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Champions League: Englische Presse mit harscher Kritik an Mesut Özil

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Englische Presse mit drastischer Kritik  

Mesut Özil ein "am Rande stehender" Akteur

17.09.2014, 13:08 Uhr | t-online.de, sid

Champions League: Englische Presse mit harscher Kritik an Mesut Özil . Mesut Özil zeigte in Dortmund eine äußerst diskrete Leistung.  (Quelle: imago/BPI)

Mesut Özil zeigte in Dortmund eine äußerst diskrete Leistung. (Quelle: BPI/imago)

Die Schlagzeilen der englischen Zeitungen bestimmte Mesut Özil nun schon zum wiederholten Male. Was der hoch veranlagte Weltmeister des FC Arsenal über sich lesen musste, dürfte ihm allerdings erneut missfallen haben. Die kommende Breitseite der englischen Presse vielleicht schon ahnend, hatte er das Dortmunder Stadion zuvor wortlos und völlig frustriert verlassen.

"Özil ein Jäger? Sicher nicht!", schrieb die "Daily Mail" nach der blutleeren Vorstellung des 25-Jährigen, attestierte ihm "Trägheit" und fragte folgerichtig: "Wer will einen Spielmacher, der das Spiel nicht macht?"

Tiefe Schaffenskrise

Der Mittelfeldspieler befindet sich immer tiefer in einer Schaffenskrise - das 0:2 (0:1) zum Auftakt der Champions League bei Borussia Dortmund verdeutlichte dies in hohem Maße. Kaum ein Pass kam an, kaum eine Idee zündete und, mindestens genauso schlimm: Kaum einmal deutete die Körpersprache des schmächtigen Mittelfeldspielers auf Besserung hin.

Einen "unbeweglichen Start" sowie "schlaffe und ungenaue Zuspiele" erkannte der "Guardian", während der "Telegraph" Özil als einen "am Rande stehenden" Akteur bezeichnete und ihn in der Leistungsbewertung mit vier von zehn möglichen Punkten abstrafte.

"Als Mannschaft nicht das geforderte Level erreicht"

Die "Daily Mail" schrieb in ihrer Analyse: "Um fair zu bleiben - es lag nicht nur an Özil". Das Blatt lag damit zwar goldrichtig und bestätigte die Einschätzung von Arsenals Teammanager Arsene Wenger, der meinte, "dass wir als Mannschaft nicht das geforderte Level erreicht haben". Auffallend aber ist, dass Özil immer häufiger selbst in einem schwachen Team zu den Schwächsten gehört und seine Klasse viel zu selten aufblitzt.

Dabei hatte er in jüngerer Vergangenheit noch von großen Zielen gesprochen. Er wolle '"der beste Spieler der Welt" werden, hatte der gebürtige Gelsenkirchener vor der WM-Endrunde in Brasilien gesagt - bei der er übrigens auch hinter seinen Erwartungen zurück blieb. "Ich bin aber noch nicht so torgefährlich. Daran arbeite ich hart." Zu sehen ist davon derzeit wenig.

Letztes Tor im April

Im April hat er sein bislang letztes Tor für die Gunners erzielt, auf fremdem Platz hat der Rekordeinkauf der Londoner (knapp 50 Millionen Euro) überhaupt noch nicht getroffen. Das könnte auch vorerst so bleiben, denn Özil muss mehr denn je um seinen Stammplatz zittern. In Dortmund wurde er nach 62 Minuten ausgewechselt, zudem brennt der Spanier Santi Cazorla auf Einsätze von Beginn an.

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Özil droht damit ein ähnliches Schicksal wie seinem Nationalmannschafts-Kollegen Lukas Podolski. Auch der war mit hohen Erwartungen an die Themse gekommen, auch er überzeugte zu Beginn - mittlerweile aber ist Podolski bei Wenger außen vor und im Winter vielleicht schon bei einem anderen Verein. Gegen Dortmund wurde der 29-Jährige in der 77. Minute eingewechselt und fiel nicht weiter auf. Zu allem Überfluss hatte er vor seiner Einwechslung den rechten Schienbeinschützer nicht gefunden - Özil half aus und borgte ihm seinen. Immerhin.

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