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Fußball  

Di Matteo will mit Schalke Heimsieg gegen Sporting

21.10.2014, 07:28 Uhr | dpa

Fußball: Di Matteo will mit Schalke Heimsieg gegen Sporting. Schalkes Trainer Roberto di Matteo warnt vor Lissabon.

Schalkes Trainer Roberto di Matteo warnt vor Lissabon. Foto: Caroline Seidel. (Quelle: dpa)

Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 will mit einem Heimsieg gegen Sporting Lissabon am Dienstagabend (20.45 Uhr) seine Aussichten auf den Einzug ins Achtelfinale der Champions League verbessern.

Drei Tage nach dem Bundesliga-Erfolg gegen Hertha BSC gehen die Königsblauen mit gestärktem Selbstbewusstsein in die Partie gegen den portugiesischen Fußball-Vizemeister. Der neue Trainer Roberto Di Matteo hat durch die Rückkehr des zuletzt gesperrten Joel Matip und des von einer Verletzung genesenen Sidney Sam wieder mehr personelle Alternativen.

"Wir müssen versuchen, im Heimspiel gegen Sporting Lissabon die drei Punkte zu holen. Denn aus meiner Erfahrung ist es auswärts schwieriger", betonte Di Matteo vor dem ersten Duell mit Portugals Vizemeister in der Veltins-Arena. 15 Tage später treten die Königsblauen zum vierten Spiel in der Gruppe G in der portugiesischen Hauptstadt an.

Angesichts der bisher mageren Ausbeute von zwei Punkten aus den Partien beim FC Chelsea in London und gegen NK Maribor können sich die Königsblauen im Heimspiel gegen Sporting keinen Fehltritt mehr erlauben. Sonst schwinden die Aussichten aus Platz zwei und den erneuten Einzug ins Achtelfinale. Denn Gruppenrang eins scheint für Spitzenreiter FC Chelsea (4 Punkte) reserviert, der seine Führung daheim gegen Maribor (2) ausbauen kann. "Die Ausgangslage ist nicht schlecht", meinte Di Matteo am Montag. "Ich glaube, dass Maribor aber auch noch was zu sagen hat. Aber sicherlich sind die nächsten beiden Spiele sehr wichtig."

Sporting ist in der Königsklasse mit einem Zähler derzeit zwar nur Gruppenletzter, tankte am Wochenende mit dem 3:1-Sieg beim FC Porto im portugiesischen Pokalwettbewerb aber viel Selbstvertrauen. Der momentan in der Liga auf Platz vier liegende Hauptstadtclub ist kein Team, das im Vorübergehen zu besiegen ist. "Das ist ein gefährlicher Gegner mit individuell guten Spielern", warnte Di Matteo.

Doch wenn jemand weiß, wie ein Team auf Champions-League-Highlights einzustimmen ist, dann der Italiener. Schließlich schnappte Di Matteo 2012 mit Chelsea dem seinerzeit übermächtig scheinenden FC Bayern im "Finale dahoam" die Trophäe weg. Doch sein größter Erfolg als Trainer ist für Di Matteo längst Geschichte. "Das ist Vergangenheit. Daran denke ich jetzt überhaupt nicht mehr", betonte der 44-Jährige.

Aktuell beschäftigt ihn nur der FC Schalke. Schon am Samstag beim 2:0-Sieg gegen Hertha BSC war die Handschrift des Trainers zu erkennen. "Wir haben seine Vorgaben gut umgesetzt", sagte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar. "Der Sieg gibt Selbstvertrauen für die Champions League. Da wir gegen Maribor nicht gewonnen haben, müssen wir gegen Sporting unbedingt die drei Punkte holen. Ich hoffe auf einen Heimsieg mit vielen Toren."

Auch Eric Maxim Choupo-Moting lobte die Arbeit des neuen Chefs, der den Hebel beim verunsicherten Team bei der Defensivarbeit ansetzte. "Es ist wichtig, erstmal kompakt zu stehen und keinen Treffer zu kassieren", sagte der Kameruner. Man habe im Training akribisch und detailliert Grundlagen wie das Anlaufen des Gegners und Zweikampfverhalten geübt. "Der Trainer hat einen Plan."

Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass Di Matteo auch gegen Lissabon den Fokus zunächst auf defensive Stabilität legen wird. "Sie haben die Antwort schon selbst gegeben", entgegnete der Schalke-Coach auf entsprechende Fragen. Heißt: Zumindest in den kommenden Spielen ist nicht mit einem Schalker Offensiv-Feuerwerk zu rechnen. Offen ist, mit welchem Personal Schalke die Aufgabe gegen Lissabon bewältigen will. Der gegen Hertha gesperrte Joel Matip steht wieder zur Verfügung, auch Sidney Sam wäre eine Alternative. Aber eine große Rotation wird es wohl kaum geben. Di Matteo wollte das Abschlusstraining noch abwarten.

Voraussichtliche Aufstellungen:

FC Schalke 04: Fährmann - Uchida, Höwedes, Matip, Aogo - Neustädter Boateng - Choupo-Moting, Meyer, Draxler - Huntelaar

Sporting Lissabon: Rui Patricio - Cedric, Paulo Oliveira, Mauricio, Jonathan Silva - William Carvalho, Adrien Silva - Nani, Joao Mario, Carillo - Slimani

Schiedsrichter: Sergej Karrasew (Russland)

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