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Borussia Dortmund gegen FC Arsenal "nahe an der Perfektion"

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BVB-Gala gegen Arsenal  

Klopp: "Das war nahe an der Perfektion"

17.09.2014, 10:09 Uhr | t-online.de

Borussia Dortmund gegen FC Arsenal "nahe an der Perfektion". Siegerfaust: Jürgen Klopp jubelt über den Auftaktsieg seiner Borussia in der Champions League. (Quelle: dpa)

Siegerfaust: Jürgen Klopp jubelt über den Auftaktsieg seiner Borussia in der Champions League. (Quelle: dpa)

Von Patrick Brandenburg

Das war so ein Abend, an dem einfach alles passte. Jedes Detail: Herrlicher Spätsommer, fantastische Stimmung im früheren Westfalenstadion, eine Riesenpartie des BVB -  und beim 2:0-Erfolg über den vermeintlichen Gruppenfavoriten FC Arsenal auch das perfekte Ergebnis aus Sicht von Borussia Dortmund. Selbst scheinbar unpassende Aspekte wirkten auf ihre Art plötzlich schlüssig. Etwa, dass Jürgen Klopp erstmals in der Champions League nicht mit Schlips und Anzug am Rande stand, sondern im gewohnten Bundesliga-Schlabberlook mit Kapuzenpulli und Jogginghose. Übersetzt heißt das vermutlich nichts anderes als: Feiertage in der Königsklasse sind bei der Borussia Alltag geworden.

Dabei war es für die Gala-verwöhnten Dortmunder in jeder Hinsicht ein außergewöhnliches Fußballspiel. "Das war nahe an der Perfektion heute", berauschte sich der BVB-Coach nach der Partie an der Leistung der eigenen Mannschaft. Wie schon lange nicht mehr schafften es die Schwarz-Gelben, über Pressing und Gegenpressing einen von den Namen her vermutlich sogar besser besetzten Gegner aus London so unter Dauerdruck zu setzen, dass dieser darunter schließlich zerbrach.

Mertesacker: "Das war teilweise eine Lehrstunde"

Genau mit diesem Rezept hatte der BVB in den ersten beiden Meisterjahren unter Klopp zum Höhenflug angesetzt. "Das ist das Spiel, so wie es mir gefällt. Diese Partie hefte ich mir ab", sagte der Coach, dem im dritten Anlauf gegen den Dauerrivalen Arsenal nun endlich der erste Heimsieg gelang.

"Die Dortmunder haben gezeigt, dass sie keinen Ball verlieren wollten. Das war teilweise eine Lehrstunde", sagte Per Mertesacker nach der Niederlage seiner Gunners beeindruckt. Trotz der beiden Gegentreffer durch die Matchwinner Ciro Immobile kurz vor, und Pierre-Emerick Aubameyang kurz nach der Pause, gehörte der Londoner Abwehrchef noch zu den besseren Spielern seines Teams.

Er agierte jedenfalls ansprechender als Weltmeister-Kollege Lukas Podolski, der erst spät eingewechselt wurde und wirkungslos blieb. Und sogar deutlich besser als DFB-Spielmacher Mesut Özil, der sich am Duo Marcel Schmelzer/Kevin Großkreutz auf der linken Dortmunder Abwehrseite die Zähne ausbiss und nach gut einer Stunde gefrustet den Platz verließ.

Großkreutz trotzig

Der BVB hatte die Gäste von Beginn an im Griff und ließ über die gesamten neunzig Minuten nicht mehr locker. Das war durchaus erstaunlich, da den Dortmundern das traditionelle Verletzungspech treu blieb. Kurz vor der Partie fiel noch Lukasz Piszczek mit Oberschenkelproblemen aus. Auch der Einsatz von Shinji Kagawa, am Wochenende noch der große Comeback-Held in der Bundesliga, war offenbar ein zu großes Risiko.

Nicht weniger als acht potenzielle Stammspieler saßen also angeschlagen auf der Tribüne oder auf der Bank, die zudem mit den U23-Spielern Jannick Bandowski und Mustafa Amini aufgefüllt wurde. In der Halbzeit verabschiedete sich zudem Sebastian Kehl mit starken Schmerzen an den Adduktoren, für ihn sprang Neuzugang Matthias Ginter in die Bresche.

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Für die Dortmunder trotzdem alles kein Problem. "Da sieht man mal, was wir für eine geile Mannschaft haben", sagte Großkreutz trotzig, und so ganz falsch scheint er da auch nicht zu liegen. Der Ur-Borusse konnte sich den Brustton der Überzeugung leisten, denn er selbst ging mit bestem Beispiel gegen Arsenal voran.

Aufholjagd von Bender

Der Allrounder war überall auf dem Platz zu finden, stopfte Lücken in Mittelfeld und Defensive, er half nach Schmelzers Auswechslung in der Abwehrkette aus. Und powerte wie wild nach vorne. Die Tunnel-Wette gegen Podolski verlor der Marathonmann zwar, trug diese persönliche Niederlage aber mit Fassung: "Ich gebe ihm jetzt einen Döner aus, dann passt das", sagte der Nationalspieler. Die ernsten und wichtigen Duelle auf dem Platz gewann Großkreutz aber, so vorm zweiten Treffer, der den Deckel auf die Partie machte. 

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Ähnlich fleißig war Sven Bender, der trotz der vielen Ausfälle beim BVB in der Bundesliga bislang nicht viele Einsatzminuten bekam. Er machte nun den Eindruck, als müsse er in einer einzigen Partie verpasste Kilometer und nicht gespielte Pässe aufholen, um seinen Jahresschnitt zu halten.

Insgesamt sprangen für den BVB stolze 24:4 Torschüsse raus, elf LaufKilometer hatte Dortmund schließlich mehr als Arsenal. Das war Vollgasfußball wie in besten Zeiten, und das Team von Trainer Arsene Wenger war mit zwei Gegentreffern noch gut bedient. Allein Henrich Mchitarjan hatte zwei weitere Riesenchancen, das Ergebnis weiter hoch zu schrauben. Aber vermutlich passte auch dieses Detail in den perfekten Abend der Westfalen. "Ich habe Miki gesagt, heute brauchten wir seine Tore nicht", erklärte Klopp später. "Er soll die schießen, wenn sie wirklich nötig sind."

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