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Bayer Leverkusen: Stefan Kießling verteidigt "Hurra-Fußball"

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Nach 0:1-Pleite in Monaco  

Kießling: Kritik an "Hurra-Fußball" ist Schwachsinn

17.09.2014, 16:12 Uhr | dpa

Bayer Leverkusen: Stefan Kießling verteidigt "Hurra-Fußball". Bayer-Stürmer Stefan Kießling beim CL-Duell in Monaco. (Quelle: dpa)

Bayer-Stürmer Stefan Kießling beim CL-Duell in Monaco. (Quelle: dpa)

Bayer Leverkusens Torjäger Stefan Kießling war sauer. Nicht allein das unnötige 0:1 im ersten Champions-League-Spiel beim AS Monaco ärgerte ihn, sondern dass die bewunderte Offensiv-Spielphilosophie schon in der Kritik steht. "Das ganze Gerede geht mir auf den Keks", schimpfte der 30-Jährige. "Erst wirst du gelobt, und jetzt wird schon gefragt, ob dieser Hurra-Fußball wirksam ist. Ich finde das Schwachsinn."

Schon nach dem 3:3 gegen Werder Bremen gab es Warnungen vor dem vermeintlichen Harakiri-Fußball, den die Werkself spielt. "Man sollte nicht alles so schwarz sehen. Wir sind von unserem Spielstil überzeugt", betonte Kießling nach dem Abpfiff im Fürstentum. Schließlich habe man das Team aus dem Fürstentum mit Ausnahme des Gegentores durch Joao Moutinho (61. Minute) im Griff und nur ein Problem gehabt: "Wir konnten den scheiß Ball nicht ins Tor bringen."

Bayer-Coach Schmidt: "Haben sehr gutes CL-Spiel gezeigt"

Systementwickler Roger Schmidt sah es ähnlich, aber den Auftritt im Stade Louis II auch etwas zu positiv. "Ich glaube, dass wir ein sehr gutes Champions-League-Spiel mit einer fast perfekten ersten Halbzeit gezeigt haben", sagte der Bayer-Cheftrainer. "Wir hatten acht Topchancen und haben eine zugelassen. Die Voraussetzung, das Spiel zu gewinnen, war hervorragend. Da gibt es keine zwei Meinungen."

Die Kreation von Einschuss-Möglichkeiten am laufenden Band bestätigt zwar sein Offensivsystem, birgt aber auch eine Gefahr. "Wenn man so viele Chancen herausspielt wie wir, geht man vielleicht mit der einzelnen nicht gewissenhaft um", erklärte Schmidt.

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Klubchef Schade: "Es war eine Enttäuschung"

Schwer verkraftet hat Klubchef Michael Schade die erste Saisonniederlage in der siebten Pflichtpartie, weil wie beim Remis gegen Bremen beste Möglichkeiten ungenutzt blieben. "Gegen Werder haben wir noch Pfosten und Latte getroffen, hier nicht mal das Tor", lautete der sarkastische Kommentar von Schade, der noch mehr zu kritisieren hatte.

Nämlich neben der erneut fehlenden Präzision beim Torabschluss die lahme Gegenwehr nach dem 0:1: "Wir müssen mit dem Spiel unzufrieden sein. Da war mehr zu holen, das haben wir versäumt. Es war eine Enttäuschung."

Benfica heißt der nächste Gegner

Für Schmidt war die Pleite bitter, aber kein Rückschlag. "Wir hatten eine riesige Chance, mit einem Auswärtssieg zu starten, aber es ist eines von sechs Spielen", sagte der Trainer. Es ist nach wie vor noch möglich, einen von zwei ersten Plätzen zu belegen." In der zweiten Begegnung der Gruppe C besiegte Zenit St. Petersburg auswärts Benfica Lissabon mit 2:0. Die Portugiesen sind am 1. Oktober nächster Gegner der Leverkusener.


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