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Champions League: Marco Reus macht BVB Hoffnung für die Bundesliga

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"Hatten genügend Scheiß-Momente"  

"Brustlöser" Reus macht Hoffnung für die Liga

05.11.2014, 14:05 Uhr | t-online.de

Champions League: Marco Reus macht BVB Hoffnung für die Bundesliga. BVB-Star Marco Reus bejubelt seinen Treffer gegen Galatasaray Istanbul. (Quelle: imago/Contrast)

BVB-Star Marco Reus bejubelt seinen Treffer gegen Galatasaray Istanbul. (Quelle: Contrast/imago)

Von Mark Weidenfeller

Die offiziellen 90 Minuten waren gerade abgelaufen, da schrie Jürgen Klopp wild gestikulierend in Richtung Schiedsrichter. Der BVB-Trainer forderte den Unparteiischen lautstark auf, die Partie gegen Galatasaray Istanbul, welche die Hausherren mit 4:1 (1:0) gewannen und damit den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt machten, sofort abzupfeifen. (Lesen Sie auch: "Polizei nimmt nach CL-Partie in Dortmund Ermittlungen wegen versuchten Totschlags auf")

Da aus dem türkischen Fanblock immer wieder Feuerwerkskörper auf das Spielfeld flogen, wollte Klopp seine Spieler schützen und nicht erst noch die angezeigten vier Minuten Nachspielzeit abwarten. Was er aber vor allem wollte: so schnell wie möglich ein Erfolgserlebnis feiern. "Wir hatten genügend Scheiß-Momente", sagte Klopp nach dem letztendlich dann doch erfolgten Schlusspfiff: "Die Mannschaft soll diesen Sieg jetzt genießen."

Abwehrbollwerk von Galatasaray

Die Borussia, bei der im Vergleich zur 1:2-Niederlage in München Neven Subotic für den verletzten Mats Hummels verteidigte, hatte zuvor einen scheinbar ungefährdeten, aber letztlich hart umkämpften Sieg gegen die tiefstehenden Türken gefeiert. Der Tabellenzweite der Süper Lig hatte sich gegen den Tabellen-17. der Bundesliga dieses Mal nämlich etwas einfallen lassen.

CL-Partie 
Jürgen Klopp: "War mit der Struktur sehr zufrieden"

Nach dem Sieg gegen Galatasaray Istanbul stellt sich der Trainer der Presse. Video

Anders als noch im Hinspiel (0:4) rannte das von Cesare Prandelli trainierte Team nicht blind ins offene Messer, sondern zog sich erst einmal zurück. Galatasaray verbarrikadierte sich in der Anfangsphase der Partie mit bis zu neun Feldspielern am eigenen Strafraum und machte dem BVB so das Leben schwer. "Wir haben in der Champions League normalerweise mehr Platz, weil der Gegner mitspielt. Heute war das nicht so", sagte Marco Reus.

Erste Tormöglichkeit nach einer halben Stunde

Vieles auf dem Spielfeld erinnerte an die Bundesliga. Das Geschehen auf dem Platz glich teilweise einer Blaupause der vergangenen Partien gegen Hannover (0:1) den HSV (0:1), in Mainz (0:2) oder in Köln (1:2), die der BVB allesamt trotz klarer Dominanz verloren hatte. Gegen Galatasaray verzeichneten die Gastgeber nach einer knappen halben Stunde mehr als zwei Drittel Ballbesitz, eine echte Torchance konnten sie sich aber nicht herausspielen.

Die einzig nennenswerte Aktion blieb ein Lattenkopfball von Sokratis  - bezeichnenderweise nach einem Eckball. Viele der 65.851 Zuschauer im ausverkauften Signal-Iduna-Park befürchteten da wohl schon das Schlimmste.

Klopp: "Sind körperlich einen Schritt weiter"

Für Erlösung sorgte dann aber Reus. Der Nationalspieler riss mit einem diagonalen Lauf durch die gegnerische Hälfte ein Loch in die Viererkette der Gäste, wurde von Lukas Piszczek perfekt mit einem Pass in die Schnittstelle bedient und schob trocken zum 1:0 in der 39. Minute ein.

"Es hat zwar ein bisschen gedauert, bis wir die Lücke gefunden haben. Das 1:0 war dann aber der Brustlöser", sagte ein erleichterter Sportdirektor Michael Zorc. "Marco hat ein unglaubliches Tempo und weiß das auch zu nutzen. Timing ist im Fußball alles - und das hat er", lobte Klopp.

Die beiden Dortmunder Verantwortlichen wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Denn nach Reus’ Treffer lief plötzlich vieles einfacher. Sokratis (56.), der eingewechselte Ciro Immobile (74.) und Kaya Semih mit einem Eigentor (86.) trieben das Ergebnis weiter in die Höhe. Selbst der kurzzeitige Anschlusstreffer durch Hakan Balta (70.) ließ keine Zweifel am Erfolg des BVB aufkommen. "Ich habe der Mannschaft angesehen, dass sie stabil ist", bestätigte Klopp: "Wir sind körperlich einen Schritt weiter."

Reus: "Wenn wir Torchancen hatten, haben wir sie genutzt"

Die Dortmunder bewiesen gegen Galatasaray, dass sie sehr wohl gegen robuste Mannschaften zum Erfolg kommen können und trotz der ganzen Reihe an Rückschlägen weder die Geduld noch das Vertrauen in die eigene Stärke verloren haben. "Wir haben auch in der Anfangsphase gut verlagert, hatten Passsicherheit. Das hat uns Selbstvertrauen gegeben", sagte Reus.

Zudem machte er den Unterschied zur trüben, jüngeren Vergangenheit im Liga-Alltag deutlich: "Wenn wir Torchancen hatten, haben wir sie genutzt", so Reus weiter. In der Tat: Von insgesamt fünf Schüssen, die den Weg aufs Tor fanden, schlugen vier im Netz ein. Eine sensationelle Quote und genau die Effizienz, die der Borussia bislang in dieser Saison gefehlt hatte.

Liga-Duell gegen Gladbach noch weit weg

Aus diesem Grund war Trainer Klopp nach der Partie auch darum bemüht, den Moment als solchen zu feiern und erst einmal keine Gedanken an das anstehende schwere Spiel in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach zu verschwenden.

"Wir haben so frühzeitig wie nie das Achtelfinale erreicht, haben zwei super Spiele gegen Istanbul abgeliefert und bislang in der Königsklasse nur ein Gegentor kassiert. Das sind so viele positive Dinge. Das müssen wir jetzt mal fühlen", sagte er: "Auch wenn ich die Mannschaft dazu fast schon auffordern muss."

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Champions League als Schub für die Liga

Klopp hatte bereits vor Anpfiff davon gesprochen, dass sein Team aus den Partien in der Champions League etwas mitnehmen müsse. Nun hofft er auf einen positiven Effekt. Die gebeutelten BVB-Spieler haben in der "Wellness-Oase Champions League" Kraft und Mut getankt, um auch in der Bundesliga endlich für ihre Leistungen belohnt zu werden.

"Wir werden das auf die Strecke bringen", sagte der Coach des BVB, der dann noch einen entscheidenden Wunsch äußerte: "Die Fähigkeit, die Tore zum richtigen Zeitpunkt zu schießen, würde ich gerne einpacken."

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