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FC Schalke 04 mit Kampf in Champions-League-Achtelfinale

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Königsblau erzwingt das Glück  

Schalke 04 würgt sich durch die Vorrunde der Königsklasse

11.12.2014, 17:00 Uhr | t-online.de, dpa, sid

FC Schalke 04 mit Kampf in Champions-League-Achtelfinale. Der FC Schalke 04 sichert sich als vierte deutsche Mannschaft das Ticket für das Achtelfinale der Champions League. (Quelle: AP/dpa)

Der FC Schalke 04 sichert sich als vierte deutsche Mannschaft das Ticket für das Achtelfinale der Champions League. (Quelle: AP/dpa)

"Monaco oder Porto - da hätten wir eine Chance": Die Antwort von Matchwinner Max Meyer auf die Frage, welchen Gegner er sich nun im Achtelfinale der Champions League wünsche, ließ tief blicken. Mit Ach und Krach hatte sich der FC Schalke 04 zuvor am letzten Gruppen-Spieltag noch für die Runde der letzten 16 qualifiziert, dank eines wackligen 1:0 (0:0) beim krassen Außenseiter NK Maribor und der Schützenhilfe des FC Chelsea. Dass sie aktuell nicht zu den Besten Europas gehören, wissen die Königsblauen ganz offensichtlich selbst - und das war auch im Ljudski vrt, dem kleinsten Stadion der Königsklasse, über weite Strecken zu sehen. Dennoch gelang es ihnen, das Glück zu erzwingen.

Sinnbildlich dafür stand die spielentscheidende Szene. Denn selbst der verdiente Siegtreffer durch Meyer in der 62. Minute entstand nicht aus einer flüssigen Kombination, sondern unter Mithilfe des Gegners.

"Ich stand einfach goldrichtig"

Eine Hereingabe von Marco Höger in den Sechzehner hatte der slowenische Keeper Jasmin Handanovic dem 19-jährigen Meyer genau vor die Füße gelenkt. Für sein erstes Champions-League-Tor musste der fünf Minuten vorher eingewechselte Youngster den Ball nur noch aus 14 Metern im leeren Tor versenken.

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"Ich stand einfach goldrichtig", sagte Meyer gegenüber "schalke04.de". "Ich bin überglücklich darüber, dass wir es geschafft haben, ins Achtelfinale einzuziehen. Dass ich das entscheidende Tor erzielt habe, freut mich natürlich." Einen besseren Zeitpunkt hätte er sich "nicht wünschen können". Das Spiel gewonnen, das Achtelfinale erreicht und damit gut sechs Millionen Euro in die Vereinskasse gespült: In der Tat ließ Meyer Schalke mit seinem Tor dreifach jubeln.

Chelseas B-Elf hilft Königsblau

Schon vorher war klar: Für das Weiterkommen war der Sieg Pflicht. Und nicht nur das: Gleichzeitig musste die B-Elf des Tabellenführers FC Chelsea gegen Sporting Lissabon gewinnen. Die Londoner schonten zwar ein halbes Dutzend Stars. Dennoch besiegten sie Sporting letztlich mit 3:1 und machten Schalke damit den Weg auf Platz zwei frei. Und das mit nur zwei Siegen in der gesamten Vorrunde.

Auf die Elf von José Mourinho habe man im Lager der Schalker aber nicht geachtet. "Wir haben uns darauf konzentriert, dass wir unser Spiel gewinnen und nicht darauf geschaut, was in London passiert ist", erklärte Kapitän Benedikt Höwedes.

Uchida rettet in höchster Not

Bis zum erlösenden Jubel nach einer Vorrunde, in der die Schalker 14 Gegentore und damit so viele wie nie zuvor kassierten, war es auch in Maribor ein weiter Weg. Als in der schwachen ersten Hälfte noch längst nicht alles nach Wunsch lief, klärte der Japaner Atsudo Uchida zweimal innerhalb von Sekunden auf der Torlinie: erst beim Kopfball von Zeljko Filipovic, dann noch einmal beim Nachschuss von Tavares.

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"Ich bin glücklich, dass wir jetzt im Achtelfinale sind", freute sich Trainer Roberto di Matteo. "Es war ein hochverdienter Sieg für uns, wir haben das Spiel sehr gut kontrolliert. Es ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft dieser Gruppe. Kollektiv ist das für uns super positiv."

Schalke wünscht sich "machbare Aufgabe"

Der Blick geht nun nach vorne. War im letzten Jahr noch gegen den späteren Titelgewinner Real Madrid Schluss, hofft man auf Schalke, dass diesmal mit dem Achtelfinale noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

Am Montag findet in Nyon die Auslosung der nächsten Runde statt, die Schalker bekommen es als Zweiter ihrer Gruppe definitiv mit einem Erstplatzierten zu tun. Weil Chelsea, Borussia Dortmund und der FC Bayern wegfallen, stehen als mögliche Gegner Atlético Madrid, Real Madrid, AS Monaco, FC Barcelona und der FC Porto bereit. "Für das Achtelfinale würde ich mir diesmal lieber eine machbare Aufgabe wünschen", sagte Meyer und schob hinterher: "Gegen den FC Barcelona oder Real Madrid würden wir nicht gerade als Favorit ins Rennen gehen."

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