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Champions League: Borussia Dortmund mit Ergebnis zufrieden

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Trotz Pleite bei Juve  

BVB-Trainer Klopp: "Es ist ein Top-Ergebnis"

25.02.2015, 15:41 Uhr | t-online.de

Champions League: Borussia Dortmund mit Ergebnis zufrieden. Hoffnungsfroh: Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, der hier Ciro Immobile herzt, ist zuversichtlich für das Rückspiel gegen Juventus. (Quelle: imago)

Hoffnungsfroh: Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, der hier Ciro Immobile herzt, ist zuversichtlich für das Rückspiel gegen Juventus. (Quelle: imago)

Aus Turin berichtet Patrick Brandenburg

Jürgen Klopp fühlte sich zurück in seinem Element. Trotz der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Juventus Turin durfte sich der einst gefeierte Trainer von Borussia Dortmund zur Abwechslung mal wieder umschmeicheln lassen. Während der Coach in der Bundesliga zuletzt meist mit Abstiegssorgen und kritischen Fragen konfrontiert wurde, gratulierten die italienischen Journalisten dem Gäste-Coach auf der Pressekonferenz artig zu seiner Karriere und seiner positiven Ausstrahlung.

Die Komplimente nahm Klopp dankbar entgegen, trugen sie doch zur allgemeinen BVB-Auffassung des Abends in Piemont bei, die sich weniger mit einem "Hier war mehr möglich"-Ärger aufhielt als bei der berechtigten Hoffnung hängenblieb, dass im Rückspiel noch alles drin ist.

Borussia vor der Pause stark

"Wir haben verdient verloren, aber wir sind noch dabei. Es ist ein Top-Ergebnis", zog Klopp als Fazit. Denn schon ein knappes 1:0 beim zweiten Duell mit der "Alten Dame" am 18. März würde den Schwarz-Gelben für den Einzug ins Viertelfinale der Königsklasse reichen. Woher allerdings die Zuversicht kommt, trotz erneut katastrophaler Abwehrfehler im Showdown mit Italiens Rekordmeister ohne Gegentor zu bleiben, ließ der BVB-Coach offen. In Turin jedenfalls hatte sich die Borussia mit zwei dummen Patzern eine viel bessere Ausgangsposition leichtfertig verbaut.

In der ersten Halbzeit zeigten die Dortmunder schließlich über weite Strecken eine starke Leistung, die Hoffnungen aufs Weiterkommen rechtfertigte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Marco Reus, der einen Ausrutscher von Juve-Verteidiger Giorgio Chiellini cool zum 1:1 ausnutzte (18.), hatte der BVB die Turiner am Wickel.

Die Westfalen waren drauf und dran, den Deckel aufs Spiel zu setzen. "Turin hat im eigenen Stadion wohl noch nicht so oft derart unter Druck gestanden, wie heute in der ersten Halbzeit", analysierte Klopp. Selbst Juve-Trainer Massimilliano Allegri sprach davon, dass "sonst nicht so viel Arbeit in der Verteidigung nötig" sei.

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Morata bedankt sich

Doch noch vor der Pause stellte sich der BVB selbst ein Bein und kassierte fast aus dem Nichts das 1:2. Der ziemlich indisponiert wirkende und wohl auch mit muskulären Problemen kämpfende Innenverteidiger Sokratis griff gegen Paul Pogba zu zögerlich ein, und Alvaro Morata bedankte sich für die unverhoffte Torschussgelegenheit.

Schon bei der ersten Juve-Führung hatte Sokratis seinen Gegenspieler Morata ungehindert flanken lassen. Weil sich zudem Keeper Roman Weidenfeller mit einer schwachen Abwehr in die Fehlerkette einreihte, konnte Carlos Tevez das stimmungsreiche Stadion zum ersten Mal zum Kochen bringen (14.).

Nach dem Wechsel reißt der Faden

Nach dem Wechsel riss der Faden bei den Gästen komplett, was wohl nur vordergründig damit zu tun hatte, dass neben dem angeschlagenen Sokratis auch noch Lukas Piszczek mit Verdacht auf Riss des Syndesmosebandes vom Feld musste. Dem Außenverteidiger droht eine lange Pause.

Irgendwie verlor der BVB jedenfalls den Zug zum gegnerischen Tor und spielte gegen die unter Druck schnell wackelig aussehende Turiner Abwehr keine einzige Chance mehr heraus. Das mag auch daran gelegen haben, dass Henrich Mchitarjan seine erneute Chance in der Startelf nicht nutzte.

Oder am Wechsel im Sturm, wo Ciro Immobile überraschend gegen seinen alten Klub ran durfte und der zuletzt so bärenstarke Pierre-Emerick Aubameyang vom Coach wieder auf den Flügel abgeschoben wurde.

Buffon ist unterbeschäftigt

"Ich habe keine einzige Parade von Gigi Buffon gesehen", sagte Allegri und verwies stolz auf die nun offenkundige Unterbeschäftigung des italienischen Nationaltorwarts. Stattdessen hatte sein Team durch Tevez (71.) und den eingewechselten Roberto Pereyra (86.) sogar noch Möglichkeiten, die Dortmunder vor eine fast unlösbare Aufgabe im Rückspiel zu stellen. Dabei hatte auch Juve noch vor der Pause einen prominenten Ausfall zu beklagen. Doch nachdem Routinier Andrea Pirlo vom Feld war, erschien Klopp das Spiel des souveränen Tabellenführers der Serie A sogar noch "viel variabler", weil unberechenbarer.

Nur mit Dusel kam der BVB mit einem blauen Auge davon. "Wir sind glücklich, dass wir es so spannend machen können gegen Juve", sagte Klopp froh. Auch seine Spieler sahen das Positive, nachdem ja auch schon in der Bundesliga zuletzt eine kleine Trendwende im Abstiegskampf mit drei Siegen in Folge gelungen war.

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"Wir hatten einen Plan, den haben wir bis auf die zwei Fehler durchgezogen", sagte Nuri Sahin. "Das Auswärtstor ist ein Riesenvorteil. Zuhause müssen wir eh gewinnen", stimmte Marcel Schmelzer ein. Das nötige Selbstvertrauen für große Aufgaben scheint in Dortmund wieder zurück. Die Borussen müssen es am 18. März nur zu Taten nutzen.

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