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FC Chelsea verhängt Stadionverbote nach Rassismus-Eklat in Paris

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Nach Rassismus-Eklat in Paris  

FC Chelsea verhängt Stadionverbote gegen drei seiner Anhänger

20.02.2015, 14:28 Uhr | sid, dpa

FC Chelsea verhängt Stadionverbote nach Rassismus-Eklat in Paris. Einige Anhänger des FC Chelsea haben in der Pariser Metro für einen Eklat gesorgt. (Quelle: imago)

Einige Anhänger des FC Chelsea haben in der Pariser Metro für einen Eklat gesorgt. (Quelle: imago)

Nach dem rassistischen Eklat im Vorfeld des Champions-League-Spiels bei Paris St. Germain (1:1) hat der englische Spitzenklub FC Chelsea reagiert und vorübergehende Stadionverbote gegen drei seiner Anhänger verhängt. Das teilte der Spitzenreiter der Premier League mit.

Wenn genug Beweise für die Beteiligung der Personen an dem Vorfall in der Pariser Metro gesammelt worden seien, würden die Stadionverbote in lebenslängliche Verbote für Besuche von Spielen an der Stamford Bridge umgewandelt, hieß es in der Mitteilung weiter.

Vorfall in Pariser Metro sorgt für Entsetzen

Einige Anhänger der Blues hatten vor der Partie am vergangenen Dienstagabend verhindert, dass ein dunkelhäutiger Passagier zu ihnen in die Pariser Metro steigen konnte. Sie stießen den Mann bei dessen Versuch, in den Zug zu steigen, immer wieder zurück auf den Bahnsteig. Dabei beschimpften sie ihn und stimmten den Schlachtruf an: "Wir sind Rassisten und so mögen wir das".

Chelsea will "alle strafrechtlichen Schritte" unterstützen

Ein solches Verhalten sei abscheulich und habe keinen Platz im Fußball oder in der Gesellschaft. Man werde alle strafrechtlichen Schritte gegen die Beteiligten unterstützen, hieß es bereits in einer ersten Stellungnahme des Champions-League-Siegers von 2012. Derzeit würden weitere Untersuchungen geführt. Zudem bat Chelsea seine Fans um Mithilfe bei der Aufklärung des Vorfalls.

Rassismus-Opfer erstattet Anzeige

Der vom rassistischen Verhalten betroffene Franzose hat unterdessen Anzeige gegen die Täter erstattet. Der 33-jährige dunkelhäutige Familienvater sagte der Zeitung "Le Parisien", die Verantwortlichen müssten gefunden und eingesperrt werden.

"Mir war klar, dass das Anhänger von Chelsea waren, und ich sagte etwas im Zusammenhang mit dem Match am Abend", erklärte der aus einem Pariser Vorort stammende Mann. "Mir war dabei auch klar, dass sie mich wegen meiner Hautfarbe attackierten." Was geschehen sei, dürfe nicht ungestraft bleiben. Während des Vorfalls habe er sein Handy verloren.

UN kritisiert den Vorfall

Sogar das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen hat den Vorfall kritisiert. "Es ist wichtig, aus der Empörung über diese hässliche Tat neue Energie für den Kampf gegen jede Form von Rassismus zu schöpfen, egal wo und in welcher Form er auftritt", sagte UN-Sprecher Rupert Colville in Genf.

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