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Champions League: Borussia Dortmund stürmt ins Achtelfinale

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Liga-Frust verdrängt  

Dortmund stürmt mit perfekter Ausbeute ins Achtelfinale

04.11.2014, 22:49 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Champions League: Borussia Dortmund stürmt ins Achtelfinale. Jubel bei den Dortmundern Pierre-Emerick Aubameyang (li.), Marco Reus (Mitte) und Neven Subotic (Quelle: dpa)

Jubel bei den Dortmundern Pierre-Emerick Aubameyang (li.), Marco Reus (Mitte) und Neven Subotic (Quelle: dpa)

Warum kann nicht immer Champions League sein? So früh wie nie zuvor hat sich Borussia Dortmund für die K.o.-Runde der Königsklasse qualifiziert und damit Mut für die Krisenbewältigung im Liga-Alltag geschöpft. Der Vorletzte der Bundesliga feierte beim 4:1 (1:0) gegen den türkischen Meister Galatasaray Istanbul im vierten Vorrundenspiel den vierten Sieg.

Dreizehn Tage nach der 4:0-Gala im Hinspiel in Istanbul sicherte sich der BVB durch die Treffer von Marco Reus (39.), Sokratis (56.), des eingewechselten Ciro Immobile (74.) und ein Eigentor von Semih Kaya (85.) den dritten Achtelfinal-Einzug in Serie. Dabei musste Schiedsrichter Pavel Kralovec (Tschechien) die Partie im zweiten Durchgang für drei Minuten unterbrechen, weil türkische Fans Feuerwerkskörper auf den Rasen warfen. Das zwischenzeitliche 1:2 durch Hakan Balta (70.) blieb ohne Konsequenz.

Unbeeindruckt von den Ausschreitungen baute das Team von Trainer Jürgen Klopp mit zwölf Punkten und 13:1 Toren seine Führung in der Staffel D vor dem FC Arsenal aus. Damit kann die Borussia am 26. November in London den Gruppensieg perfekt machen. "Wir haben sehr verdient gewonnen. Insgesamt bin ich angesichts unserer Situation in der Liga sehr zufrieden mit unserem Spiel", meinte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Diesmal ist Geduld gefragt

Nach der jüngsten Pleiten-Serie in der Bundesliga mit fünf Niederlagen in Folge und dem schlechtesten Start der 48-jährigen Liga-Historie des BVB hoffte nicht nur Klopp auf ein weiteres Erfolgserlebnis in Europas Beletage. Und die Dortmunder begannen engagiert, aber nervös und leisteten sich vor allem im Aufbau unerwartet viele Fehler. Galatasarays italienischer Coach Cesare Prandelli verordnete dem türkischen Rekordmeister eine sehr kompakte Ausrichtung mit zwei Viererketten, die zunächst geschickt die Räume zustellten.

Anders als beim Blitzstart am Bosporus, als der BVB bereits nach 18 Minuten mit 2:0 führte, war diesmal Geduld gefragt. Nicht zum ersten Mal taten sich die Dortmunder gegen einen derart tief stehenden Gegner schwer. Im BVB-Spiel fehlten über weite Strecken der ersten Hälfte Rhythmus, Tempo und Kreativität. Vor allem nach Ecken von Reus strahlte die Borussia aber Gefahr aus: der Grieche Sokratis köpfte den Ball nur an die Latte (25.), elf Minuten später schoss Neven Subotic am langen Pfosten drüber. Dazwischen verzog Shinji Kagawa knapp (33.).

Türkische Fans werfen Knallkörper aufs Spielfeld

Gleich beim ersten gelungenen Angriff der Dortmunder machte es Reus besser. Der Nationalspieler verwertete einen starken Pass des Polen Lukasz Piszczek in den Rücken der gegnerischen Abwehr. Er tunnelte Galatasaray-Keeper Fernando Muslera aus abseitsverdächtiger Position (39.) mit seinem zweiten Champions-League-Treffer in dieser Saison zur verdienten Pausenführung.

Auch nach dem Wechsel blieb der BVB am Drücker. Die Gäste fielen vor allem durch das Fehlverhalten einiger ihrer Fans auf, die Knallkörper aufs Feld warfen. Schiedsrichter Karlovic rief beide Kapitäne zu sich, Galatasarays Ex-Bundesliga-Profi Hamit Altintop versuchte, die undisziplinierten Anhänger zu beruhigen. Nach einer dreiminütigen Unterbrechung ging es weiter - und wie. Nach einem schönen Einsatz des starken Sebastian Kehl schlug Sokratis aus fünf Metern zu (56.).

Jetzt konnte es sich Klopp sogar leisten, vor dem schweren Liga-Heimspiel am Sonntag gegen Mönchengladbach Ilkay Gündogan zu ein bisschen Spielpraxis zu verhelfen. Der Langzeitverletzte kam in der 63. Minute für Kagawa. Doch statt das komfortable 2:0 souverän über die Zeit zu spielen, ließ sich der BVB kurz verunsichern.

Balta machte es durch den unnötigen Anschlusstreffer noch einmal spannend. Klopp reagierte, brachte Immobile für Reus (71.), und der Italiener führte sich mit seinem dritten Tor in der Königsklasse gleich gut ein. Das Eigentor von Semih (85.) machte die Niederlage der Türken noch bitterer.

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