrspieler zu Recht Gelb sah. Doch auch mit unfairen Aktionen waren Reals Konter-Könige nicht mehr zu stoppen. Nachdem Franck Ribéry in der 25. Minute bei der ersten gefährlichen Aktion der Münchner das Tor von Iker Casillas knapp verfehlt hatte, war wieder Real am Zuge. Nach einem schulmäßigen Konter über Karim Benzema und Bale vollendete Ronaldo zum 0:3. Selbst Neuer ließ sich von der Konfusion anstecken und wäre von Ronaldo noch vor der Pause fast zum vierten Mal überlistet worden.

Nach der Pause waren die Münchner vor allem um Schadensbegrenzung bemüht. Das gelang auch deshalb, weil Reals Ballvirtuosen mit dem klaren Vorsprung im Rücken einen Gang zurückschalteten. In der 57. Minute verpasste Arjen Robben eine Resultatsverbesserung, als sein 18-Meter-Schuss knapp am Kasten der Spanier vorbeiflog. Auf der Gegenseite verhinderte Neuer gegen Fabio Coentrao (65.) das drohende 0:4. Dieses gelang Ronaldo eine Minute vor Schluss per Freistoß.

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